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Der Säuregehalt von Lebensmitteln lässt sich mithilfe eines pH-Teststreifen messen. Der Farb-Indikator zeigt dann, ob das Lebensmittel eher basisch, neutral oder sauer ist.
Nachhaltige Gesundheit

Optimaler Säure-Basenhaushalt beugt Krankheiten vor

„Du bist aber wieder sauer“, sagt man zu Menschen, die nicht gut gelaunt sind. Hinter dieser Redewendung steckt mehr als oft vermutet wird. Ist der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht hat das negative Auswirkungen auf Gesundheit und Stimmungslage. Der Säure-Basenhaushalt reguliert nämlich den menschlichen Körper.

Gemessen wird der Säure-Basenhaushalt mit dem pH-Wert. In der Apotheke gibt es Messstäbchen, die Auskunft darüber geben, ob sich der pH-Wert im optimalen Zustand befindet oder aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der Mensch nimmt über Lebensmittel und Getränke säure- und basenbildende Lebensmittel zu sich. Basen werden in den Körperdepots gespeichert und schaden somit den Organismus nicht. Nehmen wir jedoch zu viele Säuren auf werden Gewebe und die Verdauung belastet. Das liegt daran, dass überschüssige Säure Schlacken bilden, die eine optimale Zirkulation zwischen Gewebezellen und Blutgefäßen hemmen.

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Stress bringt Säure-Basenhaushalt aus dem Gleichgewicht

Auch Stress, Bewegungsmangel, Nikotin, Alkohol sorgen für eine Übersäuerung und bringen den Säure-Basenhaushalt aus dem Gleichgewicht. Die Folgen: Der natürliche Organismus gerät aus dem Rhythmus und es können chronische Krankheiten wie Verspannungen und Allergien entstehen. Auch organische Erkrankungen können ihre Ursache in einer permanenten Übersäuerung haben. Naturmediziner gehen davon aus, dass typische Volkskrankheiten wie Migräne, Magenprobleme, Darmerkrankungen und Schwermut durch einen Ungleichgewicht des Säure-Basenhaushalts entstehen können.

Ernährung beeinflusst Säure-Basenhaushalt

Ursachen für eine Übersäuerung sind meist in der Lebensweise und vor allem in der Ernährung zu finden. Ein Übermaß an Genussmitteln, Weißmehl und Fleisch bringen den Säure-Basenhaushalt aus dem Lot. Positiv auf den Säure-Basenhaushalt wirken dagegen: Bewegung an der frischen Luft, Entspannungsübungen wie Meditation, eine ausgewogene Ernährung mit basenbildenden Lebensmitteln wie Gemüse, Hirse, Buchweizen und stillem Mineralwasser sowie Kräutertees. Eine basische Ernährung besteht deshalb aus Obst, Gemüse und einem geringen Anteil an tierischen Produkten. Weiterhin wirken natürliche Öle wie Oliven und Leinöl positiv auf den Säure-Basenhaushalt. In Reformhäusern, Bioläden und Apotheken gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die zusätzlich eine basische Ernährung unterstützen. Sie sorgen dafür, dass im Körper ein Basenüberschuss entsteht und die Säuren keinen Schaden anrichten können.

Text: Peter Rensch
Quelle: medicalpress
Bild: ©iStockphoto