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Das Niedrigenergiehaus begeistert durch die gute Energieeffizienz.

Ein Niedrigenergiehaus zu bauen lohnt sich immer

Das Niedrigenergiehaus ist einfach eine feine Sache und seine Besitzer profitieren immer. Es spart Energie und schont damit den Geldbeutel und die Umwelt. Hauptbestandteile sind eine effiziente Wärmedämmung und Heizung. Die besten unter den Niedrigenergiehäusern benötigen kein Öl oder Gas mehr.

So viel wie über das Niedrigenergiehaus gesprochen wird, so wenig ist es definiert und der Begriff geschützt. Am ehesten kann der Interessent sich an den Vorgaben der KfW orientieren, genauer die Angaben zu KfW-Effizienzhäuser, oder den Vorgaben der aktuellen Energie-Einsparverordnung EnEV 2009. Diese legt den Maximalenergiebedarf für ein Haus fest. Eine generelle Orientierung bietet der Heizwärmebedarf. Ist dieser bei maximal 79 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr (kWh/m²/a), dann kann von einem Niedrigenergiehaus gesprochen werden.

Das Niedrigenergiehaus verführt mit geringen Heizkosten

Das effektivste Niedrigenergiehaus erhält der Bauherr mit dem Passivhaus. Denn dieser Haus-Typ benötigt bis zu 90 Prozent weniger Energie, als ein konventionelles Haus mit durchschnittlicher Wärmedämmung und einer Standard-Heizanlage. Der Heizwärmebedarf darf hier die 15 kWh/m² im Jahr nicht überschreiten. Häufig liegen Passivhäuser sogar darunter. Zwar werden hier Mehrkosten von 10 – 20 Prozent im Vergleich zum konventionellen Haus fällig. Dennoch lohnt es sich, sich damit auseinanderzusetzen, denn die immensen Energie-Kosteneinsparungen lohnen sich immer. Und steigen die Energiepreise weiterhin so rasant, dann wird der Vorteil für den Geldbeutel mehr und mehr steigen. Ganz davon abgesehen, wie nachhaltig das Niedrigenergiehaus ist. Übrigens: Für Wärme wenden wir die meiste Energie im Haus auf. Denn die Kosten für Wärme machen 87 Prozent der Energiekosten im Haushalt aus. Hierbei zu sparen ist somit sinnvoll.

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Impressionen zum Niedrigenergiehaus

Bildgalerie1_Niedrigenergiehaus140x80 Hier finden Sie schöne Impressionen zu verschiedenen Baustilen und Arten des Niedrigenergiehaus.

Hier geht es zur Fotogalerie.

Was macht das Niedrigenergiehaus so attraktiv?

Die Basis für die geringen Energieverbräuche im Niedrigenergiehaus sind die nachhaltige Wärmedämmung und ein verbrauchsoptimiertes Heizungs-System. Die Wärmedämmung der Außenwände ist hierbei genauso beinhaltet, wie die Dämmung eines geneigten Daches. So kann ein Niedrigenergiehaus mit 30 Zentimeter Dämmung mehr Energie einsparen, wie ein Haus mit nur 20 Zentimeter. Wichtig hierbei ist es, den Wärmeverlust so niedrig wie möglich zu halten. Im Umkehrschluss heißt dass, je mehr man dämmt, desto weniger Energie geht durch die Wand oder das Dach verloren, je effizienter also ist das Niedrigenergiehaus.

Die wärmetechnische Qualität des Hauses beziehungsweise seiner Bauteile wird durch diesen Wärmeverlust charakterisiert. Dieser wird als U-Wert bezeichnet. Je geringer der U-Wert ist, desto besser hält das Haus die Wärme und desto geringer ist der Heizenergiebedarf. Wer sich für ein Passivhaus entscheidet, hat einen besonders guten U-Wert, verliert am wenigsten Energie durch die Außenhülle und spart daher am meisten Energie.

Im Niedrigenergiehaus werden oft regenerative Energiequellen eingesetzt.

Das Niedrigenergiehaus nutzt oft alternative Energien wie hier die Wärmepumpe. Foto: Viessmann

Die ökologische Wärmedämmung macht das Niedrigenergiehaus nachhaltig

Wer besonders nachhaltig dämmen will und damit ein Niedrigenergiehaus baut, das ökologische Aspekte berücksichtigen will, der entscheidet sich für ökologische Dämmstoffe. Viele dieser natürlichen Dämmstoffe haben vergleichbare U-Werte von künstlichen Dämmmaterialien wie Styropor und Co. Ihr entscheidender Vorteil aber ist, dass sie klimaneutral sind – Beispiel Holz -, wenig Energie bei der Herstellung benötigen – Graue Energie genannt – und sogar aus Recycling-Material sein können. Das beste Beispiel ist die häufige Verwendung von Zellulose im Niedrigenergiehaus. Zellulose ist recyceltes Papier, die einen optimalen U-Wert aufweist und somit zum Energiesparen gerne eingesetzt wird. Hanf, Holzfaserdämmplatten oder Perlite, ursprüngliches Vulkangestein, Kork und andere natürliche Dämmstoffe sind hierbei eine mögliche Alternative zu künstlichen Dämmmaterialien.

Zudem gilt, richtig verarbeitet, dass die ökologische Dämmung im Niedrigenergiehaus ein behagliches, gesundes Raumklima als Nebeneffekt hat, da das Haus «atmet». Hier kann es noch zum Luft- und Feuchteaustausch kommen. Ein weiterer Vorteil ökologischer Dämmstoffe ist: Der Hitzeschutz im Sommer. Styropor oder Polystyrole - gängig in der Fassadendämmung - leisten hier keinen effektiven Schutz.

Informationen zum Niedrigenergiehaus

  • Bis zu 90 Prozent weniger Energie benötigt ein Niedrigenergiehaus.
  • Maximal 79 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr darf ein Haus verbrauchen, dann spricht man von einem Niedrigenergiehaus.
  • Ein Passivhaus benötigt nur 15 kWh/m² und Jahr oder weniger.
  • Die effizientesten Niedrigenergiehäuser sind das Nullenergiehaus und das Plusenergiehaus.
  • Letzteres produziert mehr Energie, als die Bewohner verbrauchen.
  • Solarthermie und Photovoltaik, Wärmepumpen und Holzheizungen wie die Pellets-Heizung sind gängige Begleiter, beim Bau eines effizienten Niedrigenergiehaus.
  • Das gesündeste Niedrigenergiehaus ist ein Holzhaus. Gleichzeitig auch das ökologischste.
  • Viele Fördermöglichkeiten, etwa die der KfW-Bank,sind ein Anreiz, ein KfW-Niedrigenergiehaus zu bauen.

 

Quelle: www.iwu.de Text: Jürgen Rösemeier