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Zeit für den Frühjahrsputz: Nachhaltig sauber, ohne Chemie

Es wird Zeit, um so langsam an den Frühjahrsputz zu denken. Doch auf das stetig steigende Arsenal aus Haushaltsreinigern, die teilweise richtig gefährliche, gesundheitsschädliche Waffen darstellen und Bleiche, Ammoniak oder starke Säuren enthalten, sollte hierbei verzichtet werden. Und wundersamer Weise, es funktioniert. Wie, erfahren Sie hier.

Oberflächen mit Backsoda bestäuben, mit einem feuchten Schwamm oder Tuch kräftig abreiben. Foto: Fotolia


 

Das Arsenal an chemischen Haushaltsreinigern wächst eher, als dass es schrumpft. Die Industrie kommt auf immer mehr Ideen, Spezialmittel für den Hausputz zu entwickeln. Die Werbung macht uns zusätzlich psychologischen Druck, dass Bad und WC, Küche oder Fenster auch nur so heute noch sauber werden. Doch, weit gefehlt. Es geht auch anders. Und das effektiv selbst bei hartnäckigem Schmutz mit Zitronensaft, Essig, Backsoda und anderen einfachen wie unschädlichen Zutaten. Ganz im Stile wie zu Großmutters Zeiten.

Bad und Küche blitzblank und hygienisch rein

Abgesehen von der Tatsache, dass die antibakteriellen Zusätze in vielen Reinigern total unnötig sind, werden die Bad- und Küchenfliesen mit natürlichen Reinigern spielend leicht und hygienisch sauber. Oberflächen mit Backsoda bestäuben, mit einem feuchten Schwamm oder Tuch kräftig abreiben. Bei hartnäckigerem Schmutz, einfach die Fliesen mit etwas grobem Meersalz (ohne Zusatzstoffe) einreiben. Anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen. Bei hartnäckigen Belägen wie Kalkflecken oder Seifenresten kann man die Fliesen mit Zitronensaft oder einfachem Essig einsprühen oder einreiben. Ein paar Minuten einwirken lassen, mit stabiler Bürste abschrubben und feucht abwischen.

Auch Küchentisch oder Arbeitsplatte, Schneidbretter, Herdoberflächen, Edelstahlspülen oder andere Spülbecken werden so ebenfalls hervorragend sauber. Eine Paste aus dem Soda und Wasser löst über Nacht den hartnäckigen Schmutz in jedem Backofen.

Wer natürlich desinfizierend putzen möchte, mischt 2 Tassen Wasser mit 3 Teelöffeln Flüssigseife und gibt 20 bis 30 Tropfen Teebaumöl hinzu. Das ist vergleichbar mit jeder Chemiekeule.

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Fenster und Massivholzböden Schlieren frei rein

Im Gegensatz zu den teils ätzend riechenden Mitteln zum Fensterputzen ist diese einfache, hoch effektive Lösung, Fenster zu putzen, kein Stress für die Schleimhäute: 2 Teelöffel normaler, weißer Essig in 2 Liter Wasser geben und mit einer Sprühflasche auf die Scheibe oder den Spiegel sprühen. Danach mit Zeitungspapier abwischen. Papierhandtücher produzieren unnötig Müll und Streifen. Fertig. Mit Zitronensaft funktioniert dies genauso.

Massivholzböden erhalten ihren alten Glanz durch warmes Wasser, dem etwas Essig hinzugegeben wird. Mit dieser Mischung ein weiches Baumwolltuch leicht befeuchten und damit den Holzboden aufwischen. Anschließend mit einem Mop darüberfahren.

Teppiche auch bei Flecken strahlend sauber bekommen

Schmutz und Salz wurden den Winter über genügend ins Haus getragen, am hartnäckigsten sitzt dies jetzt im Teppich. Foto: Fotolia

Schmutz und Salz wurden den Winter über genügend ins Haus getragen, am hartnäckigsten sitzt dies jetzt im Teppich. Grundsätzlich gut ist immer noch das Ausklopfen im Freien. Das löst weitaus mehr Schmutz, als einfaches Saugen. Auch Backsoda ist hier wieder zu empfehlen. Über den Teppich gestreut und einige Zeit abgewartet, befördert es den Schmutz an die Teppichoberfläche. Absaugen und der Teppich ist viel sauberer als vorher. Wer 30 Minuten wartet, zieht so sogar unangenehme Gerüche aus dem Teppichboden. Eine Kaffeetasse für einen mittelgroßen Raum ist ausreichend.

Größere Flecken werden mit Maisstärke abgestreut und nach fünf bis 15 Minuten einfach weggesaugt. Stärkere Flecken wie beispielsweise durch Rotwein werden mit einer Mischung aus einer Viertel Tasse Flüssigseife oder Waschmittel mit einer Drittel Tasse Wasser gemischt. Die Mischung rühren bis sie schaumig ist und den Fleck damit bespritzen. Anschließend mit Essig auswaschen. Der Fleck ist natürlich und nachhaltig entfernt.

Text: Jürgen Rösemeier