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Grüner Arbeitsplatz

Grünes Büro: 6 Tipps für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

Für viele Menschen ist Klimaschutz im Alltag längst das A und O. Doch im stressigen Büroalltag kommt das Thema „umweltbewusstes Arbeiten“ häufig zu kurz. Dabei können bereits kleine Veränderungen Großes bewirken – und dabei helfen, den ökologischen Fußabdruck dauerhaft zu verringern. Wir haben einfache, aber effiziente Tipps für ein umweltfreundliches Büro zusammengestellt.

1.Umweltfreundlich zum Büro gelangen

Es ist und bleibt wichtig, gerade am Arbeitsplatz über eine nachhaltige Lebensweise zu reden, denn: Der Mensch verbringt einen Großteil seines Lebens mit der Arbeit. Immerhin gehen Vollzeiterwerbstätige in der EU durchschnittlich 41,1 Wochenstunden ihrer Beschäftigung nach. Zwar ist die wöchentliche Arbeitszeit aus statistischer Sicht gesunken, dennoch verbringen Menschen rund ein Drittel ihres Lebens mit der Arbeit. Somit lohnt es sich, auch im Büro auf größere Nachhaltigkeit zu achten. Für ein Unternehmen, aber auch für Mitarbeiter bringt dies enorme Vorteile mit sich: Erstens lässt sich durch den intelligenten Einsatz der verfügbaren Ressourcen viel Geld sparen. Zweitens stärkt dieses ökologische Umdenken nach außen auch das Unternehmensimage.

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Angestellte können diesbezüglich bereits mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie umweltfreundlich zur Arbeit gelangen. Gute Alternativen zum eigenen Auto gibt es reichlich: Etwa Fahrgemeinschaften mit mehreren KollegInnen, Fahrräder oder auch die eigenen Füße. Im Betrieb angekommen, sollte man besser Treppen steigen anstatt den Fahrstuhl zu nehmen. Dies hält fit und spart zudem unnötige Wartezeit ein.

Grüner Arbeitsweg

2.Digitales (papierloses) Büro einrichten

Wie Studien belegen, sehen insbesondere kleine Unternehmen mit ein bis fünf Mitarbeitern das Thema Nachhaltigkeit als sehr wichtig an. Auch in größeren Unternehmen gewinnt eine nachhaltige Arbeitsweise verstärkt an Bedeutung. Dennoch scheuen viele den Schritt, zu einem papierlosen Büro überzugehen. Insgesamt verbrauchen die Deutschen Unmengen an Papier – nicht viel weniger als große Staaten wie China oder die USA.

Der Weg zum digitalen Büro ist jedoch denkbar einfach. Viel hilft es, wenn möglichst alle Mitarbeiter am Laptop oder Tablet mitarbeiten. Präsentationen können digital ohne Papier verschickt werden. Es lohnt sich zu überlegen, welche Notizen oder Rechnungen zwingend ausgedruckt werden müssen. Sollte das Drucken manchmal nicht vermeidbar sein, lohnt es sich, das Papier beidseitig zu bedrucken.

Chemische Reinigungsmittel sind biologisch schwer abbaubar. Außerdem können sie die Schleimhäute reizen und Allergien begünstigen. Schon allein deshalb sollten im Büro natürliche Helfer zum Einsatz kommen: Ein mit Wasser verdünnter Essigreiniger wirkt auf fast allen Oberflächen effektiv.

3.Nachhaltige Produkte erwerben und verwenden

Am Arbeitsplatz gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um nachhaltige Produkte dauerhaft zu verwenden:

  • Heutzutage lassen sich Getränke, Lebensmittel und Büroartikel leicht an den Arbeitsplatz liefern. Problematisch ist dabei, dass die gewählten Produkte allzu oft von unterschiedlichen Lieferanten stammen. Um eine unnötige Umweltbelastung zu vermeiden, sollte man daher vor allem Kleinartikel (etwa Büroklammern) besser im Einzelhandel erwerben.
  • Nachfüllpakete sind Neupackungen auf jeden Fall vorzuziehen. So lassen sich Plastikflaschen etwa leicht durch Glasflaschen ersetzen. Auch die sogenannten Unverpackt-Läden sind eine nützliche Alternative.
  • Es lohnt sich immer, am Arbeitsplatz nach plastikfreien Alternativen Ausschau zu halten. Dazu gehören beispielsweise Holzkulis, Papierklebeband, Stoffbeutel, Kautschuk-Radiergummis oder Biofolien.
  • Sparsame Geräte ermöglichen es, die Energiekosten im Büro dauerhaft zu senken. So arbeitet ein handelsüblicher Laptop bei gleicher Nutzungsweise erheblich energieeffizienter als ein normaler Desktop-PC. Auch mit Multifunktionsgeräten lässt sich effizienter haushalten. Solche Geräte mit Scanner, Drucker und Kopiergerät reduzieren den Stromverbrauch und etwaige Wartungskosten.
  • Oftmals bietet sich selbst beim Toilettenpapier Einsparpotenzial. Inzwischen gibt es faires und zu 100 Prozent recyceltes Toilettenpapier, das zur Ausstattung dazugehören sollte.

4.Größere Nachhaltigkeit in der gemeinsamen Büroküche

Ob Mittagspause oder kleiner Plausch zwischendurch: Die Büroküche ist ein beliebter Treffpunkt und für viele der morgendliche Ausgangspunkt für leckeren Kaffee. Damit es auch in der Küche eine Spur nachhaltiger zugeht, kann jeder einzelne etwas tun. Schon kleine Schritte sind Gold wert – etwa im Bereich der Mülltrennung. Es ist überhaupt nicht schwer, in der Küche ein Mülltrennsystem zu integrieren. Mithilfe von verschiedenfarbigen Deckeln lässt sich der Müll in drei Containern entsorgen. Spätestens nach einigen Tagen wird das System für alle Mitarbeiter selbstverständlich.

Ein weiteres Problem entsteht durch den hohen Verbrauch von Kaffeekapseln. Natürlich tut die gemeinsame Kaffeepause als wohlverdiente Auszeit Körper und Seele gut. Nichtsdestotrotz schmeißen die in Deutschland lebenden Menschen tagtäglich insgesamt acht Millionen Kapseln weg. Dies ergibt pro Tag einen gewaltigen Müllberg mit einem Gewicht von rund 20 Tonnen. Um den ökologischen Kreislauf zu entlasten, sind daher kompostierbare Kaffeekapseln angesagt. Alternativ kann schon der Verzicht auf den täglichen Coffee-to-go-Becher nachhaltiges bewirken. In die Tasse sollte Fair-Trade-Kaffee kommen, der unter transparenten und nachhaltigen Arbeitsbedingungen produziert wurde.

5.Nachhaltig mit der Energie haushalten

Bei der täglichen Arbeit im Büro wird viel Energie verbraucht. Es gibt aber Möglichkeiten, diese dauerhaft zu reduzieren. Zunächst sollte der derzeitige Stromanbieter auf dem Prüfstand stehen. Eventuell lässt sich mit einem günstigeren Ökostromanbieter Geld sparen. Da der Begriff nicht geschützt ist, bedarf es vor dem Wechsel einer eingehenden Recherche. Dafür lohnt sich ein Blick auf seriöse Testberichte, die unabhängige Ökostromversorger vorstellen.

Tagsüber verbrauchen viele Geräte Strom, wenn sie im Stand-by-Modus verbleiben. Doch dieser Modus verbraucht bei 20 Stunden am Tag jährlich ganze 22 Kilowattstunden Strom. Aufs Jahr gerechnet kommen so für mehrere Geräte schnell einige Hundert Euro zusammen. Besser ist es also, nicht benötigte Geräte konsequent auszuschalten. Selbiges Prinzip gilt für Heizungen, die nachts im Büro auf hoher Stufe weiterlaufen. Im Winter sollten sie zwar nicht aus-, aber zumindest heruntergedreht sein. Morgens helfen programmierte Zeitschaltuhren dabei, die benötigten Räume rechtzeitig wieder aufzuheizen.

Gewerblich nutzbare Räume sind in vielen Großstädten ein rares Gut. Deshalb ist es richtig und sinnvoll, vorhandene Räumlichkeiten gut zu belegen. Effizientes „Office Sharing“ bedeutet auch, vorhandene Arbeitsmaterialien zu teilen, wodurch sich die Kosten für alle minimieren.

6.Pflanzen am Arbeitsplatz aufstellen

Wann immer möglich, sollten Pflanzen den Arbeitsbereich verschönern. Sie versorgen die Umgebung mit wichtigem Sauerstoff, der zu einer produktiven Arbeitsweise beiträgt. Gleichzeitig reduzieren Grünpflanzen die in der Luft befindlichen Schadstoffe sowie abgesonderte SergeyNivensChemikalien. Langfristig verbessert sich auf diese Weise die Luftqualität. Vor allem in Großraumbüros sorgen Grünpflanzen für ein behaglicheres Arbeitsklima.

Quelle: red Bilder: Depositphotos: gstockstudio, SergeyNivens, Baton72, Autor: red