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Tag des Brotes:Tradition seit 5000 Jahren

Tag des Brotes: Ein Klassiker seit 5.000 Jahren und Bio im Trend

Tag des Brotes, 16. Oktober 2012 – seit 5.000 Jahren begleitet uns dieses einfache Nahrungsmittel, Grund genug, um dem bedeutenden Lebensmittel einen Tag zu widmen. Denn Brot ist für viele weitaus mehr, als nur ein Grundnahrungsmittel. Doch die brotkaufende Gemeinde spaltet sich in zwei Lager. Jene, die Qualität schätzen und beispielsweise Bio-Brote kaufen und jene, für die nur der Preis zählt und sich am Backautomaten im Discounter bedienen.

Nicht nur in Deutschland, auch in vielen anderen Teilen der Welt hat Brot hohen Symbolgehalt: Es steht für Solidarität und die Fähigkeit zu teilen. „Unser tägliches Brot gibt uns heute…“ ist zudem ein Beleg für die lange Tradition und die Wichtigkeit des in vielen Varianten erhältlichen Brotes. Der Tag des Brotes erinnert daran, dass Brot und Gebackenes zu einem wichtigen Teil der menschlichen Ernährung in vielen Teilen der Welt zählen. Und gerade deutsches Brot gewinnt immer mehr an Bedeutung, wird gerade im Ausland als Genussprodukt geschätzt. Kein Wunder, dass ausgerechnet deutsche Backwaren so erfolgreich sind, sind wir doch Weltmeister in der Sortenvielfalt. Denn kein anderes Land kommt auf 300 verschiedene Brotsorten.

Discounterware auf der Erfolgsstraße

Immer mehr Discounter stellen Brotbackautomaten in die Supermärkte und bieten Brotprodukte für kleines Geld an. Frisch gebacken lockt dies Millionen von Konsumenten, die insbesondere durch den Preis gelockt werden. Doch das Einheitsbrot besteht aus reinen Backmischungen, die mit dem natürlichen Grundnahrungsmittel nichts mehr zu tun haben. Einheitsgeschmack und kurze Haltbarkeit sind die Folge.

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Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks zur schwierigen wirtschaftlichen lage des traditionellen Bäckerhanderkes: „Wir befinden uns in einer schweren See", so Becker. „Der Wettbewerb hat sich verschärft. Discounter statten ihre Standorte verstärkt mit Ladenbacköfen aus. Dadurch haben wir einen geteilten Markt mit sehr qualitätsbewussten Kunden und den anderen, die sich nach dem Preis richten." Durch den demografischen Wandel hat auch das Bäckerhandwerk Nachwuchsprobleme. "Es kommen immer weniger Jugendliche auf den Markt", bedauert Becker, "dabei brauchen wir engagierte junge Menschen, die Betriebe übernehmen. Da das sehr kapitalintensiv ist, müssen wir als Zentralverband etwas unternehmen."
 

Tag des Brotes:Tradition seit 5000 Jahren

Bio ist stark im Kommen

Bio-Brot vereint handwerkliches Können mit bedingungsloser Qualität. Gebacken wie zu Großmutters Zeiten sind Bio-Brote ein gesunder Genuss, der auf Natürlichkeit setzt und die vielen chemischen Zusatzstoffe außen vor lässt.

Die Geschichte des Brotes

Schon vor 30.000 Jahren, so archäologische Funde, haben Menschen Getreide gemahlen. Damals wurde es noch mit Wasser zu einem Brei verarbeitet. Vor gut 10.000 Jahren begann der gezielte Anbau von Getreide und Jahrtausende später wurden an Feuerstellen erste Fladen gebacken.

Erst mit zwei Erfindungen hielt der Siegeszug des Brotes Einzug. Zum einen die Erfindung von Backöfen – die ersten waren wohl Töpfe an heißen Feuerstellen – und  die Erkenntnis der Quellwirkung von Hefe. Letzteres wurde wahrscheinlich zufällig entdeckt durch die Lagerung von Brotlaibern, die durch in der Luft vorhandene Hefen zu quellen begannen.

Bereits vor 5.000 Jahren betrieben Ägypter die ersten Bäckereien. Das auch als ‚Brotesser‘ in der Antike bezeichnete Volk machte Brot zu ihrem Grundnahrungsmittel und professionalisierte das Brotbacken. Später erfanden die Römer die ersten Mühlen und schufen Mischbottiche, die den Teig mechanisch vermengten. So war vor 2.000 Jahren eine römische Großbäckerei in der Lage, 36.000 Kilogramm Brot zu backen. Am Tag. Nördlich der Alpen ist die Herstellung von Hefeteig und daraus produziertes Brot vor etwa 2.700 Jahren nachgewiesen.

Quellen: www.tag-des-brotes.de, Wikipedia, Text: Jürgen Rösemeier

FocusFoto: Elena Schweitzer/Fotolia