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Frau in natürlicher Wiese
Natur vs. Chemie

PUR. Gesünder leben nur mit der Natur?

Der Körper des Menschen kann nur eine gewisse Menge an nicht natürlichen Stoffen vertragen. Leider sind in unseren alltäglichen Produkten viele solcher Stoffe enthalten. Doch ist die reine Natur immer die beste Wahl?

Nahrungsmittel, Kosmetik, Bekleidung – die Dinge des täglichen Lebens werden mit verschiedenen Stoffen behandelt, sei es während der Erzeugung (Dünger, Insektizide) oder um ihnen bestimmte Eigenschaften zu verleihen. So sind besonders manche E-Stoffe, die für Farbgebung und Konservierung unserer Lebensmittel dienen, für ihre potenziell schädigende Wirkung bekannt. Doch auch konventionell hergestellte Lebensmittel wie ein Apfel können schädliche Stoffe enthalten, denn der Einsatz chemischer Mittel bei der Herstellung nimmt zu.

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Kämen wir nur mit wenigen dieser Stoffe in Kontakt, wäre dies in den meisten Fällen nicht dramatisch. Durch die Überpräsenz kann es jedoch zu Problemen kommen. „Die Dosis macht das Gift“, wie Paracelsus schon sagte. Das gilt jedoch auch für natürliche Stoffe! 

Auch natürliche Produkte können Nebenwirkungen haben

Natürliche Arzneimittel

Viele Menschen glauben, die Natur sei stets ungefährlich, pur und rein. Diese Ansicht beeinflusst auch die Entscheidungen, die Menschen über ihre Gesundheit treffen.

Die Natur war gut zu uns. Sie gab uns Aspirin und Morphin sowie andere Arzneimittel aus Pflanzen. Die Verwendung von Pflanzen als Arzneimittel hat eine lange Geschichte bei der Behandlung von Krankheiten und Pflanzen haben eine wichtige Rolle bei der Verbesserung unserer Gesundheit gespielt. Auch die Schönheit wurde mit natürlichen Mitteln unterstützt.

Es hat sich jedoch gezeigt, dass nicht alle Produkte aus der Natur wirksam oder harmlos sind.

Einige Nahrungsergänzungsmittel und Kräuterergänzungsmittel haben keinen Nutzen gezeigt, wenn Wissenschaftler sie untersucht haben. Und „natürliche“ Medikamente oder Kosmetika sind entgegen der Meinung vieler nicht ohne Nebenwirkungen. Bei einigen gibt es sogar ernsthafte Sicherheitsbedenken.

 

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Aloe Vera: Beispiel für eine unterschätzte Gefahr 

Geschnittene Aloe Vera

Ein Beispiel: die Aloe Vera. Sie wächst heute auf vielen Fensterbänken und gilt als ideales Mittel bei Sonnenbrand und als Superfood bzw. wirksamer Diätshake. Äußerlich angewandt lindert sie Sonnenbrand tatsächlich sehr gut, doch bei der inneren Einnahme sollte man sehr vorsichtig sein. In den Randschichten der Aloe Blätter befinden sich giftige Anthrachinone, die Krebs auslösen und sogar tödlich wirken können. Bei der Ernte zu Hause sollte man also tunlichst darauf achten, nur die innerste Schicht des Gels zu verwenden, und entsprechende Produkte sollten nur von vertrauenswürdigen Herstellern gekauft werden. PUR ist in diesem und vielen weiteren Fällen nicht unbedingt ein Garant für ein unbedenkliches Produkt.

Es ist wichtig zu verstehen, dass viele pflanzliche oder Nahrungsergänzungsmittel (und einige verschreibungspflichtige Medikamente) zwar aus natürlichen Quellen stammen, „natürlich“ jedoch nicht immer bedeutet, dass es eine sicherere oder bessere Option für die Gesundheit ist. Ein Kräuterzusatz kann Dutzende chemischer Verbindungen enthalten, und möglicherweise sind nicht alle seiner Inhaltsstoffe bekannt. Wissenschaftler untersuchen viele dieser Produkte, um festzustellen, welche Inhaltsstoffe möglicherweise aktiv sind, und um ihre Auswirkungen auf den Körper besser zu verstehen.

Viel Wissen ging verloren

Ein großer Teil des Wissens rund um natürliche Medizin und Kosmetik ging verloren. Heute haben wir eine wissenschaftliche Sicht auf die Dinge. Die Wirksamkeit von Mitteln und Substanzen wird nicht mehr durch Erfahrungswerte bewiesen, sondern im Labor und bei Studien untersucht. Dabei werden Wirkstoffe häufig isoliert, um sie zu testen. Das muss keine schlechte Idee sein.

Gesünder zu leben, pur zu leben bedeutet, das Beste aus beiden Welten für sich aussuchen. Was ist damit gemeint?

 

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PUR: ohne belastende Stoffe & aus sicheren Quellen 

Natürliche, pure Lebensmittel sind den verarbeiteten vorzuziehen. Sie sind frischer und haben dadurch mehr Nährstoffe, die unser Körper braucht. Wer hierbei zu Bioprodukten greift, nimmt deutlich weniger Pestizide zu sich und schont so seine Gesundheit. Dabei gibt es deutliche Unterschiede bei den verschiedenen Biosiegeln, mit denen man sich beschäftigen sollte.

Gemüse ohne Pestizide

PUR bedeutet jedoch auch, beim Kauf von Medikamenten und Schönheitsprodukten auf verlässliche und vertrauenswürdige Hersteller zu setzen! Wer das notwendige Wissen nicht hat (wobei man sich nicht auf Internetquellen verlassen sollte), kann sich durch die Anwendung mancher Pflanzen als Schönheitsmittel eher schaden als nutzen. Das gilt jedoch auch bei gekauften Produkten, denn gerade in der Kosmetikbranche werden viele bedenkliche Stoffe eingesetzt.

Doch es gibt verlässliche und verantwortungsvolle Hersteller, die mit ihren Kunden dieselbe Philosophie teilen! Ein wunderbares Beispiel ist PURITO. Es handelt sich um eine Hautpflegemarke, in deren Name das PUR mit dem koreanischen Wort für Erde verschmilzt. Die koreanische Brand hat sich der Umwelt und Gesundheit, und natürlich auch der Schönheit verschrieben. Tierversuche sind hier tabu, was absolut zu begrüßen ist. Es kommen ausschließlich natürliche, EWG-geprüfte Inhaltsstoffe zum Einsatz. Das Ergebnis sind hypoallergene und chemiefreie Pflegeprodukte zum Reinigen, Abschminken, Peelen und Pflegen für die ganze Familie.

Fazit: PUR leben bedeutet heute, sich das Beste aus den verschiedenen Welten auszusuchen, um seine Gesundheit und Schönheit zu erhalten. Pure Lebensmittel, die möglichst wenig behandelt wurden und pure Kosmetik, die aus geprüften und verlässlichen Inhaltsstoffen besteht. Denn die Natur ist zwar unsere beste Freundin, in manchen Fällen fehlt uns jedoch das Wissen um mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen, um wirklich sicher mit ihren Erzeugnissen umzugehen.

Quellen: Bilder: Depositphotos/MitaStockImages, nilanewsom, Valentyn_Volkov, VikaGeyder, Text: red