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Stadt im Smog

USA wollen Klimaziel aufgeben

Der US-Sonderbeauftragte für den Klimawandel Todd Stern ist überzeugt, dass ein Abrücken von dem Zwei-Grad-Ziel der Erderwärmung  das Wachstum und die Entwicklung einiger Länder unterstützen würde und letztendlich größere Ziele in Angriff genommen werden könnten.

Zwei-Grad-Ziel gegen Klimaschäden

Dem Zwei-Grad-Ziel, also die Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad, wurde auf der Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen von allen beteiligten Ländern zugestimmt. Wenn massive Klimaschäden verhindert werden sollen ist eine Erderwärmung um zwei Grad Celsius die absolute Obergrenze  nach Erkenntnissen des UNO-Klimarats. Das Zwei-Grad-Ziel war das einzig bedeutsame Abkommen, das in Kopenhagen erreicht werden konnte und wird nun doch von den USA abgelehnt. Nach Stern solle eine neue, flexible Vereinbarung getroffen werden, weil ein solches Maximalziel von zwei Grad für viele Länder ein Hindernis in der Entwicklung darstelle. Man solle nicht an „alten orthodoxen Ideen“  kleben, sondern offen für neue Ideen sein und mit den derzeitigen Maßnahmen zur Begrenzung des Klimaschutzes fortfahren.

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Die USA stimmen nur gemeinsam mit Schwellenländern zu

Bis 2015 soll ein neues Klimaabkommen geschlossen werden. Diese Unterfangen gilt als besonders schwierig, weil die US-Regierung sich einem solchen Abkommen nur anschließen will, wenn auch die Schwellenländer dem Vertrag zustimmen. Die Schwellenländer, allen voran China,  sehen in den verbindlichen Reduktionszielen der CO2-Emissionen zum Klimaschutz eine wirtschaftliche Hürde. Stern betonte in seinem Vortrag nochmals, dass die USA nur zustimmen, wenn auch China, als zweitgrößte Volkswirtschaft und größter Verursacher von Kohlenstoffdioxid der Welt, an der Übereinkunft beteiligt wäre.

Text: Marie A. Wagner