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Nachhaltigkeit und Private Equity: Gutes Gewissen und mehr Geld

Schon Christoph Columbus machte es 1492 – mittels Gelder einsatzfreudiger Menschen Amerika zu entdecken und das Geld der Anleger damit zu mehren. Erst viel später wurde hierfür der Begriff des Private Equity geprägt. Eine Studie zeigt heute, dass Nachhaltigkeit und Private Equity zwei erfolgreiche Partner sind.

Nachhaltige Geldanlagen sind im Trend.

Nachhaltigkeit und Private Euqity sind zwei erfolgreiche Partner. Foto: © Fotolia

«Private Equity bedeutet die außerbörsliche Bereitstellung von Eigenkapital für ein Unternehmen, das zunächst Kapital von Investoren benötigt, um zu einem späteren Zeitpunkt den wirtschaftlichen Erfolg mit den Kapitalgebern zu teilen. Das Konzept Private Equity ist eine Kapitalunterstützung auf Zeit.» Soweit das Bundesfinanzministerium zur Definition des Begriffs Private Equity. Ein verantwortungsbewusstes, nachhaltiges Investment kann zusätzliche Werte für alle Beteiligten schaffen und gleichzeitig Finanz- und Reputationsrisiken reduzieren.

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Geld oder gutes Gewissen? Es geht offensichtlich beides und Nachhaltigkeit und Private Equity scheinen keinen Widerspruch zu bilden. Dies geht aus einer Studie hervor die das Thema Nachhaltigkeit bei außerbörslichen Geldanlagen untersuchte. Durchgeführt wurde diese durch die Private-Equity-Gesellschaft Doughty Hanson & Co., die zusammen mit dem World Wide Fund for Nature, WWF. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Gesellschaften durch einen nachhaltigeren Investmentansatz höhere Erträge erzielen können.

Nachhaltigkeit gewinnt mehr und mehr an Bedeutung bei Private Equity

Nachhaltigkeit gewint immer mehr an Bedeutung im Finanzsektor.

Wer auf ökologische und soziale Aspekte achtet, die Prinzipien guter, nachhaltiger Unternehmensführung in seine Anlagestrategie integriert, der ist auf der sicheren Seite.  Foto: © Fotolia

Schon seit zehn Jahren zeichnet sich ab - das Thema Nachhaltigkeit gewinnt mehr und mehr an Bedeutung in diesem Anlagen-Sektor. Kein Wunder. Denn wer während des gesamten Investment-Zyklus bachhaltig agiert, reduziert seine Risiken bei gleichzeitiger Wertsteigerung seiner Anlage. Vorauswahl geeigneter Unternehmen, Halteperiode und Ausstieg, wer hier auf ökologische und soziale Aspekte achtet, die Prinzipien guter, nachhaltiger Unternehmensführung in seine Anlagestrategie integriert, der sei auf der sicheren Seite. Risiken werden somit reduziert und eine deutliche Wertsteigerung ist das Ergebnis besagt die Studie zu der Thematik «Private Equity» und «Nachhaltigkeit». Diese war als Metastudie angelegt, analysierte verschiedene Einzelstudien zu diesem Thema und fasste diese zusammen in dem «RCM Sustainability White Paper»

Kräftiges Plus bei integrierter Nachhaltigkeit hilft allen Seiten

«Wenn sie in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen investieren, können die Anleger einen Mehrertrag von 1,6 Prozent gegenüber den Investments in ausschließlich profitorientierte Firmen erzielen», zitieren die Autoren das kürzlich veröffentlichten Papiers. Dies läge vorranging an den nachhaltigen Regulierungsmaßnahmen der jüngsten Vergangenheit, die von den Gesellschaften nach und nach die Integration der ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien in ihr Kerngeschäft verlangen. Wer als Unternehmer die nachhaltigkeits-Kriterien konsequent in seine Unternehmensphilosophie integriert, dies frühzeitig umsetzt, ist für die Zukunft bestens gerüstet. Und der Konkurrenz im Zweifelsfall einen Schritt voraus. Und da Unternehmen erkannt haben, dass eine nachhaltige Unternehmensstruktur in allen Belangen sinnvoll ist, wird auch die Verbindung von Private Equity und Nachhaltigkeit in Zukunft eine interessante Möglichkeit von zuverlässigen Geldanalgen darstellen. Ökologische, ethische und soziale Verantwortung im unternehmerischen Handeln lohnt, auch in finanzieller Hinsicht.

Quelle: www.dasinvestment.com, www.bundesfinanzministerium.de

Text: Jürgen Rösemeier