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Gesund und pflegeleicht: Die aktuellen Trends bei Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen-Trends

Zimmerpflanzen-Trends: Natürliches Grün sorgt für Entspannung

Grün beruhigt, besonders in Form von Zimmerpflanzen. Zahlreiche Studien belegen, dass Menschen besonders gut Spannungen abbauen und sich schneller vom Alltagsstress erholen, wenn sie Pflanzen betrachten. Und leuchtende Blütenstars wie Cyclamen oder Azaleen bringen Farbe nicht nur ins winterliche Grau. Die aktuellen Trends und besonders Pflegeleichtes für den Blumentopf.

Das triste Bad am Morgen, die High-Tech-Küche mit ihren vielen Geräten und im schicken aber kühlen Design, die Fensterbänke oder die bücherbefüllten Regale im Wohnzimmer – in deutschen Wohnungen findet sich viel. Viel zu selten allerdings findet man heute Grünpflanzen. Dank Stress und Hektik des Berufsalltags oder dem aufgrund des fehlenden ‚grünen Daumens‘ lassen viele die Finger von Zimmerpflanzen weg. Doch das muss nicht sein. Denn es gibt einige pflegeleichte Exemplare. Und selbst wenn der Pflegeaufwand etwas größer ist, die grünen Zimmergenossen danken es mit strahlender Blütenpracht oder einfach nur mit dem schönen Farbtupfer, der den schick gestalteten Räumen das gewisse Etwas verleiht.

  • Ein Trend: Wallflowers. Die pflegeleichten Pflanzen kommen in unterschiedlich großen Bilderrahmen daher... (c) Pflanzenbild.com
  • ... und verleihen beispielsweise dem Bad eine ganz besondere Note, die den Start in den Tag erleichtert. (c) Pflanzenbild.com
  • Aber auch in allen anderen Räumen machen sich die Wallflowers sehr gut. Vorteil: Man benötigt keinen Stellplatz, um einen Raum zu begrünen. (c) Pflanzenbild.com
  • Die ferderförmig wachsende Arcea soll besonders gesundheitsfördernd sein. Neben der Funktion der Luftbefeuchtung soll sie Giftstoffe aus der Luft filtern. (c) Blumenbüro
  • Sehr pflegeleicht: Die Draceana. (c) Blumenbüro
  • Sie gibt es in unterschiedlichen Wuchsformen und auch mit hübschen, gelb-weiß gerändertem Blattwerk. (c) Blumenbüro
  • Besonders farbenfreudig kommen Cyclamen daher. Eine Besonderheit dieser Zimmerpflanze: Die Blätter regulieren die Luftfeuchtigkeit durch schwitzen. (c) Blumenbüro
  • Nicht minder blühfreudig sind Zimmer-Azaleen. Widmet man ihen etwas Aufmerksamkeit, dann avancieren die leuchtenden Blumen zu wahren Blühstars. (c) Blumenbüro
  • Besonders elegant: Anthurium, die Flamingo-Blume, deren glänzendes Blattwerk einen schönen Kontrast zu den weißen Blüten darstellt. Sie ist auch mit farbigen Blüten erhältlich. (c) Elize Eveleenz/Blumenbüro
  • Einen Hauch von Sommer versprühen die unterschiedlichen Sorten der Glockenblume, Campanula, deren Schwestern es auch für den Garten gibt. (c) Eric van Lokven/Blumenbüro

Besonders in der kalten Jahreszeit tragen Zimmerpflanzen zur Verbesserung der Raumluftqualität bei. Denn, neben der Eigenschaft als Stresskiller zu fungieren, sorgen die luftbefeuchtenden Zimmerpflanzen für weniger trockene Haut, Augen und Schleimhäute oder verhindern Kopfschmerzen. Vorsicht ist nur bei zu hoher Feuchtigkeit im Raum geboten – regelmäßig lüften, aber schauen, dass die Zimmerpflanzen nicht im Durchzug stehen – oder bei Schimmel auf der Pflanzerde. Mit hochwertiger Erde oder Hydrokulturen kann dies aber verhindert werden. Ein paar Trendpflanzen, die noch nicht jeder kennt.

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Zimmerpflanzen-Trends

Ein sympathischer Struwwelkopf ist die anspruchslose Rhipsalis, die zur Familie der Kakteen zählt. Die dornenlose Zimmerpflanze benötigt nur wenig Pflege - ein bis zweimal pro Woche gießen – und auch der Standort im Haus ist ihr recht gleichgültig. Selbst einen 14-tägigen Urlaub übersteht sie mühelos, kann sie sich zuvor in einem Tauchbad so richtig mit Wasser vollsaugen. Wuchsfreudig ist die Rhipsalis dennoch. Wird sie zu lang, dann kann sie einfach mit der Schere eingekürzt werden.

Hart im Nehmen sind auch Zamioculcas. Die nahezu unverwüstliche Pflanze begeistert durch ihren schönen, aufrechten Wuchs und den tropfenförmigen Blättern. Sie ist besonders geeignet für kleine Räume oder wenig Platz. 

Gesund und pflegeleicht: Die aktuellen Trends bei Zimmerpflanzen

Für die Rhipsalis ist kein grüner Daumen nötig und auch beim Gießen ist die kleine Pflanze recht genügsam, übersteht sogar mal einen Urlaub. © Blumenbüro




 

Eine schöne Idee zum Hängen oder Aufstellen sind die neuen Wallflower-Systeme. Hierbei werden pflegeleichte Pflanzen wie beispielsweise Farne in verschieden große Rahmen gepflanzt. Letztere, wie auch andere tropische Pflanzen die hierin vom Hersteller eingepflanzt werden, sind besonders für feuchte Badezimmer geeignet, sofern diese Tageslicht haben. Einmal gießen pro Woche sei in der Regel völlig ausreichend.

Die Areca, auch Gold- oder Federpalme genannt, stammt ursprünglich aus Madagaskar. Ihr Beiname weist daraufhin, dass sie wie ein gespreiztes Federkleid ihre Blätter reckt. Auch sie soll der Gesundheit dienen und Giftstoffe aus der Luft filtern. Wie alle anderen Zimmerpflanzen sorgt sie durch Verdunstung des Gießwassers für eine angenehme Luftfeuchte in den Heizperioden.

Die Cyclame ist ein leuchtender Luftbefeuchter, der mit roten, rosafarbenen und weißen Blüten glänzt, die über weiß marmorierten Blättern schweben. Und wie sie die Luft befeuchten ist nicht gerade alltäglich. Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, dann beginnt die Pflanze über ihre Blätter zu schwitzen und gibt Feuchtigkeit ab, je trockener die Luft, desto mehr Feuchtigkeit wird in die Raumluft entlassen, trockene Augen und Haut sowie gereizte Atemwege werden positiv beeinflusst.

Die Japaner sind überzeugt davon, dass man mit Azaleen einen Glücksbringer verschenkt. Die in verschiedenen Farbtönen blühende Schönheit soll laut einer Studie sogar die Konzentrationsfähigkeit deutlich steigern. Vielleicht einfach mal ein paar Exemplare aufstellen und testen. Das einzige Manko: Azaleen brauchen viel Aufmerksamkeit, dann aber ist eine wahre Blütenpracht garantiert.

Quellen: www.pflanzenbild.com, Blumenbüro, Text: Jürgen Rösemeier