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Wohncontainer Silo Mill Junction Gemeinschaftsraum
Lebensraum-Upcycling

Studentenwohnheim Mill Junction in Johannesburg: Wohnungen in Silos & Wohncontainern

Im Studentenwohnheim Mill Junction im Stadtteil Newton in Johannesburg leben Studenten in einem ganz besonderen Wohnraum: Alte Silos und Schiffscontainer wurden zu gemütlichen Wohnungen und Wohncontainern umgebaut.

  • Mill Junction in Johannesburg ©Citiq
  • Deutlich erkennt man noch die Silos und Schiffscontainer. ©Citiq
  • Während der Bauarbeiten ©Citiq
  • Der Computerraum ©Citiq
  • Gemütlich beieinander sitzen, ist hier möglich. ©Citiq
  • Das Wohnheim ist freundlich und modern gestaltet. ©Citiq
  • Küche und Waschmöglichkeiten ©Citiq
  • Räume zum stillen Lernen ©Citiq
  • Ein Einzelzimmer ©Citiq
  • Ein WG Doppelzimmer ©Citiq
  • Der Blick von der Straße während der Bauarbeiten ©Citiq

Im Stadtteil Newtown in Johannesburg hat der südafrikanische Gebäudeentwickler Citiq ein ganz besonderes Studentenwohnheim entstehen lassen. Unter dem Namen Mill Junction leben 400 Studenten verschiedener Universitäten in und über alten Getreidesilos. Die Silos wurden zu einem zehnstöckigen, energieeffizienten Wohngebäude umgebaut, außerdem gibt es noch vier weitere Etagen aus Schiffscontainern auf den Silos. Während der Bauzeit war die Baustelle deutlich von der Autobahn aus sichtbar und löste dadurch sowohl Interesse als auch Kritik aus. Paul Lapham, der CEO von Citiq, erklärt: „Mill Junction beweist auf 14 Stockwerken, was durch kreatives Design und wegweisende Architektur erreicht werden kann. Wir haben die Kreativität und den Ideenreichtum unseres Design-Teams herausgefordert und sie haben sogar unsere Erwartungen übertroffen.“

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Niedrigenergiehaus mit Sparpotenzial

Das Projekt zeigt, dass auch alte ungebrauchte Gebäude wieder zu neuem Leben erweckt werden können. Denn auch bisher ungenutzter Wohnraum kann nach modernen Standards umgebaut und gestaltet werden: Das Wohnheim erhält sein warmes Wasser aus Wärmepumpen, die Beleuchtung erfolgt energieeffizient unter anderem durch Bewegungssenoren, die Fenster und Außentüren sind doppelt verglast und die Wasserleitungen gedämmt und isoliert – insgesamt verbraucht das Gebäude so 50 Prozent weniger Energie als ein konventionelles Gebäude. Der gesenkte Energieverbrauch schont die Umwelt und hilft auch den Studenten, denn so sinken für sie die Nebenkosten.

Woncontainer Silo Studentenwohnung Mill Junction

Ein Einzelappartment ©Citiq

Studienanfängern den Start erleichtern

Die Idee hinter dem Projekt: Nach offiziellen Angaben verlässt ungefähr die Hälfte der Studierenden bereits in den ersten Semestern die Universität ohne Abschluss. Diese große Abbruchsrate liegt daran, dass der Druck aus der Familie zu groß ist, es an akademischer Unterstützung fehlt und auch die Betreuung nicht ausreichend ist. Lapham sagt: „Uns wurde klar, dass wenn wir alles bereitstellen würden, was ein Student für eine lernfreundliche und komfortable Umgebung braucht, wir in der Lage sein könnten, zum akademischen Erfolg der Studenten beizutragen.“ Die möblierten Wohnungen sind deshalb modern, trendy, aber auch gemütlich eingerichtet. Es gibt sowohl Einzel-Appartements, aber auch Doppelzimmer, die wie eine Studenten WG genutzt werden können. Die Baderäume und die Gemeinschaftsküchen sind schlicht gehalten, aber praktisch. Es gibt Computerräume, Gemeinschaftsräume mit Billardtischen und bequemen Sitzgelegenheiten als auch Lernräume, die dazu motivieren in der Stille konzentriert zu lernen.

Quelle: Citiq
Text: Kristina Reiß