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Medizin ohne Mass

Medizin ohne Maß: Die ethischen Grenzen moderner Medizin

Kann die Medizin uns ein perfektionierbares Leben liefern? Wird unser Leben durch eine zunehmend technisierte Medizin wirklich besser und wo liegen die tatsächlichen Grenzen?

Giovanni Maio ist Philosoph, Internist und Buchautor. In seinem neuesten Werk "Medizin ohne Maß" Vom Diktat des Machbaren zu einer Ethik der Besonnenheit“ (TRIAS Verlag) kritisiert er die Machbarkeitsvorstellungen der technisierten Medizin. Er greift Fragen auf, die jeden Patienten und Arzt angehen und der Klärung bedürfen: Ist Gesundheit „machbar“ und ist sie ein Geschenk? Was sind die Folgen der Versprechungen einer modernen Reproduktionsmedizin? Weshalb ist das Thema Organspende so komplex und welchen Wert hat das Altsein? Giovanni Maio setzt sich kritisch mit wichtigen Themen einer fortschreitenden Medizin auseinander, die immer mehr von Technisierung und Innovatioen geprägt wird.

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Gelassenheit als Bedingung für ein gutes Leben

Neue Technologien eröffnen bis vor Jahren noch undenkbare Möglichkeiten der Patientenbehandlung. Für Maio ist es deshalb wichtig, dass die Ethik nicht auf der Strecke bleibt: „Ohne eine Einsicht in die Grenzen des Machbaren und den Sinn des Gegebenen können wir nicht glücklich werden.“

In seinem neuen Buch schildert der Medizinethiker neue Perspektiven, die Abkehr nehmen von einem Perfektionsglauben und eine neue Gelassenheit als Bedingung für ein gutes Leben schildern. Maio erklärt: „Das erfüllte Leben ist nur möglich, wenn der Mensch einen guten Umgang mit der Grenze erlernt.“

Professor Giovanni Maio ist studierter Mediziner und Philosoph und arbeitete als Internist.  Seit 2005 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und ist dort Leiter des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin.

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Giovanni Maio
Medizin ohne Maß? Vom Diktat des Machbaren zu einer Ethik der Besonnenheit

TRIAS Verlag, Stuttgart. 2014 ISBN Buch: 9783830467496
Text: Ulrike Rensch Bild: Intro thinkstock/creatas