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Entspannen beim Urlaub am Bauernhof
Nachhaltiger Urlaub

Entspannen und Gutes tun beim nachhaltigen Urlaub

Der Urlaub ist für viele das Highlight des Jahres. Dabei kann man entspannen und neue Regionen entdecken sowie die Schönheit der Natur genießen. Der Natur zuliebe sollte der Urlaub nachhaltig sein. So kann er aussehen. 

Nachhaltigkeit auf allen Ebenen

Nachhaltigkeit ist wohl das wichtigste Thema unserer Tage – schließlich entscheidet der Umgang mit Ressourcen über unser aller Zukunft. Nachhaltigkeit betrifft sämtliche Lebensbereiche. Sie beginnt am Boden und setzt sich fort über die Luft, die wir atmen, und die Nahrung, die wir essen. Sie beeinflusst unser Freizeitverhalten und den Urlaub, mit dem wir unsere Kraftreserven wieder auffüllen. Am Bauernhof wurde die Nachhaltigkeit quasi „erfunden“, denn hier lebt man schon seit jeher nach den Vorgaben der Natur. Ein Urlaub am Bauernhof ist nicht nur die umweltfreundlichste Art, seine Ferien zu verbringen, er stärkt auch nachhaltig die persönliche Entwicklung.

Guten Urlaub!

Zu einem guten Urlaub gehören viele schöne und bleibende Erinnerungen, Gemeinsamkeit, Spaß und natürlich Erholung. Gesundes Essen, ausreichend Bewegung und eine stimmige Balance zwischen geistiger und körperlicher Anregung. Nicht zu vergessen, ein guter Schlaf in einem Bett aus natürlichen Materialien. Gut – in ethischem Sinn – ist ein Urlaub aber auch, wenn er nachhaltig ist. Urlaub am Bauernhof ist genau das.

Nachhaltig von Anfang an

Frühlingsblumen

Bäuerinnen und Bauern leben rund um die Uhr im Zusammenspiel mit der Natur und im Einklang mit den Jahreszeiten. In der Großfamilie ziehen alle an einem Strang. Jeder hat seine Aufgaben und pflegt seine Stärken. Hochwertige Lebensmittel werden selbst produziert und verarbeitet.

Bauernhof-Urlauber haben an diesem Leben teil und nehmen wertvolle Erfahrungen mit nachhause. Das ist Nachhaltigkeit. Umweltbewusstsein beginnt schon bei der Anreise, denn die meisten österreichischen Urlaubsbauernhöfe sind problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen! Man liest ein gutes Buch, lässt sich im Speisewagen verwöhnen und macht zwischendurch ein Nickerchen. Vor dem Fenster verändert sich allmählich die Landschaft und Ruhe sickert ein. Garantiert staufrei.

Im Takt der Wanderschuhe

Was neben dem gesunden Essen eine große Rolle fürs Wohlbefinden spielt? Bewegung! Wer sich zu Fuß auf den Weg macht, hat viel zu schauen, zu hören, zu riechen und zu staunen. Egal, ob sportlich ambitioniert Höhenmeter bezwungen werden oder ob man lieber entspannt weit ins Land hineinstiefelt – es ist herrlich, den eigenen Körper zu spüren. Nach der Wanderung schmeckt dann die herzhafte, wohlverdiente Jause gleich noch einmal so gut.

In Österreich gibt es unzählige Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade. Berggipfel können erklommen und Seen umwandert werden, und dann sind da noch die vielen Almen und Wälder, die es zu queren und zu durchstreifen gibt. Jedes Bundesland bietet Wandermöglichkeiten auf ganz unterschiedlichem Niveau. So hat Tirol neben den hohen Bergen auch leichte Touren zu bieten (zB im Inntal) und das Burgenland ist mehr als der flache, romantisch von Wein umwachsene Landstrich um den Neusiedlersee. Tatsächlich wartet im östlichsten und flachsten Bundesland auch die eine oder andere anspruchsvolle Route und im Hochgebirge kann man durchaus gemütlich flanieren.

Radlerparadies Österreich

Radfahren zählt zu den umweltfreundlichsten Fortbewegungsarten. Es ist klimaschonend, kostengünstig und die Gesundheit freut sich auch. Ein cooler Sport, der nie aus der Mode kommt und herrlich entschleunigt. Denn wer eine Landschaft strampelnd erkundet, hat mehr davon. Was das Radfahren noch kann? Es hält Beziehungen in Bewegung und ist deshalb die lässigste Form der „Paartherapie“. Man unternimmt etwas miteinander, teilt besondere Momente, man hält einander im Blick und achtet auf das gemeinsame Tempo – und hat dabei doch genügend Zeit, die eigenen Gedanken fließen zu lassen. Später hat man sich dann was zu erzählen. So entsteht neue Nähe.

Steinskulptur

Sehnsuchtsort Wald

Wussten Sie das? 47, 6 Prozent der Gesamtfläche Österreichs sind mit Wald bedeckt! Am waldreichsten sind die Steiermark und Kärnten, aber selbst die Fläche der Bundeshauptstadt Wien besteht zu 18 Prozent aus Wald.  

Wald ist viel mehr als eine Ansammlung von Bäumen, die schön anzusehen (und mit dem Mountainbike oder den Wanderstöcken möglichst schnell zu queren ist). Jeder Wald ist nämlich ein ganz spezielles Biotop. Nicht nur Kindheitserinnerungen und das Gefühl von Geborgenheit kommen da an die Oberfläche, sobald uns der Geruch feuchter Erde in die Nase steigt – wer genau hinschaut und -hört, kann durchaus die Botschaft der Bäume verstehen.

Ja, klar. Natürlich haben auch Pflanzen ihre Kommunikationsformen, das ist längst erwiesen. Sie verständigen sich mittels duftender Botenstoffen, sogenannter Terpene.

Medizinisch anerkannt

Im Jahr 2009 konnte ein japanisches Forscherteam rund um den Waldforscher Qing Li die positive Wirkung von Terpenen auf den Menschen nachweisen: So hat sich das Immunsystem von Personen, die mehrere Stunden in einer entsprechend angereicherter Luft verbrachten, eindeutig gestärkt. Die Stresshormone sanken, während die Anzahl der natürlichen „Killerzellen“ im Blut merklich anstieg. Und diese Wirkung hält an, bis zu sieben Tage lang! Der schwedische Gesundheitsforscher Roger Ulrich kam zu ähnlichen Ergebnissen. Er stellte fest, dass Patienten nach Operationen weniger Schmerzmittel brauchen, wenn sie nur die Möglichkeit haben, in die grüne Natur zu schauen.

Shinrin Yoku

Soviel zu den wissenschaftlichen Hintergründen, die deutlich machen, dass das Waldbaden (Shinrin Yoku) mehr ist als ein weiterer japanischer Wellnesstrend. Und schon gar keine Posse, mit der die hippen Stadtmenschen zum Narren gehalten werden, wie bisweilen gemunkelt wird. Inzwischen sprießen ja nicht nur die Pilze aus dem Boden, sondern auch die Zentren für Waldtherapie, wo man sich zur Waldpädagogin oder zum Waldpädagogen ausbilden lassen kann. Besonders viele Bäuerinnen und Bauern nutzen die Gelegenheit, das Waldbaden zu lernen, denn sie wollen dieses gesunde und sinnvolle Zusatzangebot an ihre Urlaubsgäste weitergeben.

Eintauchen und los „schwimmen“!

Teich – Urlaub am Bauernhof

Das würzig duftende Grün umfängt dich mit dem ersten Schritt. Atme durch und tritt (in wahrstem Sinn des Wortes) in Kommunikation mit der Natur. Mach langsame und bewusste Bewegungen und spür‘ das Große. Schau! Farben, schimmernde Luft, Äste, die sich wiegen und Wipfel, die sich neigen. Horch! Das Rascheln, das Knistern, das Zirpen, das Knacken und deinen eigenen Atem, der mit jedem Zug neue Energie bringt. Und die Stille. 

Urlaub am Bauernhof: Ab in die Natur!

Kräutergarten

Die Urlaub am Bauernhof-Betriebe bieten die besten Ausgangspunkte für Ausflüge aller Art. Und das Tolle an so einem Urlaub: Am Bauernhof wird die Naturverbundenheit nicht mit den Wanderschuhen abgestreift. Von morgens bis abends eins mit der Natur: Das fängt mit dem gesunden Frühstück an und endet abends auf dem Bankerl vorm Haus, wo man das Erlebte nachwirken lässt. Dazu eine frisch von der Bäuerin gemachte Kräuterlimonade und vielleicht ein schnurrendes Kätzchen auf dem Schoß … Was will man mehr?

Urlaub am Bauernhof

Quelle: Urlaub am Bauernhof, Bilder: Urlaub am Bauernhof, Text: red