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Igel im Herbstlaub
Igelschutz für den Winter

Igelschutz für den Winter

Wenn es draußen nass und kalt wird, bereiten sich die Igel für den Winterschlaf vor. Die kleinen Tierchen mögen es behaglich, dunkel und ruhig. Hier kann der Mensch ein echter Tierfreund werden und die Stachelkameraden mit der richtigen Kenntnis gesund und munter durch die kalte Jahreszeit führen.

Nachhaltige Tierfreundschaft bedeutet, dem Tier mit allen verfügbaren Möglichkeiten liebevoll und artgerecht zur Seite zu stehen. Im Falle der richtigen Igelpflege bedeutet dies, einige wichtige Grundsätze zu beachten, um dem wuseligen Kerl ein schützendes und überlebensfähiges Umfeld zu schaffen.

Der Igel fühlt sich in der Natur am wohlsten. Ohne dass der Mensch eingreift, ihn stört oder sogar ins Haus holt. Nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen verlassen sie ihr Versteck, um auf Nahrungssuche zu gehen. Ansonsten brauchen sie ihre Ruhe und wünschen keinen Kontakt zum Menschen. Wichtig für eine Überlebenschance sind genügend Unterschlupfmöglichkeiten, wo sie eingeigelt warm und wohlig schlafen können. Hilfreich dafür sind Blätterhaufen, Hecken oder Büsche, Kompost- oder Reisighaufen. Gerade das herabfallende Laub ist wie ein Mantel, in dem der Igel Schutz und auch Nahrung findet. Als Gärtner sollte man daher kleine Haufen als Nestmaterial im Garten liegen lassen. Eine große Gefahr für die Igel sind die Laubsauger. Mit ihrer enormen Kraft können sie kleine Igel einsaugen und dabei töten. Auch entfernen die Sauger die Nahrungsgrundlage der Igel wie Insekten, Würmer und Weichtiere. Besser ist es, den Garten mit einem Rechen zu bearbeiten.

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Sollte dennoch ein Igel am Tag zu sehen sein, der abgemagert oder apathisch herumrennt, könnte das auf eine Krankheit hinweisen. Auch wenn ein Igel bei Dauerfrost oder einer geschlossenen Schneedecke herumrennt, deutet dies auf eine mögliche Erkrankung. In diesem Fall sollte das örtliche Tierheim verständigt werden. Dort gibt es notwendige Hilfe und Behausung für die niedlichen Tierchen.

Informationen erteilt auch der Deutsche Tierschutzbund unter www.tierschutzbund.de.

Text: Peter Rensch