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Kapitalmarkt

Nachhaltige Geldanlagen begeistern immer mehr Menschen

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zeigt in seinem „Bericht zum globalen nachhaltigen Anlagemarkt“, dass weltweit immer mehr Geld in Anlagen und Unternehmen investiert wird, die ethische, soziale und ökologische Aspekte als Grundlage haben.

Nachhaltige Energiegewinnung ist ein zentrales Thema im nachhaltigen Anlagemarkt ©Hemera

Nachhaltige Energiegewinnung ist ein zentrales Thema im nachhaltigen Anlagemarkt ©Hemera

 

 Investitionen in nachhaltige Geldanlagen

13,6 Billionen US-Dollar werden in nachhaltige Anlageklassen investiert, wie beispielsweise Fonds oder andere Finanzprodukte, die Themen wie Umwelt, Ethik und Ökologie im Fokus haben. Der Anteil in Europa liegt bei 65 Prozent. Das sind Ergebnisse des „Global Sustainable Investment Reviews 2012“, der als renommiertes Forum für nachhaltige Finanzen gilt. Der Bericht wurde gemeinsam mit den Sustainable Investment Foren (SIFs) AfricaSIF.org und SIF-Japan erarbeitet. Ob Europa, Schweiz oder den USA, überall lautet der Login für den Erfolg: Investitionen in nachhaltige Geldanlagen.

Der nachhaltige Markt für Geldanlagen in Deutschland konnte ein Wachstum um elf Prozent erzielen und immer mehr Banken sowie Sparkassen bieten ihren Kunden „Grüne“ Geldanlagemöglichkeiten an.

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Den Verkehr nachhaltiger machen ist leichter gesagt, als getan ©Ingram Publishing

Den Verkehr nachhaltiger machen ist leichter gesagt, als getan ©Ingram Publishing





 

Image und Transparenz wichtiger Entscheidungsgrund

Nicht nur die Banken der katholischen und evangelischen Kirchen oder Institute wie GLS, Triodos- oder Umweltbank haben die nachhaltige Entwicklung hin zu Investments erkannt. Wobei gerade die Kirchenbanken Pioniergeist gezeigt haben. Der Evangelische Kirchentag (EKD) hat u.a. beschlossen, dass Bankgeschäfte mit den Grundsätzen des evangelischen Glaubens vereinbar sein müssen Anleger achten immer mehr darauf, dass ihr Geld in „saubere“ Kanäle fließt. Neben einem guten Beratungs-Service vergewissern sich Verbraucher, dass die Bank auch transparent ist und über ein gutes Image verfügt. Gerade das Internet macht es möglich, dass Kunden online Dialoge führen, die Webseiten der Institute abrufen und sich mit Mitglieder beispielsweise der Genossenschaftsbanken austauschen und das Thema „Nachhaltige Investments“ diskutieren. Soziale Netzwerke machen Bankgeschäfte ebenfalls transparent. Hinzu kommen Verbraucher-Indexe, die Auskunft über die Hintergründe einzelner Anlageprodukte geben.

Vorbild für die zukünftigen Generationen sein ©Jupiter Images

Vorbild für die zukünftigen Generationen sein ©Jupiter Images








 

Schlüssel zum Erfolg ist die Nachhaltigkeit

Das Wissen der Kunden hat sich immens gesteigert und so sind auch im Banking Offenheit und Ehrlichkeit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor geworden. Nachhaltige Finanzprodukte müssen deshalb einem Beirat unterliegen, der prüft, ob einzelne Investments soziale, ökologische und ökonomische Qualitäten haben. Die Suche nach Unternehmen, egal ob AGs oder GmbHs, die beispielsweise in CO2-reduzierte Projekte investieren, werden immer stärker nachgefragt.

Das Business mit Geld ist härter geworden und so sprechen Banken wie Versicherungen von einem Kulturwandel. Selbst der Branchenprimus Deutsche Bank will zukünftig nachhaltiger werden, was das Image des Finanzplatzes Deutschland sicherlich gut tun würde. Zukünftig sollen auch die Bonuszahlungen und die Karrieren der Mitarbeiter langfristiger angelegt und auf nachhaltigere Aspekte ausgerichtet werden.

Die Zukunft heißt Nachhaltigkeit. Die Finanzkrise hat zu einem Umdenken geführt, Verbraucher sensibilisiert und die Finanzbranche zu einem Wandlungsprozess gezwungen. Die Anleger bestimmen den Markt und wenn die Nachfrage nach Nachhaltigkeit bei Investments steigt, werden Banken und Versicherungen diesem Trend nicht tatenlos zusehen können. Der nachhaltige Anlagemarkt wächst enorm und in den nächsten Jahren ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Das Passwort zum Erfolg im Banking lautet: Nachhaltigkeit.

Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Schreiben Sie eine Mail an verlag@ecowoman.de

Text: Peter Rensch
Bild: Hemera, Ingram Publishing, Jupiter Images