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Unsere Wälder brauchen Hilfe
Wunder Wald

Wunderbare Wälder - Hilf mit sie zu schützen

Bäume halten unsere Welt am Leben, sie produzieren Sauerstoff, liefern uns Baustoffe, Energie und sogar Medizin. Sie werden so alt, groß und hoch wie sonst kein anderer Erdenbewohner. Ist es nicht merkwürdig, dass wir so wenig von ihnen wissen?

Sie gehören zu den Lebewesen dieser Erde, ohne die menschliches Leben nicht möglich wäre. Unser prächtiges globales Gedeihen verdanken wir den Bäumen. Wir atmen die von ihnen erfrischte und mit Sauerstoff angereicherte Luft, trinken das Wasser, dessen Säuberung und Kreislauf zum größten Teil von ihnen abhängen. Unseren Vorfahren halfen die Bäume sogar, sich immer besser und sicherer zu ernähren – dank des Feuers, das ohne ihr Holz nicht erfunden worden wäre.

Aus Holz bauten Menschen Burgen und Brücken, Waffen und Werkzeuge und bis heute ist Holz einer der wichtigsten Rohstoffe. Kaum zu glauben, dass wir derweil im 21. Jahrhundert angekommen sind und immer noch so wenig über Bäume wissen. Erst 2015 haben Wissenschaftler endlich einmal nachgezählt und bekanntgegeben, dass es angeblich drei Billionen Bäume auf der Welt gibt. Sie waren selbst erstaunt ob der hohen Zahl, die sie dank Satellitenbildern, Bestandsaufnahmen von Wäldern und Computerberechnungen herausbekommen haben. Ob die Zahl so stimmt, kann allerdings bezweifelt werden – in Anbetracht der zahlreichen unterschiedlichen Ergebnisse von Waldinventuren.

Regenwald in SüdamerikaIst die Ressource Holz unerschöpflich?

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Im Zahlendschungel sind Wälder die großen Verlierer

Zahlen scheinen nicht die Lösung zu sein, wenn es darum geht, den Überblick über die Bäume und Wälder dieser Welt zu gewinnen. Je nachdem, wer zählt, kommen unterschiedliche Zahlen heraus. So behauptet die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), die weltweite Abholzung verlangsame sich. In ihrem Weltwaldbericht 2015 belegt sie mit Zahlen, dass seit 1990 rund 130 Millionen Hektar Wald weniger gerodet wurden als in den Jahrzehnten davor. Die FAO verkündet sogar ein Wachstum der Wälder in Europa und Asien und stellt China als Aufforster Nummer eins vor – ohne zu erwähnen, dass hier hauptsächlich Monokulturen gepflanzt werden, die kaum den Namen „Wald“ verdienen.

Wie geht es unseren Wäldern wirklich?

Fakt ist: Unsere Wälder sind die Verlierer der globalen Wirtschaft.

Die US-Online-Plattform Global Forest Watch zählt ebenfalls regelmäßig nach und erklärt die Wälder zu den großen Verlieren. Dieser Sicht schließt sich die US-Universität Maryland an. Ihre Forscher betrachteten Satelliten-Bilder und kamen zu dem Schluss, dass zwischen 1990 und 2010 mehr Bäume abgeholzt wurden als je zuvor. Greenpeace kam bei der Recherche für die Waldwildniskarte zu einem deprimierenden Fazit: „Über 104 Millionen Hektar (8,1 Prozent) der letzten weltweit verbliebenen intakten Waldwildnisflächen wurden innerhalb der letzten dreizehn Jahre zerstört.“

Wie viele Bäume machen einen Wald?

Es ist offensichtlich nicht leicht, Bäume zu zählen und Wälder zu inventarisieren. Unter anderem, weil die Definition von Wald mehrdeutig ist. Sind Plantagen Wälder? Oder sollten nur die naturnahen oder gar wilden Wälder tatsächlich diesen Namen tragen? Wie viele Bäume müssen zusammenkommen, um als Wald durchzugehen?

Nach §2 Bundeswaldgesetz ist Wald „jede mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche. Als Wald gelten auch kahlgeschlagene oder verlichtete Grundflächen, Waldwege, Waldeinteilungs- und Sicherungsstreifen, Waldblößen und Lichtungen, Waldwiesen, Wildäsungsplätze, Holzlagerplätze sowie weitere mit dem Wald verbundene und ihm dienende Flächen.“ Aha. Konzentrieren wir uns also aufs Wesentliche: die Bäume. Denn eins ist klar: Ohne Bäume gibt es keinen Wald.

Menschen haben Zahl der Bäume fast halbiert

Die Wissenschaftler, die die drei Billionen Bäume ausgemacht haben, kommen von der renommierten Yale University und haben noch mehr und weiter gedacht: Pro Mensch gibt es laut ihren Berechnungen 422 Bäume. Das gilt aber nur global gesehen. Sieht man sich die einzelnen Länder an, dann kommen wir Deutschen zum Beispiel auf lediglich 100 Bäume pro Bundesbürger. Ähnlich bescheiden sieht es für Ungarn, Chinesen und Bewohner der Dominikanischen Republik aus. Ein Norweger hingegen kann, so die Yale-Expertise, mit 3 000 Bäumen pro Kopf rechnen, ein Russe mit rund 4 500 und ein Bolivianer sogar mit 5 400.

Mischwald in PanamaUnsere Wäder verdienen mehr Respekt, denn ohne sie können wir nicht leben.

Warum diese Berechnungen mehr als eine wissenschaftliche Beschäftigungsmaßnahme sind, erklärt sich mit der Umweltzerstörung. Seit es die Menschen mit ihren einnehmenden Wesen und sogenannten Hochkulturen geschafft haben, sich die Erde untertan zu machen, haben sie die Zahl der Bäume fast halbiert. Bedenkt man zudem alle anderen Umweltbelastungen, müssen wir uns ernsthaft Gedanken darüber machen, wie wir die Welt vor uns selbst retten können. Die Baumpopulation richtig einzuschätzen, kann dabei entscheidend sein – wie bei den Hochrechnungen zum Klimawandel. Denn wir müssen schließlich wissen, wie viele Bäume wir noch haben und brauchen, um Kohlenstoff zu binden und die Wasser- und Luftqualität zu erhalten beziehungsweise zu retten.

Dabei könnten auch Schockmeldungen wie diese helfen: „Wir schätzen, dass die Entwaldung, Landnutzungs-Veränderungen, Forstmanagement und andere Störungen für den Verlust von rund 15,3 Milliarden Bäumen jährlich verantwortlich sind", sagt der Erstautor der Yale-Studie, Thomas Crowther. Umgerechnet bedeutet das: Für jeden Menschen der Welt werden jedes Jahr zwei Bäume  gefällt. Hochgerechnet auf ein in Deutschland durchschnittlich langes Leben von 80 Jahren, müssen wir uns bewusst sein, dass für jeden von uns 160 Bäume ihr Leben lassen, bevor wir selbst das Zeitliche segnen, also 60 mehr, als uns eigentlich hierzulande pro Kopf zur Verfügung stehen!

Viele Bäume stehen auf der Roten Liste

Die Vernichtung der Wälder ist besonders in Lateinamerika eine Katastrophe: 36 bis 57 Prozent der Baumarten im Amazonasbecken müssen als gefährdet eingestuft werden, warnen Wissenschaftler der Universität Leiden. Ihre Analysen zeigen, dass durch die zunehmende Vernichtung der Regenwälder ganze Baumarten aussterben könnten. Allein durch die Entwaldung des Amazonas steige die Zahl der weltweit bedrohten Pflanzenarten um etwa 22 Prozent.

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Die niederländischen Forscher untersuchten 15 000 Baumarten und stufen davon so beeindruckende Urwaldbewohner wie den bis zu 50 Meter hohen Paranussbaum als gefährdet ein. Aber auch den Kakaobaum und die Kohlpalme, Euterpe oleracea, deren Früchte als Nahrung dienen, gibt es in den Regenwäldern immer seltener. Die Wissenschaftler halten es für wahrscheinlich, dass ein Großteil der mehr als 40 000 tropischen Baumarten global gefährdet ist.

Machen Sie Wald!

Während Umweltverbände verstärkt zum Schutz unserer Regenwälder aufrufen, hat ein Bonner Unternehmen in über 22 Jahren mehr als 9,5 Millionen Bäume gepflanzt – durch das Investment seiner rund 18.000 Kunden, die ihr Geld auf diese Weise nachhaltig und rentabel anlegen. ForestFinance forstet im Namen seiner Investoren ehemalige Brachflächen auf und lässt sie zu Wäldern heranwachsen, die Artenvielfalt, Wasser- und Bodenqualität wiederherstellen. Da bei der finalen Ernte kein Kahlschlag betrieben wird, entsteht langfristig ein neuer tropischer Mischwald, der wichtigen Lebens- und Schutzraum für Tiere und Pflanzen bietet. Von diesem nachhaltigen Waldwirtschaftssystem profitieren letztlich alle Beteiligten – die Natur, die Menschen vor Ort und natürlich die Investoren. 

Wald selber machenFinanceForest ermöglicht Aufforstungen rund um die Welt.

Was als „grüne Idee“ begann, ist heute zu einem internationalen Unternehmen herangewachsen: Mittlerweile managt ForestFinance rund 17 500 Hektar Fläche in Panama, Kolumbien, Peru, Vietnam und Deutschland; mehr als 7 250 Hektar davon wurden bereits aufgeforstet. ForestFinance ist davon überzeugt, dass der dauerhafte Schutz und Aufbau ökologischer, nachhaltig bewirtschafteter Wälder ein sinnvoller und richtiger Ansatz ist, profitbeherrschte Forstwirtschaft sowie die Abholzung und Zerstörung unserer Regenwälder langfristig zu verhindern. Machen Sie Wald – weitere Informationen erhalten Sie unter www.forestfinance.de.

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Quellen: ForestFinance Gruppe, Bild: ForestFinance Gruppe, Depositphotos/mangostock/nd300, Text: ForestFinance Gruppe/Ronja Kieffer