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Code of Survival - die Geschichte vom Ende der Gentechnik
Film-Tipp

Ist die Gentechnik bald am Ende?

Weltweit versprüht Monsanto jedes Jahr Millionen Tonnen Glyphosat. Die Folge: Auf den harten Böden wächst nur noch resistentes Unkraut. Ein neuer Film jedoch zeigt mit eindrucksvoller Montagearbeit drei Projekte, die beweisen, dass es auch anders geht.

Eigentlich solle man seinen besten Anzug anziehen, wenn man auf den Acker geht, um seiner Ehrfurcht vor dem Boden Ausdruck zu verleihen, meint Bio-Bauer Franz Aunkofer im Film. Mit seinem Biohof bei Regensburg war er 1980 einer der ersten Bauern in Deutschland, die auf Landwirtschaft ohne Gift und im Einklang mit der Natur setzten. Der Verzicht auf Pestizide wie Monsantos „Roundup“, das als Hauptwirkstoff das hochumstrittene Glyphosat enthält, sorgt jedoch schon längst nicht mehr für Einbuße bei der Ernte: Aunkofer erwirtschaftet heute praktisch denselben Ertrag wie seine Kollegen im konventionellen Anbau.

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Drei beeindruckende Projekte in Deutschland, Ägypten und Indien

Die Pionierarbeit von Aunkofer ist nur eines von drei Beispielen, die in dem neuen Film „Code of Survival — Die Geschichte vom Ende der Gentechnik“ präsentiert werden und die zeigen, dass es eine Alternative zur konventionellen Landwirtschaft gibt. Mit eindrucksvoller Montagearbeit vergleicht der neue Film von Bertram Verhaag wie kein anderer zuvor die industrielle und biologische Landwirtschaft. In dem Film werden der industriellen Landwirtschaft in den USA, wo Unkrautvernichter für harte Böden sorgen, auf denen irgendwann nur noch resistentes Unkraut wächst, drei nachhaltige Projekte aus Deutschland, Ägypten und Indien gegenüber gestellt.

Der Zuschauer lernt in dem Film nicht nur den unbeugsamen Bayer kennen, sondern auch den alternativen Nobelpreisträger Ibrahim Abouleish aus Ägypten, der vor 40 Jahren auf 70 Hektar Wüste nordöstlich von Kairo seine biologische Farm gründete. Sein Projekt SEKEM zeigt eindrücklich, wie mit biologisch-dynamischer Landwirtschaft selbst aus Wüste fruchtbarer Boden werden kann.

In Indien hingegen rettet die ökologische Landwirtschaft eine ganze Region. Der Zuschauer reist mit den Filmemachern in die überwältigende Berglandschaft von Darjeeling im Nordosten des Landes. Vor Jahren erkrankten hier die Teegärten durch den Einsatz von Kunstdünger. Indem die Plantagenbesitzer auf eine ökologische Anbauweise umsteigen, kann das Abrutschen der Teegärten jedoch verhindert werden.

In Indien rettet die ökologische Landwirtschaft eine ganze Region

Die Besitzer der Ambootia Teeplantage in Indien steigen auf eine ökologische Anbauweise um

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Worin liegt der „Code of Survival“?

Der gut 90 Minuten lange Film, der seit dem 1. Juni 2017 im Kino läuft, kontrastiert die Folgen der konventionellen Landwirtschaft und die heilende Kraft des ökologischen Anbaus und wirft die Frage auf, worin letztlich die Formel des Überlebens auf unserem Planeten — der „Code of Survival“ — liegt. 

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Quellen: Filme für die Erde, Denkmal Film, Bilder: Denkmal Film, Text: kle