Klimaschutz muss sein, CO2 Steuer und Grundeinkommen
CO2-Steuer

Sozialer Klimaschutz: Kann das funktionieren?

CO2-Steuer und bedingungsloses Grundeinkommen sind Themen, die seit geraumer Zeit kontrovers, aber unabhängig voneinander diskutiert werden. Jetzt gibt es den Vorschlag, beide zusammenzubringen – absurde Utopie oder zukunftsfähige Idee? Die Förderung des Klimaschutzes wäre jedenfalls garantiert.

Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) gibt es ebenso in allen Gesellschaftsschichten und auf allen Seiten des politischen Spektrums wie deren Gegner. Die Vorstellung eines pauschalen, nicht an Leistung gekoppelten Einkommens für Jeden fasziniert und erschreckt gleichermaßen. Ähnlich wie die CO2-Steuer.

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Zwei Fliegen mit einer Klappe?

Was die beiden miteinander zu tun haben? Wenn es nach der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) geht, eine ganze Menge, zumindest in der Zukunft. Der Verein schlägt nämlich vor, in Deutschland ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen und es durch eine CO2-Steuer zu finanzieren. Mit einer solchen Maßnahme könnten laut deren Befürwortern zwei Probleme gleichzeitig angegangen werden: Die zunehmende Arbeitslosigkeit und der voranschreitende Klimawandel.

Dahinter steht die Vorstellung, dass ein Lebenswandel, der viel CO2 verursacht, teurer sein muss als einer, bei dem die Umwelt weniger belastet wird. In den Augen der DGS ist das nur konsequent und eine wirksame Möglichkeit, den Klimaschutz voranzutreiben, wie es Ende 2015 in Paris als großes politisches Ziel formuliert wurde.

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Benzin wird teurer

Davon ausgehend, dass Steuern das Verhalten steuern, könnte eine CO2-Abgabe also möglicherweise tatsächlich zu einem umweltschonenderen Lebensstil beitragen und gleichzeitig Existenzängste mindern, wenn sie zur Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommens genutzt wird. Faktisch würde das eine Preiserhöhung bei fossilen Energien erfordern, Benzin würde also beispielsweise teurer werden.

Eine „Bierdeckelrechnung“ der DGS geht von einem Grundeinkommen von 500 Euro aus, zu dessen Finanzierung eine Abgabe von 50 Cent pro Kilogramm CO2 notwendig wäre. Nach dieser Rechnung würde ein Liter Benzin, der 2,4 Kilogramm CO2 verursacht, also mit einer Steuer von 1,20 Euro belastet. Ob ein solches Modell tatsächlich eine zukunftsfähige und praktikable Lösung ist, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt? Nun, der Vorschlag steht im Raum, die Diskussion ist eröffnet. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Quellen: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) Bild: depositphotos ArtRoseStudio ,Text: Ronja Kiefer