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Beim bewussten Wandern kann man die Natur entdecken.

Wandern im Einklang mit der Natur

40 Millionen Deutsche wandern laut dem «Deutschen Wanderverband» und bundesweit sind darin 600.000 Wanderer in 3.000 Ortsgruppen organisiert. Gerade zur Herbstzeit werden die Stiefel geschnürt, die Rucksäcke gepackt und Wald, Wiesen und Berge zu Fuß gemeistert. Wer mit Sinn für Natur und Tiere wandern will und umweltbewusst genießen will sollte die nachfolgenden Tipps beachten, die ecowoman.de für Sie zusammengestellt hat.

Schritt für Schritt die Natur genießen, vorbei an Feldern, quer durch Wälder oder hoch auf die Berge: Wandern beruhigt die Seele, schärft die Sinne für die schönen Seiten des Lebens und ist gesund für Herz und Kreislauf. Allein, zu zweit oder in der Gruppe, Wandern macht Freude. Wer übrigens organisiert wandern will, ist beim «Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine» kurz «Deutscher Wanderverband» gut aufgehoben. Der Dachverband von 57 regionalen Mitgliedsvereinen führt Wanderungen für nahezu alle Altersgruppen durch, betreut Wanderwege und Wanderheime, gibt Wanderliteratur heraus, leistet praktische Naturschutzarbeit und bietet weitere interessante Aktivitäten. Mehr Infos erhalten Sie unter www.wanderverband.de.

Bei aller Begeisterung für das Wandern in der Natur sollte jeder, der in Wald, Wiese und auf dem Berg unterwegs ist, einige Spielregeln beachten, damit Tiere und Pflanzen nicht geschädigt werden. Schon bei der Anreise ist Umweltbewusstsein Trumpf: Die Benutzung der Bahn und öffentlicher Verkehrsmittel spart ebenso Sprit wie die Bildung von Fahrgemeinschaften. Wildes Parken stört nistende Vögel und erschreckt das Wild. Das Benutzen der vorgesehenen Parkplätze sollte selbstverständlich sein.

Beim nachhaltigen Wandern sollte man immer auf dem markierten Pfad bleiben.

Beim Wandern sollte man auf dem markierten Weg bleiben, um der Natur nicht zu schaden. Foto: © lkunl - Fotolia.com

Auf dem Weg bleiben!

Bewusstes Wandern bedeutet das Einhalten von Regeln, die nicht zur Schikane aufgestellt wurden, sondern zum Schutz der Natur vor zerstörerischen Eingriffen. Deshalb: Benutzen Sie die ausgeschilderten Wege. Vor allem im Herbst werden Wildtiere aufgescheucht, wenn Personen im Dickicht für Unruhe sorgen. Zudem können schon kleinste Zerstörungen von Grasnarben dauerhafte und großflächige Schäden bewirken, die Lebensräume von Pflanzen und Tieren bedrohen.

Pflücken verboten!

Die Natur ist ein in sich geschlossener Organismus. Jede Pflanze, jedes Tier hat seine Aufgabe. Pflanzen pflücken ist deshalb ein Tabu. Natürlich ebenso wie das Hinterlassen von Müll! Wer wandert sollte die Natur lieben und nicht als Mülleimer benutzen.

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Eine Grundregel beim Wandern: Immer auf die Umwelt Acht geben.

Wer mit Hund oder Fahrrad unterwegs ist, sollte besonders Acht geben auf die Umgebung. Foto: © RobertoC - Fotolia.com

Umsichtig sein!

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist sollte beachten, dass Fußgänger Vorrang haben. Weidegatter sollten nach dem Durchqueren geschlossen werden und wer mit seinem Hund unterwegs ist, muss ihn an die Leine nehmen, damit er kein Wild reißt. Und: Kühe reagieren oftmals nervös und aggressiv, wenn sich der bellende Vierbeiner nähert, vor allem dann, wenn Muttertiere ihre Kälber schützen.

Ruhe bitte!

Wer Lagerfeuerromantik liebt, darf nur an den dafür vorgesehenen Plätzen zündeln. Je nach Jahreszeit bestehen neben Waldbrandgefahr Risiken für Tiere. Dass eine Rast nicht zu einer Party mit Soundmaschine, Gegröle und Gebrüll ausarten sollte, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Nichts mehr mag die Natur als Ruhe.

Mindestens drei Stunden Wandern in der Woche kann das Herzinfarktrisiko senken.

Drei Stunden Wandern pro Wochen hält fit und soll das Herzinfarktrisiko um die Hälfte reduzieren. Foto: © Tyler Olson - Fotolia.com

Tun Sie sich etwas Gutes!

Wer diese Tipps beherzigt kann mit gutem Gewissen die Wanderwege genießen und sich selbst damit viel Gutes tun. Die AOK und der Deutsche Wanderverband weisen darauf hin, dass drei Stunden Wandern pro Woche das Herzinfarktrisiko um die Hälfte reduziert. Bei Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, verringert sich die Gefahr eines erneuten Infarkts um über 20 Prozent. Die Experten raten dazu, sich vor dem Wanderstart etwa 10 Minuten mit Dehnübungen warm zu machen, um Zerrungen vorzubeugen. Grundsätzlich gilt: Wandern darf anstrengen, aber nicht überanstrengen. Die Faustregel lautet: Schwitzen darf sein, Schnaufen und völlig aus der Puste sein ist nicht angebracht. Unterhalten sollte problemlos möglich sein und die Pulsfrequenz 180 minus Lebensalter nicht überschritten werden.

Die richtige Wanderausrüstung (hierauf sollten Wanderer auf gar keinen Fall verzichten):

  • Bequeme, strapazierfähige Bekleidung
  • Gutes, festes, eingelaufenes Schuhwerk (jegliche Art von Trekking- oder Turnschuhen haben – zumindest im alpinen Gelände – nichts verloren)
  • Rucksack mit breiten Tragegurten und wenn möglich mit Lüftungssystem am Rücken
  • Getränke (keine Cola oder ähnliches)
  • Sonnenmütze
  • Regenbekleidung
  • Bargeld
  • Mobiltelefon
  • Wanderkarte
  • Taschenmesser

Quelle: www.wanderportal-allgaeu.de

Text: Ulrike Rensch