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Nachhaltige Architektur
Berliner Bundesgebäude

Musterbeispiel für nachhaltige Architektur

Die Kombination aus hoher architektonischer Qualität und einer nachhaltigen Bauweise macht den Dienstsitz eines Bundesministeriums zu einem ganz besonderen und repräsentativen Gebäude, das jetzt einen international anerkannten Designpreis abräumen konnte.

Im Herbst 2014 haben die vormals auf mehrere Standorte verteilten in Berlin Beschäftigten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ihr gemeinsames Dienstgebäude bezogen. Das konnte jetzt, drei Jahre später, die Jury eines der anerkanntesten internationalen Design-Wettbewerbe überzeugen.

Moderne Ästhetik und nachhaltige Bauweise

Der German Design Award wird seit 2012 jährlich verliehen. In jeder Kategorie prämiert die hochkarätig besetzte Jury in der internationalen Designlandschaft wegweisende Projekte und Produkte mit den Auszeichnungen Gold, Winner und Special Mention. Mit der gelungenen Kombination aus moderner Ästhetik und nachhaltiger Bauweise ist das am Berliner Kapelle-Ufer gelegene BMBF-Dienst­ge­bäu­de ein würdiger Preisträger des German Design Award Special Mention in der Kategorie Architektur.

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Nachhaltige Architektur

Das neue Dienstgebäude des BMBF liegt direkt am Berliner Kapelle-Ufer.

Es handelt sich um das erste Hochbauprojekt auf Bundesebene im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP), um ein ziviles Bundesgebäude also, dessen Planung und Bau in Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privat­wirt­schaft durchgeführt wurde und das auch auf diese Art und Weise finanziert und betrieben wird. Verantwortlich für die Planung war das renommierte Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner in Berlin.

Schadstoffarme Energieversorgung dank intelligenter Technik

Mit seiner gebäudetechnischen Ausstattung erfüllt das Gebäude die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz aus den Energie- und Klimaschutzzielen des Bundes und erreicht so nach dem Bewertungssystem „Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB)“ die höchste Auszeichnungsstufe „Gold“. Um den Schadstoffausstoß bei der Energieversorgung zu reduzieren, wurden deren einzelne Komponenten intelligent miteinander vernetzt. Eine gasbetriebene Brennstoffzelle und ein Blockheizkraftwerk erzeugen Strom sowie Energie für Kühlung und Heizung und werden durch auf den Dächern und an der Fassade installierte Photovoltaik-Technik ergänzt.

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Nachhaltige Architektur

Für die gelungene Kombination aus moderner Ästhetik und nachhaltiger Bauweise hat das Gebäude den German Design Award erhalten.

In dem Neubau, der innerhalb des zuvor veranschlagten Zeit- und Kostenrahmen realisiert wurde, arbeiten rund 350 Mitarbeiter des Bundesbildungsministeriums, dessen Hauptsitz sich nach wie vor in Bonn befindet. Vom Ministerium nicht benötigte Büroräume und Flächen werden von der Bundesanstalt für Immobi­lien­aufgaben (BImA) vermietet, sodass kein Leerstand entsteht. Die Auszeichnung mit dem German Design Award ist eine Bestätigung für die hohe architektonische Qualität und die konsequente Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bmbf.de.

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Quellen: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bilder: Bernadette Grimmenstein Fotografie, BMBF, Text: Ronja Kieffer