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Was ist nachhaltig an Lebensmitteln?

Was ist nachhaltig… an Lebensmitteln?

Nachhaltigkeit ist, wie an anderer Stelle schon erwähnt, ein arg strapaziertes Wort. Aber Nachhaltigkeit macht Sinn. Gerade bei Lebensmitteln kann der Einzelne viel dazu beitragen, die Welt durch nachhaltiges Handeln ein wenig besser zu machen. Was ist zum Beispiel nachhaltig an Lebensmitteln? Nachhaltigleben.de gibt einen kleinen Einblick.

Was ist nachhaltig an Lebensmitteln, haben Sie sich das auch schon gefragt? Eigentlich ist es ganz einfach. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual. Es gibt Unmengen an Lebensmitteln in den Supermarktregalen, beim kleinen Händler um die Ecke, auf dem Wochenmarkt und sogar im Internet. Doch leider geht der Trend dazu, dass alles und zu jeder Jahreszeit erhältlich ist. Doch gerade das ist nicht nachhaltig.

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Was ist nachhaltig… an Lebensmitteln: Bio!

Bioqualität, noch dazu aus deutschen Landen ist auf jeden Fall dabei, fragt man sich, was ist nachhaltig an Lebensmitteln. Bioprodukte sind nicht nur gut zur Umwelt, weil keine Chemie zum Düngen verwendet wird, oder Tiere mit Antibiotika aufgespritzt werden. Das Gemüse darf auf unbelastetem Land wachsen, die Tiere haben ein artgerechteres Leben. Da erübrigt sich schnell die Frage danach, was ist nachhaltig an Bio-Produkten. Doch, Bio geht auch anders. Das Bio-Obst, das Flugmeilen sammelt auf seiner Weltreise oder das Biofleisch, das zwar hochwertig und nachhaltig produziert ist, aber trotzdem viele Ressourcen benötigt und dem Klima schadet. Doch: Wer sich nur ab und an Fleisch gönnt und dabei auf Bio-Qualität achtet, hat die Frage danach, was nachhaltig ist, perfekt beantwortet. Und das Bio im Trend ist, beweist die Tatsache, dass soeben die 2 Milliarden Euro-Marke im Umsatz mit Bio-Produkten geknackt wurde.

Was ist nachhaltig an Bio-Lebensmitteln.

Was ist nachhaltig an regionalen Produkten? Frische und kurze Transportwege sind Trumpf. © Fotolia

Was ist nachhaltig… an Lebensmitteln: Regional!

Regionalität ist Trumpf, stellt man die Frage, was ist nachhaltig an unseren Speisen. Wer regionale Produkte kauft, unterstützt nicht nur die regionale Landwirtschaft, sondern kauft auch Frische und meist gute Qualität. Dabei muss es nicht immer gleich «Bio» sein. Es gibt auch Landwirte und Bauern, die nicht gleich bei jeder Gelegenheit zur Chemiekeule greifen, dennoch nicht den Bio-Landwirtschaftskriterien entsprechen. Problem Großstadt: Was ist nachhaltig daran, duzende Kilometer vielleicht zu fahren, um auf dem Hofladen auf dem Land einzukaufen? Eher weniger, es sei denn, es wird wirklich in Massen eingekauft. Doch eine nachhaltige Option ist auch das Internet: Es gibt mittlerweile viel regionale Erzeuger, die sogar wunschgemäß die Regio- oder Bio-Kiste landwirtschaftlicher Produkte liefern.

Was ist nachhaltig… an saisonalen Lebensmitteln?

Was ist nachhaltig an saisonalen Produkten? Kurz und knapp beantwortet: Vieles. Die Trauben aus Chile, die Kiwi aus Neuseeland oder frische Erdbeeren oder Tomaten im Winter, ebenfalls vom anderen Ende der Welt. Was ist daran nachhaltig? Nichts. Es kommen wieder die besagten Flugmeilen zustande, wodurch das Klima erheblich belastet wird und schmecken tut alles sowieso nicht richtig weil halbreif abgemacht. Oder, nehmen wir die Tomaten: Energieintensive Gewächshäuser werden benötigt, um die rote Frucht anzubauen.

Was ist nachhaltig an saisonalen und regionalen Lebensmitteln.

Was ist nachhaltig an saisonalen Produkten wie Kohl oder Kraut? Die gesunde Ernährung und die Klimafreundlichkeit! © Fotolia

Stattdessen heißt es bei der Frage, was ist nachhaltig an Lebensmittel, saisonal einkaufen. Wer Angst davor hat, nicht genügend Vitamine oder Mineralstoffe zu erhalten, der irrt. Nahezu alle Kohlsorten oder Pastinaken und Feldsalat haben genügend Vitamin C, um den Bedarf zu decken. Auch andere Vitamine erhalten wir bei einer saisonalen und ausgewogenen Ernährung.

Und sollte es mal etwas aus dem Ausland sein, dann sollte es auch fair produziert sein. Stichwort: Kaffee, Kakao beziehungsweise Schokolade, Tee oder sonstige exotische Highlights, die frau oder man sich mal gönnt.

Was ist nachhaltig… am Eigenanbau?

Am Obst- und Gemüseanbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon ist sozusagen alles nachhaltig. Wer nicht inmitten der Großstadt ohne Balkon wohnt, kann sich, je nach Platz, sein eigenes Gemüse und Obst anbauen. Im jeweils möglichen Rahmen. Transportkosten fallen weg, die Qualität ist gesichert, wer Regenwasser verwendet, spart auch hier noch mächtig wertvolles Trinkwasser und schont den Geldbeutel. Übrigens: Auch auf dem kleinsten Balkon ist es jetzt mit der Erfindung eines portugiesischen Bio-Bauern möglich, zu gärtnern. Mit den vertikalen Minigärten. Die sich übrigens auch für die Wohnung eignen.

Ein paar nachhaltige, vegetarische Rezepte zum Nachkochen? Wählen Sie in den Artikeln: Feine Gerichte mit der wiederentdeckten Pastinake, herzhaftes Feldsalat-Pesto oder verführerische Kartoffel-Rezepte.

Text: Jürgen Rösemeier