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Garten: Tipps und Arbeiten im Juni.

Tipps für Garten und Balkon im Juni: Der Sommer kann kommen

Am 21. Juni ist der kalendarische Sommeranfang. Doch schon jetzt steigen die Temperaturen und im Garten und auf dem Balkon ist Wachstum angesagt. Je wärmer es nun wird, desto mehr Wasser benötigen Balkonkästen, Gemüse- und Blumenbeet. Wie man richtig gießt, was geerntet und vermehrt werden kann und wie Balkon und Terrasse prächtig aufblühen – diese und weitere Tipps für den Juni.

„Was hat ein Gärtner zu reisen? Ehre bringt`s ihm und viel Glück, wenn er sein Gärtchen versorgt“, sagte einst schon Johann Wolfgang von Goethe.

Pflanzen benötigen nun Nahrung. Dazu gehört das essentielle Wasser genauso wie der richtige Dünger. Insbesondere Pflanzen die jetzt so richtig in Fahrt kommen verlangen von beidem viel. Spätestens wenn Blätter an Hortensien oder Tomaten schlapp herabhängen herrscht akuter Wassermangel.

Richtig gießen im Juni-Garten

Seltener, dafür mehr heißt die Devise beim Gießen. Regelmäßig nur ein kleiner Schluck ist nicht so effektiv wie selteneres, dafür aber gründliches Wässern. Der Hintergrund: Die Pflanzen wurzeln wesentlich tiefer und können sich so die nötige Feuchtigkeit aus dem tieferen Erdreich holen.

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Morgens gießen, sofern es möglich ist, ist die beste Zeit, um alle Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Zwar sollte das Laub sowieso so wenig wie möglich benetzt werden und direkt am Boden gegossen werden, doch wird das Laub dann doch mal nass, dann kann es tagsüber wieder abtrocknen. Weniger Blattkrankheiten sind so die Folge. Dies gilt besonders für Rosen und TomatenWeitere Tipps für eine reiche Tomatenernte und gesunde Tomatenpflanzen ohne Krankheiten.

Noch ein Tipp für mehr Gießerfolg: Den Boden regelmäßig oberflächlich lockern, auch im Balkonkasten, denn dann kann das Wasser besser in die Erde eindringen. Und so bewässern Sie nicht nur den Rasen richtig.

Düngen im Juni-Garten

Garten: Tipps und Arbeiten im Juni.

Junges Gemüse aus dem eigenen Garten steht nun im Juni auf dem Speiseplan. Foto: (c) Thinkstockphotos

Gerade Tomaten, aber auch mediterrane Dauerblüher und Zitruspflanzen benötigen jetzt viel Kraft. Daher ist eine wöchentliche Düngergabe ideal. Für Tomaten ist beispielsweise der rein natürliche Bio-Dünger von Substral zu empfehlen (Naturen Tomaten- und Kräuterdünger).

Juni-Tipps für den Zier-Garten

Die Arbeit im Ziergarten kommt jetzt auf Hochtouren. So sollte der Rasen nach Trockenperioden gut gewässert werden und die erste Düngung für ein schönes Grün ist im Juni ebenso fällig. Die Neuanlage einer Rasenfläche ist nun nicht mehr zu empfehlen. Darauf besser bis zum Herbst warten. Denn das Saatgut kann zu leicht austrocknen und dadurch nicht keimen. Dies gilt übrigens auch für Radieschen, Ruccola und Co. Ist das Beet oder der Kübel einmal trocken geworden, dann keimt das Saatgut nicht mehr.

Öfterblühende Rosen sollten regelmäßig von Verblühtem befreit werden (die welke Blüte und die zwei darunter befindlichen Blätter) und insbesondere hohe Blumen und Stauden wie der Rittersporn müssen eine Stützhilfe erhalten, sollten sie bei einem stürmischen Sommergewitter sicheren Halt haben. Am Rittersporn kann übrigens nach der Blüte gut handbreit über dem Boden abgeschnitten werden. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass der Rittersporn im September ein zweites Mal blüht, wenn auch etwas weniger üppig. Schließlich können spätestens jetzt im Juni Gladiolen im Blumenbeet einziehen.

Stecklinge können jetzt von Sträuchern wie dem Buchsbaum oder dem kriechenden Immergrün zur Vermehrung gefertigt werden. Einfach 10 bis 15 Zentimeter lange Triebe abschneiden, das untere Drittel der Blätter entfernen und in Töpfe mit Anzuchterde oder mit Sand abgemagerte Blumenerde stecken. Werden nun Umrandungen aus Buchs oder Buchskugeln regelmäßig geschnitten, dann verzweigen sie besser und die Blätter werden elegant klein. Dazu allerdings am besten einen trüben Tag wählen, steht der Buchs in der Sonne. Andernfalls verbrennen die frisch angeschnittenen Blätter schnell.

Garten-Tipps für das Juni-Gemüsebeet

Das erste junge Gemüse wie Kohlrabi oder Möhren, Radieschen oder Salate haben viele bereits ernten können. Nun heißt es nachsäen, ist der Vorrat abgeerntet. Sehr gut gedeihen nun Radieschen, Ruccola und viele Pflück- und Schnittsalate. Tipp zu Pflück- und Schnittsalat: Der Salat bleibt nach der Ernte länger frisch, werden immer die äußeren Blätter gepflückt. Denn durch das Schneiden verdirbt er schneller. Schließlich können allmählich spätere Gemüsesorten wie Rote Beete nun ausgesät werden. Spätestens jetzt können Zucchini in das Gemüsebeet. Zucchini machen sich übrigens auch prächtig in einem großen Kübel, etwa im Topfgarten.

Tipp zur Aussaat: Die frisch gesäten Samen von Gemüsen und Salaten nie austrocknen lassen, Denn wie bei der Rasensaat gilt, einmal ausgetrocknet keimt der Samen nicht mehr weiter.

Weitere Gartentipps auch über den Juni hinaus: Warum die Regenwassernutzung so sinnvoll ist und haben Sie eine Gartenarbeit im Mai verpasst? Dann lesen Sie hier unter den Gartentipps für den Wonnemonat Mai nochmals nach.
 

Text: Jürgen Rösemeier