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Sanfter Tourismus

Die Zeiten, in denen Urlaubsländer schonungslos konsumiert werden, gehen langsam vorbei. Sanfter Tourismus wird immer populärer. Kennzeichnend sind ein achtsamer Umgang mit der Natur und den Menschen, Verständnis für und eine Anpassung an die fremde Kultur im Urlaubsland.

Sanfter Tourismus als Beitrag zum Umweltschutz

Wohin soll die Reise gehen? Schon die Auswahl des Urlaubslandes ist ein Bestandteil des sanften Tourismus. Denn schon der Weg in den Urlaub ist eine Umweltbelastung, man denke nur an Flugreisen ans andere Ende der Welt. Wird ein Fernreiseziel gewählt, dann ist der Ausgleich der CO2-Belastung ein Bestandteil, durch den sich sanfter Tourismus auszeichnet. Am Urlaubsort selbst sollte die Unterkunft nach nachhaltigen und ökologischen Gesichtspunkten gewählt werden. Das betrifft die Energiebilanz des Domizils genauso wie die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Sanfter Tourismus bietet Unterkünfte, die ins Umfeld passen, die aus dem Massentourismus bekannten riesigen Hotelkomplexe haben in diesem Konzept keinen Platz.

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Sanfter Tourismus für intensiv erlebbare Reiseziele

Im Gegensatz zum Pauschalurlaub am Pool will Sanfter Tourismus mehr: Der Reisende will Land, Leute und Natur in all ihren Facetten erleben und nicht nur plakative Urlaubsfotos, sondern echte und berührende Eindrücke mit nach Hause nehmen. Der Kontakt mit den Einheimischen gehört dazu und hilft, als Besucher des Landes Verständnis für die Andersartigkeit der Menschen zu erlangen. Wichtiger Teil des sanften, bzw. nachhaltigen Tourismus ist immer auch ein schonender und respektvoller Umgang mit der Umgebung. Das ganz unabhängig davon, ob man sich auf einer geführten Wandertour, allein in der Natur, am Badestrand oder in einer Stadt aufhält. Anbieter von Reiseunterkünften und –aktivitäten, örtliche Tourismusunternehmen, die Gastronomie sind ebenso wie der Urlauber gefordert, das Konzept des sanften Tourismus zu tragen und auszudehnen. Bei der Neuplanung von Tourismuseinrichtungen wird auf umwelt- und landschaftsbelastende Elemente verzichtet.

Text: Alexandra Wagner