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Die Anti-Atomkraft-Bewegung nach Fukushima
Fuhushima Jahrestag

Die Anti-Atomkraft-Bewegung nach Fukushima

Im März ist die Nuklearkatastrophe von Fukushima acht Jahre her. Für die Menschen vor Ort sind die entsetzlichen Folgen des Vorfalls bis heute präsent. Doch wie genau erging es den japanischen Bürgern nach dem Atomunglück und wie blicken sie in die Zukunft?

Wir erinnern uns zurück: Am 11. März 2011 kam es im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zu massiven Störungen, ausgelöst durch ein heftiges Erdbeben mit anschließendem Tsunami. Bevor Gegenmaßnahmen das Kraftwerk wieder in einen kontrollierten Zustand bringen konnten, führten Explosionen zur Langzeit-Katastrophe: Freigesetzte radioaktive Substanzen gelangten in die Atmosphäre und ins Wasser. Der Vorfall ist in Stufe 7 „Katastrophaler Unfall“ eingestuft – das ist die höchstmögliche Stufe der internationalen Meldeskala INES. Entsprechend waren und sind die Folgen für Umwelt, Menschen und Tiere verheerend.

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Unser Buchtipp: „Sayonara Atomkraft“

Sayonara Atomkraft

EB-Verlag, ISBN 978-3-86893-261-4

Heute, gerade mal acht Jahre nach dem atomaren Supergau, stellen sich immer noch viele Fragen: Wie ist die derzeitige Situation in den betroffenen Gebieten? Wie sieht der Widerstand in Japan gegen Atomkraft aus? Und welche Rolle spielen die 2020 in Tokio geplanten Olympischen und Paralympischen Sommerspiele für das Land? Der Journalist und Wissenschaftler Andreas Singler geht diesen Fragen in seinem Buch „Sayonara Atomkraft – Proteste in Japan nach ‚Fukushima’“ auf den Grund. Das Werk entstand in Kooperation mit dem Institut für Japanologie der Universität Frankfurt am Main und versammelt Reportagen, Interviews und Übersetzungen zur japanischen Atomkatastrophe. Der Autor sieht in „Fukushima“ keine rein japanische Katastrophe. Vielmehr seien die Ursachen sowie die Fehler, die in ihrer Folge gemacht wurden, kennzeichnend für eine weltweite Risikogesellschaft. Dem Klischee, Japan sei ein Land ohne Protestkultur, setzt Andreas Singler ein differenziertes Bild entgegen. Denn während seiner Recherchen begegneten ihm Menschen, die für den Atomausstieg kämpften und immer noch kämpfen – eine japanische Anti-Atomkraft-Bewegung.

Buchtrailer von „Sayonara Atomkraft – Proteste in Japan nach ‚Fukushima’“ (EB-Verlag):

Quellen: Bundesamt für Strahlenschutz; www.andreas-singler.de, Bilder: Depositphotos/TKKurikawa, Text: red

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