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Mainzer_Leichhof
Trinkwasser

Mainzer Trinkwasser ist das teuerste

Trinkwasser ist ein kostspielige Angelegenheit, vor allem aber in Mainz. Eine Erhebung von mehr als 30 Wasserversorgern in der Rhein-Main-Region ergab, dass Verbraucher beim teuersten Anbieter für die gleiche Menge fast dreimal so viel zahlen müssen wie beim günstigsten. Im Städtevergleich liegt Mainz sowohl beim Grundpreis, als auch beim Kubikmeterpreis weit im oberen Bereich. Überraschend: Die Wiesbadener zahlen weniger.

Es ist ein immerwährendes Duell. Lediglich durch den Rhein getrennt, liegen die Hauptstädte von Rheinland-Pfalz und Wiesbaden dicht beieinander. Ein Vergleich liegt nahe. So beispielsweise auch bei den Lebensumständen: in Wiesbaden wohnt man etwas teurer, in Mainz sind darüber hinaus auch die Unterhaltungskosten niedriger.  Doch nun folgt die Überraschung: Wer in Mainz frisches Trinkwasser haben will, der muss kräftig in die Tasche greifen. Denn in Wiesbaden ist Frischwasser tatsächlich günstiger.

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Auch wenn in Mainz vieles günstiger ist, so hält es mit seinem Trinkwasserpreis die Latte doch weit oben. So muss man in einem Haushalt mit vier Personen bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 150 Kubikmetern in Mainz stolze 439,34 Euro zahlen. Dabei schlägt schon der Grundpreis (abhängig von der eingebauten Zählergröße) in dieser Beispielrechnung mit 119, 84 Euro zu Buche, pro Kubikmeter Wasser rechnen die Stadtwerke 2,13 Euro mit den Kunden ab. Für den Ein-Personenhaushalt kommt es jedoch noch dicker: Bei einem Verbrauch von 40 Kubikmetern Wasser muss man jährlich 205 Euro locker machen.

Dernsches_Gelände_WiesbadenDer Wochenmarkt auf dem Dern'schen Gelände in Wiesbaden © Wiesbaden Marketing GmbH

Wiesbadener Trinkwasser ist günstiger

Blickt man über den Rhein, dann werden sich so manche Verbraucher wundern. Denn die allgemein teurere hessische Hauptstadt Wiesbaden ist in puncto Trinkwasser tatsächlich günstiger. Auch wenn eine vierköpfige Familie immerhin auch 403,43 Euro hinblättern muss, zeigt sich der Unterschied im Singlehaushalt am deutlichsten. Bei gleichem Verbrauch muss pro Jahr lediglich 126,84 Euro gezahlt werden.

Auch wenn die Wiesbadener mit 2,51 Euro pro Kubikmeter mehr als die Nachbarstadt zahlen, so haben sie doch beim Grundpreis einen deutlichen Vorteil. Bei einem Gerät gleicher Größenordnung beträgt die Zählergebühr in Wiesbaden lediglich 26,26 Euro.

Quelle: Allgemeine Zeitung / Text: Christina Jung