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Hohe Öl- und Gaspreise machen Holz zur günstigen Alternative

Öl- und Gaspreise explodieren, was spricht spätestens jetzt gegen die eigene Holzheizung. Sie heizt viel günstiger, ist nachhaltig, weil mit heimischem Holz befeuert, verbreitet eine Wohlfühlatmosphäre, ist gut für das Raumklima und das Beste: Wer das Holz auch noch selber macht, bekommt Bewegung und dem wird gleich drei Mal warm.

Heizen mit Holz ist nachhaltig und günstig.

Hohe Öl-und Gaspreise zwingen zum Umdenken. Eine Holzheizung wird immer mehr zur Alternative. (c) Fotolia

Die derzeit extrem ansteigenden Energiepreise machen das ursprünglichste aller Heizmaterialien, das Holz, spätestens jetzt zu einer hochinteressanten, wie nachhaltigen Wärmequelle. Etwa 2 Kg Holz ersetzen einen Liter Heizöl, verbrennen indes aber CO2-neutral. Regional gekauftes oder selbst gemachtes Holz ist zudem dem deutschen Wald zuträglich. Nicht zuletzt aus kommunalem wie privatwirtschaftlichen Interesse wird so der deutsche Wald gepflegt, werden 100.000 Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft gesichert und letztlich 5 Milliarden Umsatz mit deutschem Holz generiert. Mit Holz heizen ist derzeit so attraktiv, dass immer mehr Bundesbürger, spätestens bei Modernisierungsmaßnahmen, über die Anschaffung einer Holzheizung nachdenken. Wer das Holz noch dazu selber macht, kann die Heizkosten weiter senken, tut seiner Gesundheit etwas Gutes und hat auch noch eine schöne Freizeitbeschäftigung.

Muskelkraft und das richtige Werkzeug zum Holz selber machen

Bei der örtlichen Forstbehörde in aller Regel im Herbst beantragt, kann jeder der möchte, Holz selber machen. Benötigt werden ein Motorsägen-Schein, die passende Motorsäge und die richtige Schutzkleidung sowie eine Axt und ein Spalter. Hochsaison zum Holz machen ist Dezember. Sind die Bereiche im Wald durch den Förster verlost oder versteigert, können die Bewerber sich das meist fertiggeschlagene Holz aus den jeweiligen Flächen selbst holen.

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Drei Verfahrensweisen beim Holz selber machen

Heizen mit Holz ist die nachhaltige Alternative.

Holz soll mindestens 2-3 Jahre luftig, und vor Feuchtigkeit geschützt gelagt werden, ehe es als Brennholz verwendet wird. Foto:  (c) Fotolia

Grundsätzlich werden drei verschiedene Möglichkeiten angeboten, um das eigene Holz im Wald zu erhalten. Sterholz ist in aller Regel bereits von den Waldarbeitern in etwa ein Meter große Stücke vorbereitet und gespaltet am Wegrand abholbereit. Ein zweites Angebot ist es, dass derjenige, der Holz selber machen möchte, die bereits geschlagenen Bäume direkt im Schlagraum selbst vom Reisig (den kleinen und größeren Ästen) befreit, das Holz mit der Motorsäge verkleinert und selbst abtransportiert. Dies kann insbesondere bei schwierigerem Gelände und wegen der Mehrarbeit ein teils merklicher Preisvorteil sein. Schließlich sind beim langen Brennholz die Äste bereits entfernt, die Stämme liegen allerdings auch meist noch im Schlagraum.

Holz selber machen: Regional, nachhaltig, einfach gut

Die Vorteile bei der Verwendung von Holz als Brennstoff liegen vor allem in der regionalen und nachhaltigen Verfügbarkeit. Wer darauf achtet, dass das Holz aus deutschen Landen ist, sorgt für kurze Transportwege und sorgt für sowohl eine regionale Wertschöpfung und eine nachhaltige Forstwirtschaft. Wer das Holz noch dazu selber macht trägt selbst zu diesen Faktoren bei und spart nochmals Geld bei dem heute günstigsten Heizmaterial.

Sonderform: Holzsammelschein

Der Holzsammelschein basiert auf einen mittelalterlichen Brauch. Dort war es den Bürgern einer Stadt zu Weihnachtszeit eine bestimmte Menge Holz aus dem Wald zu sammeln. Heute stellen viele Gemeinden und Städte einen Holzsammelschein aus. Dieser erlaubt dem Inhaber, gegen eine geringe Gebühr und unter Auflagen, eine bestimmte Menge Abfallholz aus forstwirtschaftlich bearbeiteten Wäldern zu holen. Im Idealfall sind es nicht benutzte, kleine Stämme.

Wissenswertes und Fakten zum Heizen mit Holz

  • Holz ist als erneuerbare Energie nicht nur ein nachwachsender Rohstoff.
  • Holz, selbst gemacht oder nicht, setzt beim Verbrennen nur jene Menge C02 frei, die es beim Wachsen aufgenommen hat.
  • Es wird zwar immer wieder der Feinstaub-Ausstoß diskutiert, doch eine moderne Verbrennungstechnik in den neuesten Modellen sowie die Faktoren der Nachhaltigkeit überwiegen beim Brennstoff Holz.
  • Beispiel: Ein effizienter Pellet-Ofen https://www.ecowoman.de/bauen-sanieren/pelletheizung beispielsweise stößt gerade mal ein Drittel an CO2 aus, verglichen mit einem durchschnittlichen PKW. Dabei läuft Ersterer nicht das ganze Jahr hindurch.

Richtiges Heizen mit Holz

Geld sparen und die Umwelt schonen beim Heizen mit Holz.

Geld sparen und dabei die Umwelt schonen. Mit Holz heizen hat viele Vorteile. Informieren Sie sich! (c) Fotolia

  • Das richtige, effiziente Heizen mit Holz ist einer der Hauptfaktoren, um den Brennvorgang so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten:
  • Brennholz sollte 2-3 Jahre lang luftig und vor Feuchtigkeit geschützt lagern. Die Restfeuchte sollte immer unter 20 % liegen.
  • Nur naturbelassenes und gut getrocknetes Holz verwenden.
  • Verbrennung benötigt Sauerstoff, daher auf eine optimale Luftzufuhr achten. Die Holzheizung sollte vom Fachmann aufgebaut, vom Schornsteinfeger geprüft und regelmäßig gewartet werden.

Wer sich jetzt über Holzheizungen oder Holzzentralheizungen informieren möchte, erhält wichtige Tipps und Informationen unter: «Holz-Zentralheizung für das ganze Haus»  und unter  Heizen mit Kaminöfen» ; Quellen: www.hagos.de - Genossenschaft der Holz- und Kachelofenbauer www.hessen-forst.de

Quelle: CNN, Text: Jürgen Rösemeier