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Die Lautr'er Kaiserpfalzsteht symbolisch für die Stadt und ein verantwortungsbewusstes Handeln mit der Umwelt © Referat Kultur KL

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Klimafreundliche Westpfalz

Kaiserslautern wird klimafreundlich

Die Stadt in der Pfalz hat die Zeichen der Zeit erkannt. Kaiserslautern hat den Förderbescheid für das Programm „Energetische Stadtsanierung“ erhalten und baut seine klimafreundlichen Maßnahmen aus. 

Kaiserslautern setzt sich nicht nur im Fußball ehrgeizige Ziele. Die Stadt in der Pfalz hat sich vorgenommen die CO2-Emissionen bis zum Jahre 2020 um über 70 Prozent zu reduzieren. Oberbürgermeister Dr. Weichel erklärte jüngst, dass Kaiserslautern auf einem guten Weg sei, die Zielvorgaben zu erreichen. Um die ambitionierten Herausforderungen zu meistern sind öffentliche Fördergelder zwingend notwendig. So beantragte die Stadt Kaiserlautern im Rahmen ihres Kozeptes „Energetische Stadtsanierung“ finanzielle Unterstützung vom Land. Dem Antrag wurde stattgegeben und die klimafreundliche Stadt erhält Fördermittel in  Höhe von 76.500 Euro, die an die Baugenossenschaft Bahnheim eG überwiesen werden. Die Genossenschaft leistet laut Dr. Weichel mit ihrer Unterstützung weitreichende Maßnahmen, um die klimaschutzbasierte Wirtschaftsförderungsstrategie umzusetzen.

Teil des Klimaschutzkonzeptes in Kaiserlautern sind die Steigerung der energetischen Sanierungsquote und die Versorgung von denkmalgeschützten Gebäuden mit „grüner“ Fernwärme.

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Denkmalschutz und energetische Sanierung in Einklang bringen

Bei dem Sanierungsprojekt Bahnheim handelt es sich um eine etwa acht Hektar große Fläche mit 369 Wohnungen und 88 Gebäuden, die zwischen 1920 und 1950 gebaut wurden. Da sie unter Denkmalschutz stehen hatte man bisher keine energetischen Sanierungsmaßnahmen ergriffen. Die Energieverbrauchskennwerte sind dem entsprechend hoch und klimafeindlich. Mit dem innovativen Sanierungskonzept soll die Vereinbarkeit von Denkmalschutz und größtmöglicher Energieeinsparung im Wärmebereich erzielt werden und zwar realistisch und wirtschaftlich. Um diese Ziele zu erreichen wurde die Gesamtenergiebilanz von Bahnheim errechnet und ein Maßnahmenkatalog erarbeitet sowie realisierbare Sanierungsszenarien entwickelt.

Bevölkerung wird mit eingebunden

Die Ergebnisse werden anschließend mit den Bewohnerinnen und Bewohnern besprochen sowie diskutiert. Finanz- und Bauminister Kühl, der den Förderbescheid übermittelte machte deutlich, dass ihm der Erhalt des Bestandes und die gleichzeitige Einbindung der Bevölkerung von größter Bedeutung sei. Der Oberbürgermeister  wies darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger in die Gestaltung der Aktionspläne ebenso integriert werden wie in die Erarbeitung der Handlungskonzepte. Hierfür werde ein spezielles Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit entworfen.

Kaiserslautern übernimmt mit diesem Projekt eine vorbildliche Rolle bei der Städteplanung. Im Zuge der Energiewende spielt das Thema Energieeffizienz eine ganz entscheidende Rolle. Am Beispiel Kaiserslautern sieht man deutlich wie wichtig es ist, dass Land, Stadt und Bevölkerung an einem Strang ziehen und gemeinsam die Baumaßnahmen tragen.

Text: Peter Rensch