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Das häufige Windelwechseln ist eine gute Vorsorgemaßnahme ©James Woodson (Digital Vision)

Richtige Babypflege: Hilfe bei Windelausschlag!

Nahezu jedes Baby leidet einmal an der sogenannten Windeldermatitis. Es handelt sich dabei um einen Ausschlag im Umfeld der Windel, der durch den permanenten Kontakt der Haut mit Urin und Stuhl verursacht wird. Es entsteht eine Hautreizung, die eine Entzündung verursacht. Wie Sie diesen Hautausschlag erkennen und vorbeugen.

Ausschlag beim Baby kann auch für die Eltern nervenaufreibend sein ©iStockphotoAusschlag beim Baby kann auch für die Eltern nervenaufreibend sein ©iStockphoto

Kein schöner Anblick für Eltern, wenn das Baby quengelt und der Genitalbereich stark gerötet ist. Betroffen sind meist Babys zwischen dem neunten und zwölften Monat.

Säuglinge haben eine besonders sensible Haut, die anfällig ist für Reizungen und Entzündungen. Gerötete, geschwollene und nässende Haut mit Bläschen, Pusteln, Krusten und Schuppen sind die typischen Anzeichen für eine Windeldermatitis, auch Windelausschlag genannt. Die Hautirritationen breiten sich vom Gesäß über Genitalien, Unterbauch und der Innenseite der Oberschenkel aus, was vor allem beim Einnässen zu starken Schmerzen führen kann. Im Extremfalle kann der Ausschlag bluten, nämlich dann, wenn sich die Pusteln und Bläschen öffnen.

Ursache für diese Krankheit ist unter anderem das im Harn vorhandene Ammoniak. Findet der Windelwechsel nicht rechtzeitig statt, entstehen aggressive Gase, die zu Hautreizungen führen und den Säureschutzmantel angreifen. Durch die feuchte Wärme in der Windel finden Bakterien und Pilze ein ideales Klima, um sich ausbreiten zu können.

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Zudem wird der Stuhl des Babys aggressiver, wenn Verdauungsstörungen vorliegen, die Ernährung umgestellt wird oder das Zahnen beginnt.

Häufig Windeln wechseln

Experten empfehlen neben dem häufigen Windelwechsel das Auftragen einer schützenden Creme sowie eine Salbe aufzutragen, die die Entzündung hemmt. Auch zur Vorbeugung sind diese Maßnahmen gut geeignet.

Der Pobereich sollte mit lauwarmem Wasser möglichst schonend gereinigt werden und anschließend vorsichtig trocken getupft werden. Verzichten Sie auf Trockenföhnen, da dies zu Hautverbrennungen führen kann.

So oft wie möglich sollten Sie Ihr Baby eine bestimmte Zeit ohne Windel krabbeln oder liegen lassen.

Verzichten Sie auf Hautpflegemittel, die Alkohol oder chemische Stoffe enthalten, damit die Haut nicht zusätzlich gereizt wird. Hier eignen sich am besten Wasser-in-Öl-Emulsionen mit einem hohen Fett- und geringen Wasseranteil. Waschen Sie sich nach jeder Hautpflege ordentlich die Hände.

Es empfiehlt sich beim Auftreten eines Ausschlags den Arzt aufzusuchen, der die notwendige Therapie einleitet und entsprechende Medikamente verordnet. Nach einiger Zeit müsste sich die Entzündung zurückentwickeln und der Kleine ist wieder putzmunter. Trotzdem sollten Sie nicht solange warten, bis die Windel gewechselt wird. Sobald Sie merken, dass sie gefüllt ist, sollten Sie Ihr Baby von den entzündlichen Stoffen befreien, damit die Haut geschont wird. Weiterlesen…

Text : Peter Rensch
Bild: ©iStockphoto / ©James Woodson (Digital Vision)