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CO2-Ausstoß auf Rekordniveau, Weltklimakonferenz sucht nach Lösungen

Konferenzen, Unterzeichnungen, Verträge, Verhandlungen, am Ende dann das umstrittene Kyoto Protokoll, das noch keinen Nachfolger hat. Und nun soll alles umsonst gewesen sein. Denn trotz internationaler Maßnahmen ist der weltweite Ausstoß an CO2 nicht zurückgegangen, ganz im Gegenteil, er ist auf ein Rekordniveau gestiegen.

Neue und nachhaltige Wege in der Energiepolitik werden händeringend gesucht.

33,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid wurden 2010 in die Atmosphäre geschleudert. Foto: © fotolia-??????? ?????????

Das ist das niederschmetternde Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Energieministeriums, das vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde und weltweit Bestürzung und Sorge ausgelöst hat. Der Studie nach wurden im Jahr 2010 33,5 Milliarden Tonnen an Emissionen in die Atmosphäre geschleudert, 1900 Millionen Tonnen mehr an klimaschädlichen Gasen, als im vorangegangen Zeitraum.

Nun zeigen alle mit dem Finger auf die aufstrebenden Schwellenländer, China und Indien, die als Hauptverursacher des drastischen Emissionsanstieges gelten. Diese setzen zur Energiegewinnung überwiegend auf die die Atmosphäre belastenden Kohlekraftwerke, anstatt sich mit einer alternativen, klimaneutralen Energiegewinnung auseinanderzusetzen, urteilen die Industrieländer.

Aber was bedeutet heute, nach Fukushima, eine klimaneutrale und zukunftssichere, alternative Energiegewinnung?

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Dürreperioden suchen ganze Landstriche heim.

Dürreperioden, Überschwemmungen und heftige Unwetter haben in den vergangenen Jahrzehnten das Gesicht unserer Erde verändert. Foto: © fotolia - Kwest

Eine Lösung für das globale Problem der fortschreitenden Erderwärmung, die durch den steigenden CO2-Ausstoß dramatisch zunimmt, wird nun händeringend gesucht. Da hilft es nicht, angesichts zunehmender weltweiter Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürren und Unwetter auf einzelne Länder zu schimpfen. Den Schwarzen Peter schiebt man in den Industrieländern gerne den Automobilekonzernen zu, die den Markt mit spritschluckenden Fahrzeugen überschwemmen, anstatt an neuen, energieeffizienten Techniken zu feilen.

Politisches Geklüngel und Lobbyismus kreuzt an dieser zukunftsweisenden Diskussion, wie an keinem anderen Punkt, wirtschaftliche Interessen. Der nun vorgestellte Bericht des amerikanischen Energieministeriums sollte nun aber auch die letzten Zweifler und Zauderer wachgerüttelt haben. Denn in dem schlimmen Dokument wird auch noch einmal der Zusammenhang zwischen CO2 Emissionen und Klimawandel und den damit einhergehenden Naturkatastrophen deutlich unterstrichen. Dass endlich was getan werden muss, sollte mittlwerweile allen klar sein. Und der Schwarze Peter, das sind, zumindest hier, in der westlichen Welt, wir alle.

Drücken wir also alle gemeinsam ab Montag die Daumen, dass diese Konferenz der Vereinten Nationen im südafrikanischen Durban endlich eine nachhaltige sein wird.

Text: Sarah Kern