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Mineralöl Barrierelösung ecovio
Gift in Lebensmittel

Gefahr in Lebensmittelverpackungen durch Mineralöl: Kompostierbare Barrierelösungen helfen

Mineralöl, das durch recycelte Altpapierverpackungen in Lebensmittel gelangt, stellt eine Gefahr für die Gesundheit dar. Mittlerweile gibt es jedoch unterschiedliche Barrierelösungen, zum Beispiel von BASF, die dies verhindern.

Beim Einkauf im Supermarkt sehen wir sie in allen Regalen: Bunte Verpackungen aus Karton, die uns zu Müsli, Nudeln, Pizza und Keksen verlocken wollen. Die robusten Kartonverpackungen sind für die Lebensmittelbranche hervorragend geeignet, denn sie sind leicht, platzsparend und günstig zu transportieren. Außerdem schützen sie Produkte vor Schäden, Feuchtigkeit und Schmutz. Trotzdem lauert in ihnen eine versteckte Gefahr, denn Kartons aus recyceltem Altpapier können oft Mineralöl-Rückstände enthalten, die im Recyclingprozess nicht ganz entfernt werden und so auf die Lebensmittel, Kleidung oder andere Produkte übertragen werden können. Selbst ohne einen direkten Kontakt zum Karton kann das Mineralöl an das Essen gelangen, denn viele Mineralöl-Rückstände verdampfen bereits bei Raumtemperatur und so hat das entstandene Gasgemisch freie Bahn.

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Mineralöl verpackung

Wenn Mineralöl in Pizzakarton ist, vergeht einem doch der Appetit. ©dulezidar/iStock

Barrierelösungen schützen vor Mineralöl

Mineralöle können zum Beispiel zu Leberentzündungen und entzündeten Lymphknoten beim Menschen führen. Auch durch Kochen oder Waschen sind sie nicht zu entfernen oder unschädlich zu machen. Die einzige Möglichkeit, die Produkte vor Mineralöl beschützen, sind sogenannte Barrierelösungen. Das Unternehmen BASF hat verschiedene Barrierelösungen entwickelt, die auf der Innenseite des Produktkartons aufgebracht werden. Die Beschichtung ist hauchdünn und besteht aus Makromolekülen, sogenannten Polymeren, die aus vielen kleinen Molekülen bestehen. Bereits Beschichtungen, die zwischen zehn und fünfzehn Mikrometer dick sind (ein Haar ist zum Beispiel circa 120 Mikrometer dick) schützen so Lebensmittel für bis zu drei Jahre vor Schadstoffen wie Mineralöl. Dies ist vor allem bei Trockenprodukten wie Nudeln wichtig, die im Schnitt zwischen 15 und 24 Monaten in einer Packung bleiben. Außerdem sind die Beschichtungen so flexibel, dass selbst beim Falten des Kartons keine Bruchstellen entstehen und die Schutzschicht weiter besteht.

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Nachhaltige, kompostierbare Verpackungen

Gerade nachhaltige Verpackungen sind heutzutage von großer Bedeutung. Deshalb sollten für Verpackungen auch nachwachsende Rohstoffe oder Recyclingmaterialien verwendet werden. Die BASF hat aus diesem Grund die biobasierte Beschichtungsvariante ecovio entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Polyester-Polymilchsäure-Gemisch, das komplett biologisch abbaubar ist. Dadurch wird die Verpackung kompostierbar und es geht trotzdem vorm Verzehr des Inhalts keine Gefahr durch Mineralöle aus.

Quelle: BASF
Text: Kristina Reiß