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Nachhaltigkeit soll in allen Schulen fächerübergreifend auf den Lehrplan
Klimaschutz - Politik braucht Nachhilfe

Klimaschutz - Politik braucht Nachhilfe

Die Jugend wird vom politischen Geschehen weitgehend ausgeschlossen. Demonstrationen zum Klimaschutz wie "Fridays for Future" drücken ihre Unzufriedenheit darüber aus. Das sagen Mitglieder des Jugendgremiums youpaN und fordern jetzt verpflichtende Fortbildungen in Sachen Nachhaltigkeit für Politik und Lehrkräfte.

Seit 2017 berät das Jugendgremium youpaN, koordiniert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dahingehend, wie unser Bildungssystem ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit lehren kann. Dabei gilt es, das Aktionsprogramm “Bildung für nachhaltige Entwicklung” der Vereinten Nationen in Deutschland umzusetzen.

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Für die Mitglieder des youpaN werden "junge Menschen nach wie vor in unserer Gesellschaft klein gehalten". Ein deutliches Zeichen dafür sei die Bewegung "Fridays for Future", mit der die Jugendlichen derzeit ihrer Unzufriedenheit gegenüber dieser Tatsache Ausdruck verleihen. Das youpaN hat nun eine Reihe von Forderungen aufgestellt, um die aktuelle Situation zu entschärfen und sich einer umfassenden, nachhaltigen Zukunftsbildung anzunähern.

Was fordert das youpaN?

Um „in ihrer Vorbildfunktion zukunftsweisend vorangehen“ fordert youpaN von Politik, Wirtschaft und Lehrkräfte grundlegende Fortbildungen in Sachen Nachhaltigkeit. Nur so sei der Weg offen, für ein flächendeckendes Konzept, nachhaltiges Denken und Handeln fächerübergreifend in der Schule zu fördern. Dies schaffe auch eine Basis, um junge Menschen früher in Entscheidungsprozesse einzubeziehen und an nachhaltiger Entwicklung teilhaben zu lassen. Dahingehend verlangt youpaN als ersten Schritt bundesweit Jugendzukunftsräte nach dem Vorbild Baden-Württembergs und ein massives Umdenken in den Schulen. Nicht allein aus Sicht der Jugendlichen wäre es wünschenswert, die Bildung nachhaltiger Entwicklung interdisziplinär in alle Lehrpläne zu integrieren und ein umsetzungsorientiertes Lernen in den Mittelpunkt zu stellen. Geschehen könnte dies beispielsweise, über Arbeitsgemeinschaften von Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften, die Ideen für Nachhaltigkeit in ihrer Schule und darüber hinaus entwickeln.

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UN-Nachhaltigkeitszielen Gehör verschaffen

Eine umfassende Verankerung der  UN-Nachhaltigkeitsziele wie Armutsbekämpfung oder Klimaschutz könne zudem nur über eine weitere Demokratisierung des Schulsystems vorangetrieben werden. Das beginnt bei regelmäßigen Schulversammlungen vor Ort, einer besseren Unterstützung der Schüler*innenvertretungen auf Landesebene und geht bis zu den Bildungsministerien, gestützt durch eine "beherzte Selbstverpflichtung", die Forderungen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern zu realisieren.

Quellen: Stiftung Bildung, Bilder: Depositphotos/mangostock, Text: Tine Esser

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