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Die Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt sind gut und wichtig ©iStockphoto

Natürlich durch die Wechseljahre

Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlaflosigkeit sind die häufigsten Beschwerden während der Wechseljahre der Frau. Für alle Frauen, für die eine risikobehaftete Hormontherapie nicht in Frage kommt, gibt es von Heilpflanzen, Yoga, Ernährung, Kneipp-Anwendungen über Schüßler-Salze bis hin zu homöopathischen Mitteln zahlreiche Möglichkeiten, entspannt und aktiv durch die Wechseljahre zu kommen.

Bei der Frau um das 50. Lebensjahr tritt die sogenannte Menopause auf, die letzte spontane Menstruation, danach ist die Frau unfruchtbar, das heißt in den Eierstöcken wird keine befruchtungsfähige Eizelle mehr produziert.

Was passiert im Körper?

Schon mehrere Jahre vor der letzten Monatsblutung, in der sogenannten Prämenopause, kommt es langsam zu einem Rückgang der Funktion der Eierstöcke. Die Zahl der Eizellen nimmt ab und ein Eisprung findet nicht mehr jeden Monat statt. Es kann zu Blutungsstörungen kommen, weil die monatlichen Zyklen unregelmäßiger werden. In den Wechseljahren nimmt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, ab. Nach der Menopause stellen die Eierstöcke die Produktion von Östrogen und Progesteron vollständig ein. Da die weiblichen Sexualhormone nicht nur auf die Gebärmutter wirken, sondern auch auf andere Organsysteme, können in dieser Phase, die als Postmenopause bezeichnet wird, zusätzliche Beschwerden auftreten. Der Mangel an weiblichen Sexualhormonen kann negative Auswirkungen auf das Knochengerüst, die Blasenfunktion sowie auf Haut und Schleimhäute haben.  

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Yoga sorgt für Entspannung und das Wohlbefinden ©iStockphoto

Yoga sorgt für Entspannung und das Wohlbefinden ©iStockphoto

Die Beschwerden

Die Wechseljahre sind ein natürlicher körperlicher Vorgang und kein krankhafter Prozess. Trotzdem können in dieser Zeit der komplizierten körperlichen und auch psychischen Umstellungen vielfältige Beschwerden auftreten. Neben den typischen Begleiterscheinungen der Wechseljahre wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlaflosigkeit können auch Schwindelgefühle, Herzjagen und Kopfschmerzen dazukommen. Viele Frauen leiden in den Wechseljahren auch unter psychischen Beschwerden wie Konzentrationsschwäche, Nervosität, starken Stimmungsschwankungen und Angstgefühlen. Dazu kommen organische Störungen wie der Abbau der Knochensubstanz, der zu Osteoporose führen kann.

Die Therapiemöglichkeiten

Ein Ersatz mit künstlich hergestellten Hormonpräparaten, eine sogenannte Hormonsubstitution oder Hormontherapie, verschiebt den natürlichen Prozess des Rückgangs der weiblichen Geschlechtshormone lediglich in eine spätere Lebensphase und ist daher nur bei bestehender Osteoporose oder bei Frauen mit erhöhtem Osteoporose-Risiko angezeigt. Alternativ können hormonfreie, nebenwirkungsarme pflanzliche Präparate eingesetzt werden, die sich bei der Therapie von klimakterischen Beschwerden sehr bewährt haben.

Bei leichten bis mittelschweren Wechseljahresbeschwerden sollten auf jeden Fall Lebensstilveränderungen wie Sport und eine ausgewogene Ernährung und alternative Therapien wie Kneippen, Akupunktur, Schüßler-Salze oder Yoga zuerst angewendet werden. Bei Hitzewallungen haben sich Traubensilberkerzen- oder Rotkleepräparate bewährt, deren gute Wirkungen konnten in Studien nachgewiesen werden.

Quelle: dhu und yoga aktuell
Text: Oliver Bartsch
Bild: iStockphoto (thinkstock)