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Am Fuße eines Kanals ist die Urban Skyfarm konzipiert © Aprilli.com/Urban Skyfarm
Urban Farming

Urban Skyfarm: Wohnkonzept und Ackerbau vertikal

Die Veränderungen der Bevölkerungsentwicklung erfordern auch von Architekten neue Konzepte. Das Projekt Skyfarm verbindet Wohnraum und Ackerbau in einem Gebäude. Ein phänomenales Konzept, das zukunftsfähig ist und Stadt- sowie Landleben verbindet.

Die Menschen strömen in die Städte. Die Folgen: Überbevölkerung, Platznot und eine Verdrängung der Natur aus den städtischen Gebieten. Hinzu kommt die Herausforderung, die Menschen in der Stadt mit natürlichen Lebensmitteln zu versorgen. Die Architektur ist deshalb angehalten innovative Lösungen zu finden, die diesen gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht werden. Nicht nur alleine Gebäuden, die durch Optik und Funktionsweise überzeugen, gehört die Zukunft, sondern nachhaltige Objekte, die Wohn- und Lebensraum zu einer Symbiose zusammenführen.

Das Aprili Design Studio hat ein solches vorbildliches Konzept entwickelt, das die vorgenannten Herausforderungen berücksichtigt.

Die Urban Skyfarm, gedacht für Seoul in Südkorea, jedoch auch einsetzbar in jeder größeren Stadt dieser Erde, ist optisch eine Art Baumwolkenkratzer, der neben Wohnen auch Raum für Ackerbau bietet.

So kann die Urban Skyfarm sowohl Wohnungen zur Verfügung stellen, als auch Möglichkeiten des Anbaus von Nahrungsmitteln bieten. Das Gebäude trägt zur Luftreinigung bei und fördert die Verwendung erneuerbarer Energien.

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Sie bietet nicht nur Platz zum Wohnen, sondern auch für Ackerbau und sogar Obstbäume © Aprilli.com/Urban Skyfarm

Sie bietet nicht nur Platz zum Wohnen, sondern auch für Ackerbau und sogar Obstbäume © Aprilli.com/Urban Skyfarm

Die Urban Skyfarm bietet Decks für Obstbäume

Die Urban Skyfarm ist wurzelartig verankert und besteht aus acht vertikalen Zweigen, die wiederum bis zu 70 Decks bieten. Die Decks, die als Wohnraum zur Verfügung stehen, erhalten eine optimale Sonnenlichteinstrahlung, verfügen über LED-Beleuchtungssysteme und Heizungsanlagen.

Die Grünflächen auf der Urban Skyfarm verfügen über ein Hydrokultur-System, um Pflanzen kultivieren zu können. In den oberen Decks können Obstbäume und Gemüse angebaut werden, die so platziert sind, dass sie genügend Sonnenlicht erhalten. Die unteren Decks bieten innere Anbaugebiete beispielsweise für Kräuter. Durch die Sammlung von Regenwasser und Grauwasser wird die Bewässerung gewährleistet. Die Lebensmittel können in einem Bauernmarkt erworben werden. Eine Solaranlage erzeugt die benötigte Elektrizität für die Urban Skyfarm.

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Die Bauweise sorgt für eine gute Akklimatisierung innerhalb des Gebäudes und ist mit Passivlüftern verwandt © Aprilli.com/Urban Skyfarm

Die Bauweise sorgt für eine gute Akklimatisierung innerhalb des Gebäudes und ist mit Passivlüftern verwandt © Aprilli.com/Urban Skyfarm

Ein nachhaltiger Wolkenkratzer

Die Urban Skyfarm bietet eine Nutzfläche von 144.450 Quadratmetern. Es werden Aussichtsplattformen integriert, sowie öffentliche Bereiche und Cafeterien.

Die Urban Skyfarm ist auch optisch ein sensationelles Gebäude. Es erinnert mit dem wurzelartigen Sockel und den Verzweigungen an einen Baum mit Blättern.

Innovative Architektur zeigt uns, dass Zweckmäßigkeit und Nachhaltigkeit keineswegs in Konkurrenz zueinander stehen müssen. Kreative Objekte müssen heutzutage „Grün“ und „Effektivität“ verbinden. Und dass dies möglich ist zeigt uns die Urban Skyfarm in Perfektion.

Quelle: Stu Robats, gizmag.com und Aprili Design Studio
Text: Ulrike Rensch

Ein Hingucker und eine wahre Lunge für die Großstadt der Zukunft © Aprilli.com/Urban Skyfarm

Ein Hingucker und eine wahre Lunge für die Großstadt der Zukunft © Aprilli.com/Urban Skyfarm