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Malala Yousafzai
STARKE FRAUEN DIE WIR BEWUNDERN

Malala kämpft für das Recht auf Bildung

Malala aus Pakistan ist eine mutige junge Frau mit bewegender Geschichte: Mit 15 wurde sie Opfer eines Attentats, das sie nur knapp überlebte. Ein Jahr später gründete sie in England eine Wohltätigkeitsorganisation. 2014 erhielt sie den Friedensnobelpreis.

Malala Yousafzai kämpft seit ihrer Jugend für das Recht auf Bildung für Mädchen und Frauen – insbesondere in ihrer Heimat Pakistan sowie in Afghanistan, Brasilien, Indien, Libanon, Nigeria und der Türkei.

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Malalas starker Einsatz

2013 gründete Malala die gemeinnützige Organisation Malala Fund. Gemeinsam mit ihrem Vater Ziauddin Yousafzai, den sie als ihren Verbündeten sowie als Inspiration sieht. Mit ihrem Langzeitprojekt möchte Malala jedem Mädchen die Chance auf Bildung ermöglichen. Sie wünscht sich freie, sichere und gute Bildung für jedes Mädchen rund um den Globus. Das ist Malalas Ziel. Dafür reist sie in fremde Länder und trifft dort Mädchen und junge Frauen, die trotz Armut, Kriegen und Diskriminierung dafür kämpfen, zur Schule gehen zu dürfen. Ihre Organisation Malala Fund investiert in Pädagogen, Anwälte und Aktivisten vor Ort und sorgt dafür, dass Zusagen und Versprechen den Mädchen gegenüber eingehalten werden. Die Wohltätigkeitsorganisation bietet Mädchen weltweit zudem eine Plattform für ihre Geschichten. Damit sie gehört werden – genauso wie Malalas Geschichte.

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Die Geschichte einer mutigen jungen Frau

Malala Yousafzai wurde 1997 in Pakistan geboren. Und der Wunsch nach Bildung schien ihr bereits in die Wiege gelegt mit einem Lehrer bzw. Leiter einer Schule als Vater. Malala ging gerne zur Schule. Doch als die Taliban eines Tages ihr Heimatdorf in Swat Valley einnahmen, änderte sich alles. Die Extremisten hingen viele Verbote das private Leben betreffend auf, mit der Androhung harter Strafen. So durfte man zum Beispiel keinen Fernseher besitzen. Doch viel schlimmer für Malala war die Forderung, dass Mädchen nicht länger zur Schule gehen sollten. Nachdem Malala sich öffentlich zu ihrem Wunsch nach einem Recht auf Bildung für Mädchen bekannt hatte, wurde sie im Jahr 2012 zur Zielscheibe der Taliban und Opfer eines Attentats. Ein maskierter Mann schoss ihr im Schulbus in den Kopf. Damals war sie gerade einmal 15 Jahre alt.

Sie überlebte den Angriff und wachte einige Tage später in einem Krankenhaus in England auf. Dort war sie sicher und konnte sich in Ruhe erholen. Nach ihrer Genesung begann sie gemeinsam mit ihrer Familie ein neues Leben in Großbritannien. Doch sie dachte nicht daran, sich zurückzuziehen – sondern hielt an ihrer Vision fest und beschloss, weiter zu kämpfen. Und zwar so lange, bis jedes Mädchen das Recht auf Bildung hat. Im Dezember 2014 erhielt Malala Yousafzai den Friedensnobelpreis für ihren starken Einsatz. Für sie selbst hat sich ihr Kampf gelohnt: Heute studiert sie Philosophie, Politik und Wirtschaft an der Oxford Universität. Und für alle anderen Mädchen, denen der Zugang zu Bildung noch verwehrt ist, kämpft sie weiter. 

Quellen: www.malala.org, Bilder: Depositphotos/EnginKorkmaz, Text: Emi Baier

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