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Nachhaltiger Klamottenkauf: Second Hand Kleidung
Bewusster Konsum

Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren

Der Klimawandel wird glücklicherweise immer mehr als Problem erkannt. Doch das ist bei weitem nicht die einzige Sorge, dass wir aktuell in Bezug auf die Umwelt haben. Denn auch die riesigen Plastikinseln in den Weltmeeren und die Luftverschmutzung sorgen dafür, dass die Umwelt immer stärker geschädigt wird. Natürlich kann ein Einzelner alleine diese Entwicklung nicht aufhalten. Doch jeder von uns hat die Möglichkeit, etwas gegen die immer schlimmer werdende Umweltverschmutzung zu unternehmen.

Das müssen nicht immer große Projekte oder politische Statements sein. Selbst im Alltag gibt es viele Möglichkeiten, um die Umwelt zumindest ein kleines bisschen zu retten. Idealerweise werden auch Freunde oder Bekannte darüber informiert, da sich die Auswirkungen so potenzieren können.

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Nachhaltigkeit bei der Ernährung

In vielen Lebensbereichen müssen die Konsumenten nachhaltiger werden. Damit schützen sie nicht nur die Umwelt, sondern tun auch ihrem eigenen Körper etwas Gutes. Denn in Zeiten, in denen immer mehr Menschen außer Haus essen, neigen viele Menschen zu einer ungesunden Ernährungsweise. Immer mehr Menschen sind übergewichtig und vor allem die junge Generation verlernt es immer mehr, selbst etwas zu kochen. Dies ist nicht nur teuer, sondern auch ungesund. Selbst wenn es keine Fast-Food-Restaurants wie McDonalds oder Burger King sind, ist das Essen im Restaurant nur selten gesund. Das liegt auch daran, dass man die Herkunft der Zutaten nicht kontrollieren kann. Es wird sich nur selten um Zutaten aus ökologischem Anbau handeln.

Selber kochen ist gesünder

Wer selber kocht, weiss was drin ist

Deshalb sollte man deutlich häufiger selbst kochen und nur in Ausnahmefällen in ein Restaurant gehen. Das spart nicht nur eine Menge Geld, sondern ist auch gut für das Portemonnaie. Selbst beim Kauf von hochwertigen Zutaten ist es günstiger selbst zu kochen, anstatt in ein Restaurant zu gehen.

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Augen auf beim Klamottenkauf

Wer mit offenen Augen durch eine deutsche Innenstadt geht, wird viele Bekleidungsgeschäfte sehen. Schon Geschäfte wie New Yorker, Kik und C&A haben dafür gesorgt, dass die Preise für Klamotten über Jahre hinweg stark gesunken sind. Das ging nur dadurch, dass vor allem bei der Produktion im Ausland sehr stark auf die Kosten geachtet wurde. Die Leidtragenden waren dann die Angestellten in den Fabriken. Doch auch die Anwohner aus der Umgebung müssen darunter leiden. Oft verseuchen die Fabriken die Umwelt, weil Schutzmaßnahmen für die Umwelt nicht vorgeschrieben sind oder zumindest nicht kontrolliert werden. Nur so können die Unternehmer überhaupt noch dem Druck standhalten. Denn die Konzerne wollen immer günstigere Einkaufspreise.

Nachhaltiger Klamottenkauf

Nachhaltige und qualitativ hochwertige Kleidung zahlt sich aus

Zwar gibt es von den großen Unternehmen immer wieder Anstrengungen, um nachhaltiger zu werden. Leider bekommt man bei einer genaueren Betrachtung das Gefühl vermittelt, dass es sich dabei nur um Marketing handelt. So war zuletzt die Marke Victorias Secret viel Kritik ausgesetzt. Trotz Fair-Trade-Siegel stammte die als Fair beworbene Kollektion zumindest teilweise aus Kinderarbeit. In solch einem Fall können die Kundinnen mit ihrem Kaufverhalten dafür sorgen, dass die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden.

Doch nicht immer sind die Kunden allein in der Lage, diese Entscheidungen zu treffen. Sie sind auf zahlreiche Initiativen, Journalisten und investigative Blogger angewiesen, um solche Zustände aufzudecken. So setzt sich beispielsweise der Blog von SympaTex mit der Nachhaltigkeit von Textilien auseinander. Dort können Verbraucher erfahren, worauf sie in Zukunft beim Kauf von Bekleidung, Schuhen und Accessoires achten sollten, um sich nachhaltig zu verhalten.

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Der Kauf von Qualität lohnt sich

Wer schon einmal eine Filiale von einer Kette wie Primark besucht hat wird wissen, dass es bei den Preisen für Kleidung nach unten kaum eine Grenze gibt. Das führt leider dazu, dass viele Kleidungsstücke gekauft werden, obwohl diese gar nicht richtig passen oder nicht wirklich dem eigenen Geschmack entsprechenden. Für ein paar Euro, möchte man sie aber nicht liegen lassen. Getragen werden sie trotzdem nicht, weil der Kleiderschrank sowieso schon sehr voll ist. Manchmal werden sie nach einiger Zeit ungetragen weggeschmissen oder verschenkt, weil man sie sowieso nicht mehr anziehen wird. Falls man doch ein schönes Kleidungsstück findet und dies regelmäßig tragen möchte, werden sich schnell die Nachteile der billigen Produktion zeigen. Oft halten die Einkäufe nur wenige Wochen oder Monate und müssen dann schon wieder durch neue Käufe ersetzt werden.

Auf Dauer kostet das eine Menge Geld. Deutlich billiger wird es für die Konsumenten, die sich für nachhaltige und gleichzeitig hochwertige Qualität entscheiden. Diese Produkte können oft über mehrere Jahre hinweg getragen werden. Zwar hat dies beim Kauf erst einmal seinen Preis. Doch dafür wird man in der Zukunft deutlich seltener neue Bekleidung kaufen müssen, es lohnt sich also. Darüber hinaus wird man Bekleidung dadurch deutlich bewusster kaufen und den Kleiderschrank nicht mit Teilen überfüllen, die man eigentlich gar nicht mag. Es kann sinnvoll sein, immer nur dann ein neues Kleidungsstück zu kaufen, wenn ein anderes aus einem guten Grund aussortiert wurde.

Ebenfalls sehr nachhaltig sind Kleiderbörsen und Second-Hand-Läden. Diese sorgen dafür, dass aussortierte Kleidungsstücke schnell einen neuen Besitzer finden, anstatt in der Mülltonne zu landen. Das spart den Käufern nicht nur viel Geld, sondern schont auch die Umwelt. 

Quellen: Bilder: Depositphotos/Radiokafka, SashaKhalabuzar, VitalikRadko, Text: red

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