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Grünflächen in Städten schaffen mehr Lebensqualität
Grünes Vancouver

Vancouver wird grün

Vancouver hat ehrgeizige Ziele: Bis 2020 will die kanadische Großstadt zur grünsten Stadt der Welt werden. Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg besteht darin, urbane Grünflächen zu schaffen. Der Stadtverwaltung ist jetzt ein Coup gelungen. 

Vorbilder gibt es viele. Überall auf der Welt werden Grünflächen in Städten geschaffen, um den öffentlichen Raum attraktiver zu gestalten und für mehr Lebensqualität zu sorgen. Nach New York, Sydney, Philadelphia und Singapur soll nun auch in der kanadischen Großstadt Vancouver ein Grünstreifen weiter ausgebaut werden.

Nach langwierigen Verhandlungen konnte die Stadt Anfang des Jahres endlich die sogenannte Arbutus-Schneise von der Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific Railway Limited erstehen (CP) – für umgerechnet schlappe 36 Millionen Euro. Das ist es den Verantwortlichen in Vancouver offenbar wert, um noch „grüner“ zu werden. Bürgermeister Gregor Robertson ist jedenfalls begeistert von dem Projekt und freut sich darüber, den „außergewöhnlichen Grünstreifen“ von etwa neun Kilometern Länge, der bereits jetzt mit Fahrrad- und Gehwegen die Nachbarschaften False Creek und Marpole verbindet, weiter ausbauen und gestalten zu können.

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Grüne Achse im Herzen Stadt

Damit soll es losgehen, sobald CP noch in diesem Jahr mit dem Rückbau des veralteten Schienenmaterials beginnen. Sobald diese Arbeiten erledigt sind, startet der Umbau der Grünanlage. Wenn das Projekt im Jahr 2018 fertiggestellt ist, sollen den Bewohnern Vancouvers zusätzlich rund 170.000 Quadratmeter an öffentlichem Raum zur Verfügung stellen. Abgesehen vom Ausbau der Geh- und Radwege und der Grünfläche planen die Verantwortlichen Platz für ein Nahverkehrssystem oder eine Straßenbahn ein. Die ersten Abschnitte der neuen grünen Achse sollen schon Ende 2017 eröffnet werden. Die Stadtplaner hoffen, dass sich Vancouvers neue grüne Oase auch als Touristenattraktion erweisen wird.

Das sind die Vorbilder für Vancouvers grünes Projekt

New York – High Line: New Yorks High Line ist ganz klar das Vorreiterprojekt für die Anlage von Grünflächen in Städten. 2014 wurde der öffentliche Park fertiggestellt, der sich über etwa 2,3 Kilometer auf einer alten Güterzugtrasse erstreckt. Viel Grün, Bänke, Gehwege und Aussichtspunkte laden im Westen von Manhattan zum Spazieren und Entspannen ein.

Sydney – Goods Line: Auch in der australischen Großstadt Sydney gibt es seit 2014 eine öffentliche Grünfläche auf einer alten Zugstrecke. Er ist nur etwa einen halben Kilometer lang, allerdings reihen sich auf diesem Museen an Medienhäuser und bieten so jede Menge Zerstreuung. Die Goods Line teilt sich in einen Nord- und einen Südbereich auf, es gibt verschiedene Bereiche für Events, Erholung, Picknick etc.

Singapur – Lines of Life: Wie so häufig ist Singapur auch hier ganz vorne mit dabei. Die 24 Kilometer lange (!) Grünfläche mit dem klingenden Namen Lines of Life (Lebenslinien) ist noch in Planung – die hat es aber in sich. Neben Fuß- und Radwegen und jeder Menge Grün sollen den Besuchern auch Möglichkeiten zur Fahrradvermietung, Rastplätze und Duschen zur Verfügung stehen. Außerdem sind diverse Outdoor-Aktivitäten wie Camping und eco-thematische Bildungsprogramme geplant.

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Quelle: City of Vancouver, Bildquellen: City of Vancouver, Text: Anna-Lena Kraft / Ronja Kieffer