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Tiny houses können überall stehen auch im Wald
Dem Alltag entfliehen

Kleine Häuser für die große Freiheit

Ein eigenes Haus muss nicht groß und geräumig sein, um sich nach Heimat anzufühlen. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Leben in sogenannten „tiny houses“. Sie sind von den Vorteilen überzeugt, die ihnen ihr kleines Zuhause bietet.

Zugegeben, ein Leben auf nicht einmal 20 Quadratmetern zu führen, scheint auf den ersten Blick nicht gerade einfach zu sein. Für viele Menschen bedeutet viel Platz gleichzeitig viel Lebensqualität. Doch wer in der jüngeren Vergangenheit einmal auf Wohnungssuche war, der weiß auch, dass Wohnraum immer teurer wird und dass der Hauskauf nicht selten zu finanzieller Abhängigkeit führt.

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Kleine Häuser selber bauen

Genau an dieser Stelle setzt das Konzept der „tiny houses“ an. Die kleinen Häuser werden meist von ihren Bewohnern selbst gebaut. So können sie ihr Heim individuell gestalten und entscheiden selbst, wie viel Geld sie investieren möchten -  und wie groß ihr ökologischer Fußabdruck sein soll. Der fällt durch die kleine Wohnfläche und die minimalistische Lebensweise an sich schon deutlich kleiner aus der des Durchschnitts. Der Einsatz von Ressourcen schonenden Baumaterialien kann ihn noch weiter verringern.

Die finanzielle Unabhängigkeit, die ein Leben auf kleinstem Raum mit sich bringt, schafft Platz für die Verwirklichung von Träumen. Viele Menschen entscheiden sich für ein „tiny house“, um dem Alltag und der Spirale von Arbeit und Erschöpfung zu entkommen, und endlich die Dinge umzusetzen, die sie sich schon lange vorgenommen haben. Ob es nun das Schreiben eines eigenen Romans, die gemeinnützige Arbeit im örtlichen Kindergarten oder die Pflege des eigenen Gemüsegartens ist. Und auch ganz praktische Aspekte spielen eine Rolle: Wer nur wenige Minuten für den Hausputz benötigt, hat mehr Zeit für Hobbies, für Freunde und Familie. Die geringeren Ausgaben für Energie können in andere Dinge investiert werden.

Auch am Meer kann in seinem Tiny house wohnen

Mit dem eigenen Haus ans Meer.

Das Haus einfach mit in Urlaub nehmen

Einige nehmen ihre „tiny houses“ gar mit auf die Reise. Manchmal wird das ganze Haus auf einem Autoanhänger erbaut. In anderen Fällen wird ein Fahrzeug ausgebaut und umfunktioniert. Das erinnert an das Konzept des Wohnwagens. Viele der kleinen Häuser ähneln in ihrem Aufbau tatsächlich dem klassischen Wohnwagen, wie man ihn tagtäglich auf der Autobahn oder dem Campingplatz begutachten kann. Was die Inneneinrichtung angeht, sind die „tiny houses“ aber nicht nur auf Funktionalität, sondern auch auf Gemütlichkeit angelegt. In Sachen Gestaltung sind der Kreativität der Bewohner keine Grenzen gesetzt, um sich auf ihren wenigen Quadratmetern heimisch zu fühlen.

Die Küche im Tiny House

Wer sich hierzulande den Traum vom eigenen Minihaus erfüllen möchte, der sollte sich zuerst einmal über das Thema Baurecht informieren. Die Seite www.tiny-houses.de liefert die wichtigsten Informationen dazu in einem Bau-Ratgeber und informiert auch darüber hinaus ausführlich über das Wohnen und Leben auf kleinem Raum.

Wohn und Schlafbereich im tinyhouse sind super gemütlich

Minimalismus bedeutet nicht unbedingt Verzicht. Weiterlesen…

Probieren Sie das Leben im Minihaus doch erstmal im Urlaub aus: Das Ferienhaus Ufogel in Tirol, das noch dazu ganz ohne Plastik auskommt.

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    Quellen: tinyhousegiantjourney.com; tiny-houses.de Autor: Ronja Kieffer, Bildquellen tinyhousegiantjourney.com