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So kannst du helfen, die Lebensmittelverschwendung zu halbieren!
Verschwendungs-Stopp!

So kannst du deine Lebensmittelverschwendung halbieren!

Dass viele Lebensmittel nicht auf den Tellern landen, ist ein gewaltiges Problem. Nicht nur ethisch, sondern auch wirtschaftlich und für die Umwelt. Aus diesem Grund fordern foodsharing e.V. und die Deutsche Umwelthilfe die Bundesregierung und Bürger dazu auf, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren.

Laut Berechnungen der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) wirft jeder Deutsche jährlich mehr als 81 Kilogramm Lebensmittel weg. Pro Sekunde landen in Deutschland 313 Kilogramm genießbare Lebensmittel in der Tonne – das macht mehr als 27 000 Tonnen pro Tag und mehr als 18 Millionen Tonnen pro Jahr. Für diesen Abfall werden nach Angaben des WWF jährlich 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet – eine Fläche von der Größe des Saarlandes plus Mecklenburg-Vorpommern. 

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Lebensmittelverschwendung soll bis 2030 halbiert werden – mach mit!

Lebensmittelverschwendung ist ein Skandal mit gravierenden Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Mensch. Deswegen setzte die UN in ihren nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goal 12.3) das Ziel, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. Doch die Bundesregierung aus Union und SPD und insbesondere das CSU-geführte Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) haben die letzten Jahre gehörig verschlafen. Damit die Lebensmittelverschwendung wirklich halbiert werden kann, muss noch viel passieren. 

Aus diesem Grund richtet foodsharing zu seinem fünfjährigen Bestehen gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe fünf Kernforderungen an die nächste Koalition. Und auch an dich! Denn jeder kann dabei helfen, den enormen Verschwendungswahn zu stoppen. Gehe als positives Beispiel voran und teile deine Vorsätze für einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln zum Beispiel über Social Media.

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Die Forderungen und Vorsätze

Foodsharing und die Deutsche Umwelthilfe fordern eine nationale Strategie der Bundesregierung, um die Lebensmittelverschwendung vom Acker bis zum Teller wirksam bis 2030 zu halbieren. In den Forderungen heißt es:

Vorsatz 1: Klasse statt Masse 

Mit meiner persönlichen Strategie werde ich meine nächsten Einkäufe planen. Dank eines Einkaufszettels kaufe ich nur, was ich brauche und das möglichst regional, saisonal und biologisch sowie unverpackt oder in Mehrweg-Verpackungen.

Wir fordern eine klare Definition sowie eine Erfassungs- und Dokumentationspflicht von Lebensmittelverlusten, bei der alle Wegwürfe in Landwirtschaft, Industrie und Handel erhoben werden. Für Forschung und zum Monitoring müssen die Daten transparent zur Verfügung stehen.

Vorsatz 2: Wegwerftagebuch 

Wegwerftagebuch

Ich werde für zwei Wochen ein Wegwerftagebuch führen (z.B. respect-food.eu). Darin dokumentiere ich, wie viele Lebensmittel bei mir tatsächlich im Müll landen. Tierprodukte werde ich dabei besonders berücksichtigen, da deren Herstellung viele Ressourcen verbraucht, häufig auf Massentierhaltung basiert und negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt hat.

Wegwerfen darf sich nicht mehr lohnen! Wir fordern die Bundesregierung auf, branchenspezifische und verbindliche Zielmarken zur schrittweisen Reduzierung des Lebensmittelabfalls in der gesamten Wertschöpfungskette festzulegen. Um diese im Einzelhandel erreichen zu können, fordern wir schon jetzt einen Wegwerfstopp: Die Regierung muss Supermärkte gesetzlich verpflichten, genießbare, aber unverkaufte Ware zuerst an soziale Organisationen zu spenden, bevor sie entsorgt werden.

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Vorsatz 3: Anpacken statt Abwarten 

Anpacken statt Abwarten

Mein Ziel ist es, schon im nächsten Jahr nur noch halb so viel Essen wegzuwerfen wie bisher! Auf meiner Biotonne wird stehen: „Was kostete dieser Abfall mich und die Umwelt? Wie kann ich diesen Abfall nächstes Mal vermeiden?"

Wir fordern Rechtssicherheit und Klarstellungen für alle Tätigkeiten der Lebensmittelretter*innen und Foodsharer*innen. foodsharing und unsere Fair-Teiler dürfen von Ämtern und Behörden nicht wie ein gewerbliches Lebensmittelunternehmen behandelt werden!

Vorsatz 4: Foodsharing 

Foodsharing

Bevor ich das nächste Mal Essen entsorge, schaue ich auf foodsharing.de, ob ich es online verschenken kann. Oder ich klingele einfach in der Nachbarschaft. Darüber hinaus engagiere ich mich als Foodsaver*in aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung und hole überzählige, aber noch genießbare Produkte bei Geschäften ab.

Schluss mit der Symbolpolitik: Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass Mindesthaltbarkeits- (MHD) und Verbrauchsdatum für Verbraucher*innen klar verständlich sind. Dafür sind Änderungen der Daten sowie wirksame Informationen der Verbraucher*innen notwendig.

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Vorsatz 5: Teller statt Tonne 

Teller statt Tonne

Bei meinen nächsten Einkäufen suche ich verstärkt Sonderangebote, bei denen das MHD fast überschritten ist. Ich verlasse mich auf meine Sinne: Erst anschauen und riechen, dann probieren – und genießen!

Achtung: Nach Überschreiten des MHD kann ein Lebensmittel problemlos verzehrt werden, solange es noch einwandfrei ist; nach Ablauf des Verbrauchsdatums („zu verbrauchen bis“) ist der Verkauf eines Produktes nicht mehr zulässig und es kann gesundheitsgefährdend sein.

Hälst du diese Forderungen für umsetzbar? Welchen Vorsatz willst du 2018 erfüllen?

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Quellen: Deutsche Umwelthilfe, Foodsharing e.V., Bilder: Depositphotos/HighwayStarz, lofilolo, 72soul, Milkos, xxxPATRIK, Text: Meike Riebe