1. Home
  2.  › Haus & Garten
  3.  › Bauen
Mit der richtigen Heizung sparen Sie Geld und schonen das Klima.

Heizen mit erneuerbarer Energie schont das Klima und spart Kosten

Heizen mit regenerativen Energie-Trägern ist umweltfreundlich, klimaschonend und wirtschaftlich. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarthermie-Anlagen gewinnen Wärme aus der Luft, dem Boden, aus Restholz oder der Sonne. Die Möglichkeiten finden Sie hier.

Regenerative Heizsysteme sind in der Anschaffung meist teurer als eine klassische Gas- oder Ölheizung. Warum also in ein solchens Heizsystem investieren? Weil diese Systeme mit preisstabileren und langfristig günstigeren – oder gar kostenlosen - «Brennstoffen» heizen als Erdgas und Heizöl.

Preisstabiler deshalb, weil Umweltwärme, Biomasse und Sonnenergie als regionaler Rohstoff nicht importiert werden muss. Langfristig günstiger, weil Bioenergie erneuerbar, nachwachsend oder unbegrenzt vorhanden ist. Dieser Kostenvorteil spricht bei einer Neuanschaffung mit längerfristigem Investitionshintergrund von 15 bis 20 Jahren für Heizsysteme auf Basis von regenerativer Energie.

Anzeige

Gleich welche Außentemperatur: Umweltwärme reicht Wärmepumpe

Wärmepumpen heizen Gebäude mit Wärme, die in der unmittelbar räumlichen Umgebung zum Haus gespeichert ist - im Boden, im Grundwasser oder in der Luft. Hierzu ist ein gewisser Anteil an Strom – Strom für den Wärmetauscher - nötig, um die gewonnene Wärme auf ein nutzbares Niveau zu bringen. Als Faustregel gilt: 25 Prozent Energie wird benötigt, um 100 Prozent Heizleistung zu erzielen.

Hausbesitzer, die sich für eine Wärmepumpe interessieren, benötigen je nach System – es stehen zur Auswahl: Sole-Wasser; Wasser-Wasser; Luft-Wasser - ein jeweils entsprechend großes Grundstück, um die unterschiedlichen Wärme-Kollektoren zu installieren.


Mit Pellets zu heizen ist besonders umweltfreundliche und dazu auch kostengünstig.

Mit Pellets zu heizen ist besonders umweltfreundlich, klimaneutral und dazu auch noch kostengünstig.

Holz ist ein nachwachsender, regenerativer und regional zu beziehender Rohstoff, dessen natürliche Ressourcen bei nachhaltiger Bewirtschaftung nicht ausgehen. In der Holz-Industrie fällt zudem ein beständig großer Anteil an Abfallholz an, der für das Heizen von Eigenheimen und Mehrfamilienhäusern genutzt werden kann. Als Schnittholz oder in Form von gepresstem Holzstaub, Pellets.

Dabei ist Holz in drei verschiedenen Formen nutzbar:

  • Pellets (kurze schmale Presslinge, kaum größer als eine Büroklammer)
  • Scheitholz
  • Hackschnitzel (geschreddertes Restholz)

Für Einfamilienhäuser sind vor allem Pelletheizungen interessant. Diese können als Zentralheizungssystem das gesamte Haus heizen und Warm-/Heizungswasser erwärmen, oder in Form eines Pelletofen einzelne Räume wohlig warm werden lassen. Ebenso wie bei Wärmepumpen stellen Pelletheizungen gewisse Anforderungen an die räumlichen Gegebenheiten vor Ort. Pellets werden in der Regel als Jahresvorrat (4 bis 6 Tonnen) gelagert.

Scheitholz kann in einem Kaminofen ebenfalls im Einfamilienhaus genutzt werden. Ansonsten sind klassische Holzheizungen wie Scheitholz-Heizungen, Hackschnitzel-Heizungen oder Grundöfen aufgrund ihrer hohen Wärmeleistung für recht große Einfamilienhäuser oder Mehrfamilienhäuser, Gewerbe und Industrie geeignet.

Anzeige

Mit Solarthermie Zentralheizungen jeglicher Art unterstützen

Solarthermie-Anlagen gewinnen kostenlos Wärme aus der Energie der Sonneneinstrahlung. Diese Systeme können ein Haus nicht allein beheizen, jedoch die Heizung und Warmwasserbereitung von Frühjahr bis Herbst wirkungsvoll unterstützen. Solarthemie-Anlagen sind mit allen Heizsystemen kombinierbar, vorausgesetzt das Hausdach erfüllt die Anforderungen an Statik, Größe und Ausrichtung.

Blockheizkraftwerke ermöglichen wirtschaftlicheres Heizen

Ein Blockheizkraftwerk, BHKW genannt, nutzt die fossilen Brennstoffe Gas oder Öl effizienter und wirtschaftlicher als herkömmliche Gas- oder Ölheizungen. Der Grund: ein Blockheizkraftwerk produziert neben Wärme auch noch Strom. Dieser kann selbst genutzt oder in das örtliche Stromnetz zu festen Konditionen wie bei der Photovoltaik eingespeist werden. Selbst bei der Eigennutzung des Stroms wird ein staatlicher Zuschuss, eine Förderung pro selbst genutzer Kilowattstunde gezahlt. Diese Vergütung gibt es übrigens auch für die Stromnutzung der Photovoltaikanlage.

Für Einfamilienhäuser werden BHKW oft als «stromerzeugende Heizung» angeboten oder Mini- beziehungsweise Mikro-BHKW, deren Leistung speziell auf den Wärmebedarf eines Hauses ausgelegt ist.

Quelle: www.heizungsfinder.de, Text: Jürgen Rösemeier