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Die besten Bio-Olivenöle

Gutes Olivenöl: Das sind die besten Bio-Olivenöle im Test

Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Kein anderes Lebensmittel ist in der EU so stark reglementiert – es gibt sogar eine EU-Olivenölverordnung. Jedes Jahr testet die Stiftung Warentest Olivenöl. Doch woran erkennt man gutes Olivenöl? Im Folgenden haben wir Ihnen die wichtigsten Ergebnisse des Olivenöl Tests zusammengefasst.

Olivenöl gilt als das beliebteste Speiseöl der Deutschen. Die Hauptproduktionsländer sind Spanien, Griechenland und Italien, wobei italienische Olivenöle laut Stiftung Warentest die beliebtesten hierzulande sind.  Doch Olivenöl zeichnet sich nicht nur durch seine Beliebtheit und seine starke Reglementierung aus, auch die hohen Preisunterschiede fallen beim näheren Hinsehen auf. So liegen die Preise der 27 getesteten Öle zwischen 5,00 und 36,00 Euro pro Liter. Aber bedeutet teurer, auch automatisch immer besser?

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Immer lecker zum Olivenöl, beispielsweise ein Kräuter-Aufstrich und Salz © Best of Bio

Die 3 besten Olivenöle im Test

Natürlich sind nicht alle teureren Olivenöle automatisch gute Öle. Laut der Ergebnisse des Olivenöl Test ist es jedoch so, dass die sensorisch besten Öle alle in einer Preisspanne zwischen 24,00 und 36,00 Euro pro Liter angesiedelt sind. Drei der vier Testsieger – eines war ein temporäres Aktionsprodukt von Aldi Süd -, die mit der Note „gut“ abgeschnitten haben, sind:

  • Castillo de Canena Family Reserve Pictual Olives Extra Virgin Olive Oil: Dieses Öl kommt aus Spanien und ist mit einem Literpreis von 36,00 Euro das Teuerste aller Olivenöle im Test. Sensorisch ist es das beste Olivenöl, dessen einziger Kritikpunkt gravierende Kennzeichnungsmängel sind. Der Geschmack wurde als leicht bitter, mittelfruchtig und mittelscharf beschrieben. Ergänzt wurde diese Beschreibung durch den Vergleich zu grünen Blättern, frischem Gras, Blüten, grüner Banane sowie einer leichten Thymian-Note. Und auch in Punkto Verpackung, Schadstoffe und chemischer Qualität schnitt dieses Olivenöl gut bis sehr gut ab.
  • Farchioni DOP Chianti Classico Olio extra Vergine di Olivia: Nur knapp an zweiter Stelle liegt dieses italienische Öl, das mit einem Literpreis von 26,00 Euro auch das Zweitteuerste aller getesteten Olivenöle darstellt. Dieses Öl punktet vor allem bei der Schadstoffprüfung, aus der es als Testsieger hervorgeht. Auch Farchionis Geschmack wird als leicht bitter, mittelfruchtig und mittelscharf beschrieben. Allerdings finden sich hier geschmackliche Nuancen von Citrus, Mandel, etwas Zimt aber auch Blüten. Ebenso wie bereits Castillo de Canena gibt es bei der chemischen Qualität, der Verpackung und der Schadstoffbelastung nicht viel zu beanstanden. Einziger Makel ist die nur ausreichende Deklaration.
  • Soler Romero Natives Bio-Olivenöl extra: Der Drittplatzierte unter den Testsiegern kommt aus Spanien und ist das einzige Bio-Öl innerhalb der drei noch erhältlichen Testsieger. Mit 24,00 Euro pro Liter gehört auch dieser Testsieger zu den höherpreisigen Olivenölen im Test. Ebenso wie Castillo de Canena und Farchioni ist es sensorisch sehr gut und der Hauptkritikpunkt ist die nur als ausreichend bewertete Deklaration. Geschmacklich ist es sehr ausgewogen: Es ist mittelfruchtig, mittelscharf, mittelbitter, deutliche Noten von Blüten, frischem Gras, Äpfeln, Blättern und Citrus sowie eine leichte Rosmarin-Note

Oliven aus nachhaltigem Anbau sind die Grundlage für ein gutes Öl.

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Die 3 schlechtesten Olivenöle im Test

  • Rewe ja! Natives Olivenöl extra: Dieses Öl belegt den drittletzten Platz. Die Billigmarke aus dem Hause Rewe kostet rund 5,00 Euro pro Liter und liegt noch zwei Plätze vor dem doppelt so teuren Bio-Olivenöl der Rewe Hausmarke. Die Stiftung Warentest Studie bezeichnet es als durchschnittliches Öl, dessen Hauptkritikpunkt gravierende Kennzeichnungsmangel seien. Geschmacklich ist es relativ ausgewogen, dank einer mittleren Fruchtigkeit, mittlerer Schärfe und leicht bitterem Geschmack. Abgerundet wird es durch leichte Noten von Nussschalen und tropischen Früchten.
  • Gaea Kritsa Griechisches natives Olivenöl extra: Dieses Olivenöl gehört mit knapp 19,00 pro Liter zu den teuersten Olivenölen im Test, was dessen negatives Gesamturteil umso gravierender macht. Es ist eines von zwei Ölen, die mit der Note „mangelhaft“ bewertet wurden und belegt den vorletzten Platz. Die geschmackliche Bewertung fällt kurz und knapp mit den Worten „stichig, alt“ aus. Der Grund dafür liegt vermutlich an beschädigten, falsch gelagerten Oliven, die gegoren sind.
  • Rewe Bio P.D.O. Natives Olivenöl extra bio: Mit 10,00 Euro pro Liter gehört es zu den mittelteuren der getesteten Olivenöle. Der Geschmack des letztplatzierten Öles wird als ranzig beschrieben. Vermutlich haben diese Oliven massive Frostschäden erlitten. Bei Gaea Kritsa und Rewe P.D.O. geht die Kritik sogar so weit, dass sie gar nicht als „nativ extra“, sondern nur als „nativ“ hätten deklariert werden dürfen.

Die vermeintlich guten Bertolli Olivenöle haben die schlechtesten drei getesteten Öle nur knapp verpasst. Sie landeten auf Platz 4 und 5 und bekamen die Note „ausreichend“. Bei den 27 getesteten Olivenölen handelte es sich um einen Querschnitt der im Handel verfügbaren Öle. Es wurde darauf geachtet, dass möglichst viele Verkaufsschlager aus den Supermärkten repräsentiert wurden, aber auch vereinzelte Öle von kleineren Händlern.

Woran erkennt man gutes Olivenöl?

Mit ein bisschen Hintergrundwissen können Sie ohne große Fachkenntnisse schnell ein gutes Olivenöl von einem schlechten unterscheiden. Wie bereits anhand der Geschmacksbeschreibungen der Testsieger zu erkennen ist, zeichnen sich gute Olivenöle oft durch Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe aus – im Idealfall in einem ausgewogenen Verhältnis. Abgerundet werden sie von Geschmackskomponenten, die an frische Kräuter, Blätter, Blüten, Gras, Früchte oder Nüsse erinnern.

Mit einem hochwertigem Olivenöl lassen sich leckere Salate einfach zubereiten.

Der Unterschied zwischen nativem Olivenöl und nativem Olivenöl extra

Zunächst einmal handelt es sich bei beiden Bezeichnungen um Güteklassen, die von der EU-Olivenölverordnung bestimmt werden. Sie legt eine bestimmte Kennzeichnung fest, bestimmt Grenzwerte für chemische Parameter und geschmackliche Anforderungen.

Natives Olivenöl extra stellt die höchste und zugleich im deutschen Handel am meisten verbreitetste Güteklasse dar. Eine beinahe ebenso geläufige Bezeichnung ist ihre italienische Übersetzung – Olio extra vergine. Das wichtigste Kriterium ist die Sensorik des Öls: Sowohl Geruch als auch Geschmack müssen fehlerfrei und wenigstens leicht fruchtig sein. Die Herstellung muss mechanisch ohne Wärmezufuhr erfolgen, es darf also nicht zentrifugiert werden. Das native Olivenöl muss auf dieselbe mechanische Weise produziert werden, darf jedoch leichte sensorische „Fehler“, aufweisen. Allerdings gibt es im Handel kaum Olivenöle, die als nativ deklariert werden.

Das richtige Olivenöl für die individuelle Küche finden.

Olivenöl zum Braten

Wenn Sie Olivenöl braten wollen, dann achten Sie darauf, dass es nicht heißer als 175 Grad erhitzt wird, sonst können sich kritische Stoffe bilden. Da beim Olivenöl Erhitzen ohnehin die flüchtigen Aromen verloren geht, genügt es, wenn Sie günstige bis mittelklassige Olivenöle kaufen, wie beispielsweise die von Aldi bio, Alnatura (bio), Edeka bio oder dm Bio vollkommen aus. Weiter lesen....

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken und Schmecken künftiger Olivenöle.

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Text: Jasmine Barendt, Bild: Depositphotos/Nitrub/Whitewolf/wavebreakmedia

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