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Unternehmen reagieren auf FridaysforFuture

Als Reaktion auf die weltweit streikenden SchülerInnen und Studierenden für mehr Klimaschutz startete am 22. März 2019 die Initiative "EntrepreneursForFuture“. Bis heute nehmen bereits mehr als 500 Unternehmen daran teil und verpflichten sich für eine klimafreundliche Unternehmenspolitik.

Gründer der Initiative "EntrepreneursForFuture“ sind Unternehmerinnen und Unternehmer, die heute schon Klimaschutz voranbringen bzw. sich dafür einsetzen, dass die Wirtschaft mit innovativen Produkten, Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen einen schnelleren Klimaschutz gewährleisten. Um die weltweit streikenden SchülerInnen und Studierenden zu unterstützen, hat die Initiative ein Statement mit dem Titel „FridaysForFuture sind dringender Weckruf – Wirtschaft will endlich mehr Klimaschutz umsetzen“ veröffentlicht.

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Mit ihrer Unterschrift dazu, bekennen sich Unternehmen und Unternehmerinnen verschiedenster Branchen solidarisch mit den Streikenden. Acht Forderungen sind in der Erklärung enthalten, die entsprechend dem Pariser Klimaschutzabkommen, nachhaltige Maßnahmen zum Klimaschutz enthalten:

  1. Eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren. Investitionen werden so in eine kohlenstoffarme Infrastruktur, Technologien und Produkte gelenkt.

  2. Energiewende beschleunigen. Schneller, gesetzlich verankerter Kohleausstieg im Einklang mit den deutschen Klimaschutzzielen. Eine Energieeffizienzstrategie zur Verankerung von Efficiency First, Steuerförderung für Gebäudesanierungen sowie ein ambitioniertes Gebäudeenergiegesetz mit Vorbildrolle der öffentlichen Hand. Deutschland, Europa und die Welt können technisch zu 100% aus erneuerbaren Energien versorgt werden.

  3. Divestment und Abschaffung klimaschädlicher Subventionen bis zum Jahr 2025. So haben es Deutschland und die anderen G7-Staaten beschlossen.

  4. Eine Mobilitätswende, die auf Verkehrsvermeidung, öffentlichen Verkehr, umweltfreundliche und geteilte Verkehrsmittel sowie CO2-freie Antriebssysteme setzt. Wir brauchen die Besteuerung des Flugverkehrs (Kerosinsteuer) und reduzierte Umsatzsteuern auf öffentliche Verkehrsmittel im Nah- und Fernverkehr sowie auf Produkte und Dienstleistungen des Radverkehrs.

  5. Eine Agrar- und Ernährungswende. Die Subventionspolitik in der Landwirtschaft und die Rahmenbedingungen für die Ernährungswirtschaft müssen in Einklang mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung stehen – und mit wirksamen Maßnahmen wie der Ausdehnung einer ökologischen und klimaschonenden Landwirtschaft und der Förderung entsprechender Ernährungs- und Konsumstile unterstützt werden.

  6. Kreislaufwirtschaft forcieren. In der Regel ist die Nutzung von Sekundärrohstoffe der Nutzung von Primärrohstoffen überlegen, da sie mit weniger Energieaufwand hergestellt werden können und auf geringere Transportwege angewiesen sind. Rücknahme-, Recycling-, Wiederverwertungsquoten müssen nicht nur gesetzt, sondern auch durchgesetzt werden.

  7. Aufbau eines Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Startups, die innovative Lösungen für die Steuerung/ Bewältigung der Klimakrise realisieren.

  8. Ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das eine dekarbonisierte Wirtschaft im Einklang mit dem in Paris vereinbarten 1,5°C Ziel erreicht.

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Klimaschonendes Wirtschaften ist möglich

Klimaschonendes Wirtschaften

Das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 umfasst einen verbindlichen, globalen Aktionsplan, die Erderwärmung deutlich unter 2°Grad zu halten, um dem bedrohlichen Klimawandel entgegenzuwirken. Zudem haben alle Länder Anstrengungen versprochen, die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Dies gelingt langfristig nur durch klimaschonendes Wirtschaften, das derzeit auch von der FridaysForFuture - Bewegung gefordert wird. Derzeitig reichen die Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Boden- und Meeresschutz bei weitem nicht aus. Aus dem Wissen heraus, dass klimaschonendes Wirtschaften jedoch heute schon möglich ist, haben bereits über 500 Unternehmen das Statement der Initiative "EntrepreneursForFuture“ unterzeichnet und sich damit klar zu einer umweltorientierten Unternehmenspolitik verpflichtet. Viele innovative Technologien, Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle für einen besseren Klimaschutz gibt es bereits, lediglich weitergehende politische Rahmenbedingungen sind endlich nötig, damit faire Wettbewerbsbedingungen für klimaschonende Technologien und Geschäftsmodelle hergestellt werden und die Wirtschaft insgesamt umsteuert. Gemeinsam wollen die teilnehmenden Unternehmen jetzt für die Transformation der Wirtschaft und damit für eine lebenswerte Zukunft kämpfen.

Die Stellungnahme kann noch bis Donnerstag, 23.05.2019, 23.59 Uhr von Unternehmerinnen und Unternehmern unter www.entrepreneursforfuture.org unterzeichnet werden. Die endgültige Zahl der Unterzeichnenden wird am Freitag, 24. 5.2019, dem europaweiten Klimastreik-Tag, veröffentlicht. 

Quelle: www.entrepreneurs4future.de, UnternehmensGrün e.V., Bundesverband der grünen Wirtschaft, Bilder: Depositpotos/Slphotography, UnternehmensGrün, Jörg Farys, Text: Tine Esser

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