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Hanna Dietz Schatz brennt da grad was an mein Mann seine Grillzange und ich
Buchtipp

Schatz, brennt da grad was an?

Was tun, wenn der eigene Mann zum Start der Grillsaison zum „King of Kotelett“ mutiert? In ihrem neuen Buch berichtet Bestsellerautorin Hanna Dietz unterhaltsam von kuriosen Verhaltensweisen, exotischen Marinaden und Männerabenden am Feuer, die frau schnell zur Weißglut bringen können.

Wenn der Mann kaum noch im Haus zu finden ist, er plötzlich viel aktiver ist, seine Augen jugendlich leuchten, er anders riecht als sonst und immerfort von Schenkeln und Lenden schwärmt, dann könnte eine Affäre dahinterstecken. Doch keine Sorge: Das Objekt seiner Begierde könnte auch einfach nur ein Grill sein. Ob man sich in diesem Fall mehr oder weniger Sorgen machen sollte, das muss jede(r) nach der Lektüre von Hanna Dietz’ neuem Buch „Schatz, brennt da grad was an? Mein Mann, seine Grillzange und ich“ selbst entscheiden.

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Hanna Dietz: Schatz brennt da grad was an? Mein Mann seine Grillzange und ich

Männer im Grillwahn und Frauen am Rande der Weißglut

Auf 256 Seiten berichtet die Spezialistin für Geschlechterverhalten und Bestsellerautorin („Weiberwahnsinn“, „Männerkrankheiten“) auf unterhaltsame Art und Weise von der Mutation ihres Mannes zum „King of Kotelett“, exotischen Marinaden und exorbitant hohen Preisen von Grills und Qualitätsgrillgut, die frau schnell zur Weißglut bringen können. Dabei beantwortet Dietz auch Fragen wie: „Wie wird aus einem Finger ein Fleischthermometer?“. Und was passiert, wenn frau versucht, für gesundheits­bewusste Menschen und Veganer Gemüsespieße und Tofu-Steaks auf den Grill zu legen?

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Grillen: Lifestyle und Selbstverwirklichung

Beim Grillen — so viel ist sicher — geht es nicht mehr darum, ein paar Würstchen zu braten. Nein, für viele (Männer) ist Grillen heutzutage Lifestyle und Selbstverwirklichung. Stets mit einem Augenzwinkern und viel Liebe und Verständnis für ihren vom Grillwahn besessenen Ehemann berichtet Dietz von der Suche nach dem Metzger des Vertrauens, Männerabenden im Reihenhaus und dem Versuch ihres Mannes, alleine einen Gasgrill aufzubauen, was zum Belastungstest für ihre Beziehung wird. In manchen Situationen hilft der Protagonistin nur noch die Selbsthilfegruppe grillgeplagter Ehefrauen und das gemeinsame Lästern am Grillseelsorgertelefon.

Bei Grillabenden immer dabei: Freunde und Bekannte und natürlich die eigenen Kinder. Letztere sind selbstverständlich begeistert, als ihr Vater vergisst, Teller und Besteck auf den Tisch zu stellen, und ihnen erlaubt, mit den Händen zu essen, während die Protagonistin den Untergang der zivilisierten Esskultur befürchtet. Und apropos Kinder: Muss man eigentlich ein schlechtes Gewissen haben, wenn man sie mit langweiligen Bratwürsten abspeist, während man selbst zum sauteuren Steak greift?

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Alles hat ein Ende… (?)

„Schatz, brennt da grad was an? Mein Mann, seine Grillzange und ich“ ist als Taschenbuch bei Goldmann erschienen. Die 46 kurzweiligen Geschichten bieten genügend Stoff für diese und die nächste Grillsaison, wobei man sich nach dem Lesen des Buchs ernsthaft die Frage stellen muss, ob die Grillsaison wirklich jemals endet. 

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Quellen: Goldmann, Bilder: Goldmann, Depositphotos/minervastock, Text: kle