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Globale Zusammenarbeit zum Schutz der Meere
Meeresschutz

Globale Zusammenarbeit zum Schutz der Meere

Die Erdoberfläche besteht – wie der Mensch – zu größten Teilen aus Wasser. Umso wichtiger, dass die Weltmeere geschützt und nachhaltig genutzt werden. Bei der ersten Meereskonferenz präsentierten Nachhaltigkeitsforscher nun ihre aktuellen Untersuchungen. 

Bei der UN-Ozean-Konferenz Anfang Juni gab das Forscherteam des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) gemeinsam mit Partnern einen aktuellen Bericht zum Schutz der Meere bekannt. Empfehlungen zur nachhaltigen Nutzung der Ozeane wurden ebenfalls miteingebracht. Dabei lag der Fokus auf regionalen Kooperationen der Küstenstaaten. Denn nur wenn die wassernahen Staaten zusammenarbeiten, können unsere Meere langfristig geschützt werden.

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Regionale Zusammenarbeit

Die Herausforderungen und Möglichkeiten regionaler Zusammenschlüsse wurden von den Forscherinnen und Forschern analysiert. Ein Bündnis afrikanischer Länder gegen illegale Fischerei und eine Initiative asiatischer Inselstaaten, die sich für den Schutz von Korallenriffen einsetzen, waren - neben anderen - Teil der Untersuchung. Sebastian Unger vom IASS betont die Wichtigkeit regionaler Zusammenarbeit für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in den Ozeanen, die mit der Studie gezeigt werden konnte. „Die Meere bedecken über 70 Prozent der Erdoberfläche. Ohne Kooperation über Grenzen und Sektoren hinweg werden Nachhaltigkeitsziele nicht erreichbar sein“, erklärt er.

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Künftige Lösungen

Auch in Zukunft werden sich die Forscherinnen und Forscher des IASS und deren Partner unter dem Zusammenschluss „Partnership for Regional Ocean Governance (PROG)“ mit weiteren Lösungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Einen wichtigen Teil stellt das Projekt „STRONG High Seas“ der internationalen Klimaschutzinitiative dar, welches von 2017 bis 2022 im Südost-Atlantik und Südost-Pazifik stattfindet. IASS-Meeresforscherin Carole Durussel erläutert: „Wir wollen mit dem Projekt regionale Ansätze zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Artenvielfalt auf der Hohen See entwickeln, weil diese Gebiete immer intensiver genutzt, aber durch bisherige Abkommen kaum geschützt werden. Unser Ziel ist ein gemeinsamer Lernprozess, der regionale Bündnisse stärkt und damit auch die nachhaltige Meeresnutzung auf globaler Ebene verbessert.“

Wenn man bedenkt, dass über zwei Drittel der Erdoberfläche von Ozeanen gefüllt werden, wird die Wichtigkeit des Meeresschutzes mehr als deutlich – für die Tiere, die Menschen und den gesamten Planeten. Bleibt zu hoffen, dass die Meere sich mit menschlicher Unterstützung von den vergangenen und gegenwärtigen Verschmutzungen erholen können.

Weitere Infos zum Forschungsprogramm am IASS unter: www.iass-potsdam.de

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Quellen: IASS Potsdam, Bilder: Unsplash/Jakob Owens, Text: Emi Baier