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Nachhaltiger Tourismus

Jahrzehntelang wurden unsere beliebtesten Reiseländer hemmungslos ausgebeutet. Das hat Spuren hinterlassen. Heute wird in vielen Urlaubsgebieten nachhaltiger Tourismus praktiziert, mit dem Ziel Ökosysteme zu regenerieren und einen achtsamen und respektvollen Umgang mit Mensch und Natur zu fördern.

Nachhaltiger Tourismus – Ein neuer Blick ins Reiseland

Zum Glück findet heute bei vielen Menschen ein Umdenken statt. Wichtiger als die Sonnenbräune und Urlaubsfotos vor spektakulärer Kulisse wird es, das Land und seine Menschen zu erleben und zu verstehen. Nachhaltiger Tourismus fordert von uns überlegtes Handeln und das Bewusstsein, welche Auswirkungen unsere Urlaubsentscheidungen haben. So belastet ein Flug – ganz gleich ob Lang- oder Kurzstrecke - die Atmosphäre durch den CO2-Ausstoß mit Treibhausgasen und fördert so den Klimawandel. Reisen wir in Länder mit diktatorischen Regierungssystemen, unterstützen wird diese durch unsere Finanzkraft mit. Nachhaltiger Tourismus dreht sich nicht nur um ökologische, sondern genauso um ökonomische und soziale Aspekte.

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Nachhaltiger Tourismus geht alle an

Nicht nur die Urlauber, auch die Reiseanbieter sind gefordert. Die Umstellung des Konzeptes auf nachhaltigen Tourismus ermöglicht erst den echten Wandel im Urlaubsverhalten der Menschen. Ökologisch oder regional ausgerichtete Gastronomie, energetische Sanierungsmaßnahmen und eine soziale Personalpolitik sind wichtige Eckpunkte, die eine Urlaubsunterkunft schaffen, in der nachhaltiger Tourismus umgesetzt wird. Das Gesamtkonzept umfasst eine Berücksichtigung vieler Bedürfnisse und Anforderungen: Die Natur muss geschützt und geschont werden, denn was für Reisende Urlaubsland ist, ist für andere Menschen dauerhafter Lebensraum. Das Wohl des Menschen steht im Mittelpunkt – und damit ist nicht nur der Urlauber gemeint, sondern auch die Menschen, die am Urlaubsort leben und arbeiten. Das bedeutet menschliche Arbeitsbedingungen, angemessene Löhne und die adäquate Bezahlung von Zulieferern und Dienstleistern.

Text: Alexandra Wagner