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Nachhaltiger Tourismus: Die Definition besagt, dass wir die Umwelt schützen sollen.

Nachhaltiger Tourismus: Definition und Hintergründe

Massentourismus hat, das weiß jeder, auch seine negativen Seiten. Zwar brachte er bis dato massenhaft Geld in die Tourismushochburgen und die Menschen erweitern ihr Wissen durch das Kennenlernen anderer Kulturen, doch die Umweltfolgen sind teils fatal. Nachhaltiger Tourismus sieht anders aus. Ein paar Anregungen.

Intakte Ökosysteme weichen Straßen, tollen Stränden, Bettenburgen und Trampelpfaden. Urlauber, deren ökologisches Gewissen vielleicht zuhause bereits gegriffen hat und vom Wassser sparen über die Mülltrennung bis zum Biogarten für gesundes Gemüse reicht, schauen bei der Urlaubsreise selten hin. Zwar gibt es einen laut Studien stetig wachsenden Trend, hin zu nachhaltigem Tourismus. Die Definition sagt, wer nachhaltig Urlaub macht, der reist ökologisch, ökonomisch und sozial vereinbar. Doch, nach wie vor, geht der Profit vor und immer weitere sensible Landschaften werden für den Entdecker-Touristen erschlossen oder werden Menschen enteignet für Urlaubskonzerne und beeindruckende Hotelanlagen. Ein aktuelles Beispiel aus Peru, später im Text.

Was ist das, nachhaltiger Tourismus? Eine Definition

Gleich, ob Lebensmittelskandale, Atomkraftwerk oder energieeffizientes Bauen – Nachhaltigkeit wird in unserer Gesellschaft immer mehr zum Thema. Die Menschen achten darauf und werden sensibel, fordern letztlich auch aus Eigennutz, und um beispielsweise Energiekosten zu sparen oder um sich gesund zu ernähren, mehr Nachhaltigkeit.

Nachhaltiger Tourismus ist per Definition ein Urlaub in der «schönsten Zeit des Jahres», der ökologisch nicht bedenklich ist, der sozial gerecht und kulturell angepasst ist. Nachhaltiger Tourismus ist per Definition zudem für alle Beteiligten wirtschaftlich sinnvoll.

Der Hintergrund warum nachhaltiger Tourismus neu definiert wurde ist der, dass jahrzehntelang die Reiseländer richtiggehend ausgebeutet wurden. Sowohl der Mensch selbst, aber auch die Natur. Dagegen fordert die Definition des nachhaltigen Tourismus ein Umdenken. Letztlich zum Wohle aller und zum Erhalt der Natur und ihrer Ressourcen.

Wandern ist ein besonders nachhaltiger Sport, wenn man einige Verhaltensregeln beachtet.

Wandern ist ein besonders nachhaltiger Urlaub, wenn man einige Verhaltensregeln beachtet.

So funktioniert es, die Definition für nachhaltigen Tourismus umzusetzen

Welche Konsequenzen sollen und können Verbraucher aus der Diskussion über einen nachhaltigen Tourismus ziehen und was kann der Einzelne sinnvolles tun? Letztlich gilt hier nur: Betrachten Sie die geplante Reise oder das Urlaubsland und den Urlaubsort mit einem kritischen Auge und sorgen Sie dafür, dass Sie keine Spuren hinterlassen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, nachhaltigen Tourismus laut Definition umzusetzen, die auch noch einmalig sind. Es kann die Wandertour durch bayerische Naturparks sein oder eine Radtour durch die Lüneburger Heide. Doch, es muss nicht immer gleich der Urlaub vor der Haustür sein, im Norden oder Süden der Republik.

Nachhaltiger Tourismus kann per Definition auch anders aussehen. Esel-Touren auf Korsika sind hier genauso möglich, wie die Genießerreise durch Italien, der Luxusurlaub in einem architektonisch einmaligen Baumhaus in Südschweden oder der wunderschöne Urlaub im Plusenergiehaus auf Teneriffa, wo der Tourist Bio-Lebensmittel genießt und nach seiner Abreise mehr Strom produziert hat, als verbraucht. Und wenn es hierzu nötig ist, doch einmal in den Flieger zu steigen, dann sollte der Flug zumindest kompensiert werden, etwa über www.atmosfair.de, um nachhaltige Projekte hiermit zu unterstützen.

Text: Jürgen Rösemeier, Quelle: Die VERBRAUCHR INITIATIVE e.V., The European network for sustainable tourism development, Bund für Naturschutz, Tourism Watch