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Brasilianisches Essen ist scharf und aromatisch © Valentyn Volkov/ iStock/ Thinkstock
Traditionelle Spezialitäten

Brasilianische Küche zur Fußball-WM 2014: Leckere Rezepte von traditionellen Spezialitäten

Passend zur Fußball-WM 2014 haben wir die brasilianische Küche genauer unter die Lupe genommen. Bei einem original brasilianischen Abend gibt es einige traditionelle Spezialitäten, wie Churrasco, die Sie nicht verpassen dürfen!

Wenn in den brasilianischen Stadien der Ball rollt, sitzt die Fangemeinde hierzulande gebannt vor den Bildschirmen. Wer zur eigenen Fußball-WM-Party original brasilianische Spezialitäten anbieten möchte oder wer einfach an den Essgewohnheiten anderer Länder interessiert ist, der darf vor Quibe, Cheiro Verde und Churrasco nicht halt machen. Scharf und aromatisch, mit kräftigen Kräutern und Gewürzen, und häufig mit Getreidearten gemixt, so lieben die Brasilianer ihr Essen, das spürbar von den verschiedenen Einwanderergruppen geprägt sind.

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Quibe ist eine typisch brasilianische Zwischenmahlzeit © Paul Brighton/ iStock/ Thinkstock

Quibe ist eine typisch brasilianische Zwischenmahlzeit © Paul Brighton/ iStock/ Thinkstock

Quibe

Für ca. 30 Stück benötigen Sie:

500g Hackfleisch
125g Bulgur
1 große Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
1 Bund Cheiro Verde ( Kräuterbund aus Minze, Petersilie, Schnittlauch und Koriander )
Salz, Pfeffer, Öl zum Frittieren

Bulgur über Nacht quellen lassen. Am nächsten Tag mit feingehackter Zwiebel, zerdrückten Knoblauch-zehen, gehackten Kräutern und Hackfleisch ver-mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Teig zu eiförmigen, länglichen Kugeln formen und in heißem Öl frittieren.

Quibe – der brasilianische Snack für Zwischendurch

Koriander ist das mit Abstand beliebteste Gewürz in Brasilien und wird gerne zusammen mit frischer Minze, Schnittlauch und Petersilie verwendet. In Brasilien heißt diese Mischung „Grüner Duft“ (Cheiro Verde). Sie sorgt zum Beispiel für den feinen Geschmack der Quibe, die Brasilianer gerne als Snack anbieten. Diese in Fett frittierten Bulgur-Hackfleischkroketten zeigen den arabischen Einfluss auf die brasilianische Küche und sind insbesondere in São Paulo bekannt. Ob diese allerdings auf der Speisekarte des deutschen Kaders stehen, ist eher fraglich. Schließlich kommen in den Fleischteig auch Knoblauch, das nach Koriander zweitwichtigste Gewürz in Brasilien, und Zwiebeln, die eher blähend wirken. Da sie besonders gut zu Bier schmecken, empfehlen sich die Quibe aber als kalte Zwischenmahlzeit zum Fußballschauen. Bessere Chancen, in den Mägen der deutschen Fußballer zu landen, haben brasilianische Gerichte wie Fischeintopf mit Gemüse und scharfen Chilischoten, die den Kreislauf anregen und eine leicht antibakterielle Wirkung haben.

Churrasco, das brasilianische Rindfleischgrillen, passt perfekt zu einem schönen Bier © Daniel Korzeniewski/ Hemera/ Thinkstock

Churrasco, das brasilianische Rindfleischgrillen, passt perfekt zu einem schönen Bier © Daniel Korzeniewski/ Hemera/ Thinkstock

Churrasco – brasilianisches Grillen am Fußballabend

Für alle, die von Deutschland aus bei der Fußball-WM mitfiebern, empfiehlt sich ein Barbecue mit brasilianischem Flair: Auf den Grill kommen mit Salz marinierte Rindersteaks, die, wie beim Churrasco üblich, über offenem Feuer gegrillt, anschließend in kleine Stücke geschnitten und auf einem großen Teller serviert werden. Dazu gibt es frische saisonale Salate und zum Nachtisch Obstsalat mit frischen Beeren aus hiesigem Anbau, gemischt mit exotischen Früchten wie Mango, Ananas und Banane. Das perfekte Getränk für heiße Fußballnächte  und für diejenigen, die kein Bier mögen, ist die alkoholfreie Variante des Caipirinha mit erfrischender Limette. Einfach den Cachaça durch Ginger Ale ersetzen und genießen.

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Brasilien ist drittgrößter Obstexporteur weltweit und versorgt vor allem den europäischen Markt mit Mangos, Ananas und anderem Obst. Dennoch essen die Brasilianer tatsächlich im Durchschnitt weniger Obst und Gemüse als die Deutschen. „Brasilien ist zwar einer der Favoriten dieser Fußball-WM, beim Obst und Gemüseverzehr haben wir jedoch mit täglich durchschnittlich mehr als 400 Gramm pro Kopf eindeutig die Nase vorn“, sagt Sabine Lauxen, Sprecherin der Obst- und Gemüsekampagne 5 am Tag.

Quelle: 5 am Tag, Wikipedia / Text: Christina Jung
Introbild: Vinicius Tupinamba/Hemera/Thinkstock