1. Home
  2.  › Familie
  3.  › Finanzen

Wohin mit dem Geld? Sichere Geldanlagen mit hohen Zinsen

Sichern Sie nachhaltig Ihr Erspartes: An den Finanzmärkten befinden sich die Zinsen zwar auf Rekordtiefe. Sparer können trotzdem bei einigen Banken Ihr Geld zu guten Zinssätzen anlegen. Das ergab eine aktuelle Untersuchung der Zeitschrift Finanztest, die 94 Institute untersucht hat. Nachhaltigleben.de informiert über das Testergebnis und nennt die Spitzenreiter unter den Kreditinstituten.

Nachhaltige Finanzanlagen sind wichtig.

Die IKB direkt ist der absolute Spitzenreiter: 4 Prozent Zinsen erhalten Sparer für drei Jahre. Foto: © Fotolia

Die IKB direkt ist der absolute Spitzenreiter: 4 Prozent Zinsen erhalten Sparer für drei Jahre. Bei Abzug einer Inflationsrate von 2,5 Prozent (Oktober 2011) lohnt sich die Anlage und das Geld erfährt einen Wertzuwachs. Die meisten der getesteten Institute, nämlich 82 Banken, boten den Anlegern für Tagesgeld Zinssätze, die die Inflationsrate nicht übersteigen und somit für keinen realen Wertzuwachs sorgen. Legen Sparer Ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum fest und verzichten sie damit für die Anlageperiode auf den Zugriff des Kapitals, sind höhere Zinsen zu erzielen als bei Geld ohne Festzins. Für Festgelder und Sparbriefe mit einjähriger Laufzeit sind Zinssätze von bis zu 3,5 Prozent möglich. Dreijährige Laufzeiten können mit bis zu vier Prozent verzinst werden. Die Experten von Finanztest empfehlen zur Zeit keine noch längeren Laufzeiten, da die Zinsen nicht wesentlich höher sind. Hinzu kommt die Unsicherheit der Märkte. Eine Entwicklung der Zinsen ist langfristig nicht absehbar. Ein Totalverlust des Ersparten ist übrigens ausgeschlossen, da Anlagen bei einer Bank innerhalb der Europäischen Union bis mindestens 100.000 Euro gesichert sind (weitere Infos zum Testergebnis unter www.test.de). Beim Thema Geldanlage lohnt sich also durchaus der Vergleich. Das erstbeste Angebot der Bank sollte nicht gleich gebucht, sondern mit den Angeboten anderer Institute verglichen werden. Bevor Sie sich für eine Anlageform entscheiden sollten Sie einige Grundregeln beachten:

1. Feste Anlagen verringern Ihre Liquidität: Legen Sie das Geld für einen vereinbarten Zeitraum fest können Sie erst wieder nach Laufzeitende darüber verfügen. Sie erhalten zwar höhere Zinsen, haben jedoch keine Verfügung mehr über das Geld. Legen Sie das Geld also nur dann fest an, wenn Sie es in diesem Zeitraum tatsächlich nicht benötigen. Ansonsten müssen Sie eine notwendige Anschaffung hinauszögern oder mit Hilfe eines teuren Kredits finanzieren

2. Sicherheit ist wichtiger als hohe Zinsen: Gerade die zurückliegenden Krisen an den Finanzmärkten hat gezeigt, dass eine Zockermentalität beim Umgang mit Geld nachhaltig schmerzhafte Verluste bringen kann. Deshalb gilt: Finger weg von Geldanlagen, die Sie nicht verstehen. Derivate beispielsweise, die teilweise selbst für Finanzprofi nicht oder nur schwer zu verstehen sind, sollten mit höchster Vorsicht genossen werden und sind für Laien nicht geeignet. Auch die einst so sicheren Staatsanleihen haben teilweise Ihren guten Ruf in der Eurokrise verloren. Hier gilt: Genau hinschauen, welche Papiere und damit verbundene Länderrisiken dahinterstecken.

3. Sorgen Sie für einen guten Mix: Je nach Vermögensverhältnissen sollten Sie nicht Ihr ganzes Geld in einer einzigen Sparform anlegen. Wenn möglich sollten Sie aufteilen: Einen Teil in Festgeld oder Sparbriefen, einen Teil in Edelmetallen wie Gold und einen weiteren Teil beispielsweise in Immobilien. Damit streuen Sie Ihr Kapital und sorgen Verlusten vor.

Anzeige

4. Fonds beleuchten: Gerade in punkto Altersvorsorge werden gerne Fonds gewählt. Beachten Sie, dass auch Fonds Kursschwankungen unterliegen. Je nach Fondsart wird das Kapital in unterschiedliche Werte angelegt. Ein reiner Aktienfonds investiert beispielsweise nur in Aktie, ein Immobilienfonds in Immobilien und ein Mischfonds in unterschiedliche Anlageklassen. Vor Abschluss eines Fondsvertrages sollten Sie sich von Ihrem Kundenbetreuer intensiv beraten lassen und detailliert hinterfragen in welchen Branchen, Unternehmen und Papiere investiert wird.

5. Es geht um Ihr Geld: Denken Sie daran, dass es Ihr Verlust ist, wenn Ihr Vermögen „falsch“ angelegt wird. Sie sollten unbedingt einen Bankberater hinzuziehen, aber sich auch selbst über Anlageformen schlau machen. In der Finanzkrise haben einige Sparer Verluste erlitten, weil Ihnen der Inhalt der Geldanlage genauso wenig bekannt war wie die damit verbundenen Risiken. Geld anlegen ist kein Buch mit sieben Siegeln. Gehen Sie mit dem gesunden Menschverstand heran!

Text: Peter Rensch