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Stephan Riedel und Timo Leukefeld vor einem ihrer energieautarken Sonnenhäuser in Freiberg, Sachsen
Renergy Award 2014

Sonnenhaus-Institut-Mitglieder erhalten Renergy Award 2014 für energieautarke Häuser

Der Renergy Award 2014 für Erneuerbare Energien geht an die Mitglieder des Sonnenhaus-Instituts Prof. Timo Leukefeld und Dipl. Phys. Stephan Riedel für ihre beiden benachbarten energieautarken Häuser. 

Der Renewable Energy Award , auch Renergy Award genannt, geht an die beiden Solarexperten und Mitglieder des Sonnenhaus-Instituts, Prof. Timo Leukefeld und Dipl. Phys. Stephan Riedel. Der Preis wurde im März 2014 zum ersten Mal im Rahmen der Messe CEB Clean Energy Building in Stuttgart verliehen. Der Renergy Award zeichnet Menschen aus, die sich durch ihr Engagement und ihre Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien hervortun. Die beiden Preisträger bauten zwei energieautarke Sonnenhäuser in direkter Nähe, um diese zu bewohnen und als Bürogebäude zu benutzen. Die Häuser, die in Freiberg in Sachsen stehen, sind weitestgehend energieautark, das heißt, sie versorgen sich so gut wie möglich selbst mit Wärme und Strom. Grundlage der Unabhängigkeit ist das Bau- und Heizkonzept des Sonnenhaus-Instituts.

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Timo Leukefeld (links) und Stephan Riedel erhalten gemeinsam den Renergy Award 2014 (hier mit Miriam Hegner, Reeco GmbH)

Timo Leukefeld (links) und Stephan Riedel (rechts) erhalten gemeinsam den Renergy Award 2014 (hier mit Miriam Hegner, Reeco GmbH). ©Sonnenhaus-Institut

Energieautarkes Leben

Der Preisträger Leutefeld erklärt:  „Ohne Solarthermie keine Energieautarkie. Rund 80 Prozent des Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts entfallen auf Heizung und Warmwasser. Nur wenn dieser große Anteil weitestgehend über eine Kollektor-Anlage gedeckt ist, ist es überhaupt möglich, den restlichen Energiebedarf eines Haushalts regenerativ zu erzeugen.“ Die Sonnenhäuser erzielen eine solare Deckungsrate von über 65 Prozent aufgrund ihrer Kollektorflächen und jeweils einem Langzeitwärmespeicher. Der Strombedarf des Gebäudes ist deshalb immer gleich niedrig, denn eine 8 kWp Photovoltaik-Anlage deckt den Jahresbedarf an Haushaltsstrom und versorgt sogar noch ein Elektromobil.

Durch den Energiespeicher kann der Strom sogar flexibel eingesetzt werden, denn selbst wenn die Sonne nicht scheint, kann mit dem gespeicherten Strom gearbeitet werden. Zusätzlich liegt der Primärenergiebedarf der beiden Häuser ganze 90 Prozent unter dem eines Einfamilienhauses und sogar 80 Prozent unter einem Passiv-, Plus- oder Nullenergiehaus. Durch die moderne Technologie können die Hausbewohner so gut wie unbeeindruckt von Preissteigerungen für Öl, Gas und Strom leben.

Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V.
Text: Kristina Reiß

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