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PET-Flaschen: Wie giftig sind sie für Mensch und Natur?
PET-Flaschen

PET-Flaschen: So giftig sind sie für Mensch und Natur?

Über 80 Prozent der alkoholfreien Getränke auf dem Markt sind in PET-Verpackungen abgefüllt. Aber ist das Material PET aus gesundheitlicher und umweltorientierter Sicht wirklich vertretbar? Gefährdet PET womöglich unsere Gesundheit? Wir haben aufschlussreiche Experten-Infos für euch! 

Hier eine Flasche Wasser und dort eine Flasche Fruchtsaft – der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) ist Basis vieler Getränkeverpackungen. Da dieser Wertstoff uns tagtäglich begegnet und sowohl in der Industrie als auch beim Käufer sehr beliebt ist, schwebt so manches Fragezeichen über dem Thema PET: Sind Getränke aus PET-Flaschen ein Gesundheitsrisiko für uns? Enthält PET schädliches Bisphenol A?

Wie nachhaltig ist das Material PET? Und wie sieht es mit dem Recycling aus?

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Dr. Frank Welle

Dr. Frank Welle
 

5 Wahrheiten über PET-Flaschen

Dr. Frank Welle vom Frauenhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV beschäftigt sich insbesondere mit dem Thema Wertstoff-Recycling. In einem aktuellen Interview mit Forum PET klärt der Experte im Bereich Verpackungstechnologie über das Material PET auf. Wir haben die vier wichtigsten Experten-Infos von Dr. Frank Welle für euch zusammengestellt: 

  1. PET-Flaschen geben gewisse Stoffe, wie Acetaldehyd oder Antimon, ins Getränk über, doch sind diese Stoffe nur in sehr geringen Mengen vorhanden - eine Gesundheitsgefährdung besteht nicht!
  2. Auch wenn Acetaldehyd» giftig klingt, musst du dir keine Gedanken machen. Acetaldehyd ist ein natürlicher Fruchtaromastoff, der zwar etwas süß schmeckt, aber der Gesundheit nicht schadet. 
  3. Weichmacher im PET? Was ist dran? Die chemischen Bezeichnungen der Stoffe im PET klingen relativ ähnlich zu gewissen Weichmachern. Eine Verwechselung findet öfter statt. Die Wahrheit ist: PET enthält keine Weichmacher – ganz im Gegenteil: Um PET-Flaschen herzustellen, benötigt man hartes Material. Denn am Ende sollen die PET-Flaschen dünn und leicht gestaltet werden können. 
  4. Dr. Frank Welle rät im Übrigen, eine PET-Flasche nicht mehrfach wiederzuverwenden. Die Begründung dafür liegt nicht in der Sorge um eine Absonderung des Plastiks, sondern vielmehr in der Vermehrung von Bakterien. 

Endlich können wir aufatmen und müssen uns um schädliches BPA keine Gedanken mehr machen, wenn wir unser Wasser aus der PET-Flasche genießen: Dass PET-Flaschen Bisphenol A enthalten, ist ein Vorurteil ohne wissenschaftliche Grundlage. 

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PET-Flaschen recyceln: Gut für die Umwelt?

Über 96 Prozent der Flaschen werden zurück in die Geschäfte gebracht. Wer hätte gedacht, dass fast 100 Prozent der PET-Flaschen recycelt werden? 

Davon werden derzeit 98 Prozent recycelt, aus denen dann wieder ein großer Anteil neuer Flaschen entsteht. Ein guter Effekt  hat also das Pfand auf PET-Einwegflaschen. In Zukunft sollte es allerdings noch mehr in Richtung bottle-to-bottle-Recycling gehen. Gut zu wissen für all diejenigen, denen das Schleppen von Glasflaschen zu mühsam ist: PET-Flaschen haben eine ähnliche Ökobilanz wie Glas-Flaschen. 

Vielleicht sind es ja doch weniger Verpackungsstoffe als gedacht, die von der PET-Flasche ins Getränk wandern? Beim PET gelangen zwar etwas mehr Verpackungsstoffe in die Getränke als bei Behältnissen aus Glas, aber verhältnismäßig immer noch sehr wenig. Alternative PET-Verpackungen, die kein Erdöl zur Grundlage haben, bieten einen vielversprechenden Ansatz, der sich nun noch weiter entwickeln muss. Denn: Es gibt bereits Lösungen aus nachwachsenden Rohstoffen, sogenannte Bio-PET-Verpackungen.  

Und wenn auch die PET-Flaschen recyceln möchtest, in diesem Beitrag findest du einige DIY-Bastelideen aus Plastikflaschen. Und auch Kunst aus recycelten PET-Flaschen gibt es – schau doch mal hier rein.

Mein Fazit

Das ist doch mal eine gute Nachricht: PET-Flaschen scheinen also durchaus eine Alternative zu umweltfreundlichen Glasflaschen zu sein. Gerade, wenn man alleine in den Getränkemarkt einkaufen geht, dürfen es dann gerne auch mal leichte PET-Flaschen sein. Bleibt zu hoffen, dass die PET-Produktion sich in puncto Nachhaltigkeit noch weiter entwickelt und irgendwann komplett auf Erdöl verzichtet werden kann. 

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Quellen: Forum PET, Bilder: Forum PET, Text: Emi Baier