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Hamburg, Umwelthauptstadt 2011, setzt  stark auf erneuerbare Energien.

Umwelthauptstadt Europas 2011: Hamburg wird nachhaltig

Hamburg hat Vorbildcharakter für Klimaschutz in Europa. Der norddeutschen Metropole gelingt es trotz wachsender Hafen- und Industriewirtschaft, mehr klimaschädliches CO2 einzusparen als alle anderen Europäer. Mehr noch, Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent sinken.

Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es viele Projekte, die sich durch ihren Beispielcharakter auszeichnen, und die ersten Stationen auf dem Weg zum Klimaziel hat Hamburg bestens gemeistert. Die Hansestadt und die Wirtschaft haben 2010 alleine 720.000 Tonnen CO2 eingespart. Das ist mehr als nötig gewesen wäre, um die festgelegte Zwischenetappe für 2012 zu erreichen. Einen großen Anteil an diesem Erfolg hat die Stadt dem Engagement der Wirtschaft zu verdanken. Die Vorgeschichte: 2007 verpflichteten sich elf Unternehmen auf freiwilliger Basis, ihren Energieverbrauch durch zusätzliche Investitionen zu senken. Bis Mitte 2010 konnten die beteiligten Firmen so ihre CO2-Emissionen um beachtliche 330.000 Tonnen reduzieren, 30.000 Tonnen CO2 mehr als geplant.

HafenCity – Musterbeispiel für nachhaltige Stadtentwicklung

Das größte innerstädtische Stadtentwicklungsvorhaben in ganz Europa ist die Hamburger HafenCity. Dieser neue Stadtteil wird die Innenstadt Hamburgs um 40 Prozent vergrößern. Die Besonderheit ist, dass der neugegründete Stadtteil nachhaltig geplant wurde und auf ehemaligen Hafen- und Industrieflächen entsteht. Nachhaltig, weil unter anderem keine neuen Flächen versiegelt werden und die bestehende City ist bequem per Bus, Fahrrad oder zu Fuß erreichbar. Doch dem nicht genug: Die neuen Gebäude vereinen spektakuläre Baukunst mit innovativer umweltfreundlicher Bauweise, für die sogar ein eigenes, bundesweit eingeführtes Umweltsiegel entwickelt wurde.

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Viele nachhaltige Projekte in der Stadt reduzieren CO2-Ausstoß überdurchschnittlich.

Viele nachhaltige Projekte in der Stadt reduzieren CO2-Ausstoß überdurchschnittlich. Foto: mediaserver.hamburg.de

Klimaneutral soll auch der Stadtteil Wilhelmsburg werden. Auf Europas größter Flussinsel wächst ein weltweit einzigartiges Projekt. Die Basis wird im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Hamburg im Jahre 2013 gelegt. Gegenüber vergleichbaren Vorhaben anderer Städte setzt Hamburg dabei weniger auf Neubauten, sondern recycelt bevorzugt bebaute Flächen. Bestandsimmobilien werden energetisch saniert. Mehr als 55.000 Einwohner werden von diesem umfassenden Wandel direkt profitieren. Der Stadtteil soll seinen Energiebedarf künftig vor allem aus lokalen Quellen decken.

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Hamburger Senat: Ressourcenschutz in Unternehmen gefördert

Doch Hamburg macht weitaus mehr für den Klimaschutz: Mit dem Förderprogramm «Unternehmen für Ressourcenschutz» unterstützt der Hamburger Senat Firmen bei der Realisierung von Umweltschutzmaßnahmen – mit monetärer Hilfe durch Fördermaßnahmen, durch Beratung und mittels praktischer Unterstützung. Denn oft fehlt es Unternehmen nicht nur an der finanziellen Basis für den Umweltschutz, sondern vor allem an Know-how, Fachpersonal und Zeit. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie befand dieses breite Förderspektrum als «im europäischen Vergleich vorbildlich».

Quelle: www.train-of-ideas.net / Hamburg Marketing GmbH, Text: Jürgen Rösemeier