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Frau am Duschen
Nachhaltig duschen

Nachhaltig duschen: Umweltbewusstsein im Badezimmer

Die Dusche verbraucht in vielen Haushalten das meiste Wasser. Dadurch, dass es wie selbstverständlich aus dem Hahn fließt, machen wir uns oft gar keine Gedanken darüber, wie viele Liter wir eigentlich für die tägliche Körperpflege nutzen. Noch dazu entsteht teilweise unnötiger Plastikmüll durch Shampoos, Duschgele und Haarkuren. In einer einzigen Minute Duschen fließen zwischen 12 und 15 Liter Wasser in den Abfluss. In zehn Minuten Duschen verbrauchen wir also genauso viel Wasser wie für ein Vollbad. Zeit, etwas zu ändern! Wir erklären Ihnen, wie.

Weniger duschen

Wer sich nur kurz abduscht, verbraucht schon einmal deutlich weniger Wasser als für ein Vollbad. Der erste Schritt zu einem nachhaltigen Badezimmer ist es also, sich für eine Duschkabine zu entscheiden, anstatt eine Badewanne einzubauen. Um noch mehr Wasser zu sparen, ist es ratsam, die Duschfrequenz Stück für Stück zu reduzieren. Selbst von Dermatologen und Dermatologinnen wird empfohlen, nur zwei bis drei Mal pro Woche ausgiebig zu duschen. In der Zwischenzeit können Sie Ihre Achseln und den Intimbereich mit einem Lappen und etwas Wasser reinigen. Mit der Zeit wird der Körper sich daran gewöhnen. Das Waschen unter der Dusche – vor allem bei der Verwendung von reinigender Kosmetik – kann nämlich auf Dauer den Säureschutzmantel der Haut zerstören. So tun Sie Ihrer Haut und der Umwelt etwas Gutes, wenn Sie etwas seltener unter die Dusche steigen.

Kalt duschen: Das sind die Vorteile

Zugegeben: Kalt duschen ist etwas für Hartgesottene. Dennoch spart es eine Menge Energie, da das Wasser nicht erst erhitzt werden muss. Außerdem spart es Wasser – da Sie wohl kaum zehn Minuten lang unter einer eiskalten Dusche stehen werden. Zu guter Letzt hat eine kalte Dusche viele positive Effekte für den Körper. So ziehen sich die Blutgefäße bei Kälte zusammen und weiten sich danach wieder, was wie eine Art Muskeltraining für die Gefäße wirkt. Der Körper lernt so, besser und schneller auf Temperaturschwankungen zu reagieren. Das Adrenalin, dass dabei ausgeschüttet wird, sorgt dafür, dass Sie sofort hellwach sind – und selbst eine muffelige Morgenstimmung sich hinterher in Wohlgefallen auflöst. Wenn Sie die positiven Aspekte einer kalten Dusche für sich nutzen wollen, ist es ratsam, langsam anzufangen. Beginnen Sie mit Wechselduschen, die stets mit einer kalten Dusche enden. Zunächst ist es ausreichend, nur ein paar Sekunden kalt zu duschen. Diese Zeitspanne dehnen Sie mit der Zeit immer länger aus – bis Sie irgendwann ganz auf das warme Wasser verzichten können.

Ganz einfach Wasser sparen

Fast jeder liebt die heiße Dusche am Morgen oder am Abend. Wenn der Tag lang war, gibt es kaum etwas, das mehr entspannt und regeneriert, als sich unter den warmen Wasserstrahl zu stellen. Oft vergessen wir dabei jedoch die Zeit – und das Duscherlebnis währt länger als eigentlich geplant. Um Wasser zu sparen, zählt jedoch jede Minute. Eine Lösung für dieses Problem könnte es sein, sich einen Wecker oder einen Timer auf dem Smartphone zu stellen. So werden Sie zwar recht unsanft aus Ihren Tagträumen gerissen – riskieren jedoch nicht, viel mehr Wasser zu verbrauchen als gedacht.

Mit diesen Alternativen vermeiden Sie Plastik

Plastikfreies Bad

Eine Vielzahl an Produkten für die Dusche sind in Plastik verpackt. Teilweise gibt es sogar Gesichtsmasken oder Haarkuren, bei denen eine einzige Portion extra verpackt ist. Plastik zu vermeiden ist eine der wichtigsten Umweltschutzmaßnahmen im Alltag. Und im Badezimmer ist es einfacher denn je. So gibt es in den meisten Drogeriemärkten bereits feste Seifenstücke anstelle von flüssigen Shampoos. Bei diesen ist es recht einfach möglich, sie in recyclebaren Verpackungen zu verkaufen, die beispielsweise aus Papier oder Karton bestehen. Außerdem belasten Seifen das Ökosystem oft weniger, da sie in vielen Fällen gut biologisch abbaubar sind. Herkömmliche Kosmetikprodukte jedoch können bisweilen viel Chemie enthalten, die so ungewollt ins Grundwasser gelangt. Versuchen Sie daher stets, auf Naturkosmetik zu setzen. Handelt es sich um zertifizierte Naturkosmetik, können Sie sicher sein, dass nur so wenig synthetische Stoffe wie nötig enthalten sind. Seifenstücke sind außerdem oft ergiebiger und können länger genutzt werden als vergleichbare Produkte in Flaschenform.

Naturkosmetik selbst machen: So geht‘s

Naturkosmetik selber machen

Wer auf Plastik verzichtet und hauptsächlich Naturkosmetik kauft, der tut bereits viel Gutes für die Umwelt. Noch nachhaltiger ist es allerdings, sich Kosmetikprodukte selbst herzustellen. Dafür können Sie sogar Lebensmittel nutzen, die jeder zu Hause hat: Quark, Honig oder Olivenöl zum Beispiel. Auch Kaffeesatz ist ein wertvoller Inhaltsstoff selbstgemachter Naturkosmetik. Vermischt mit etwas Kokosöl und Zucker wird beispielsweise ein wertvolles Hautpeeling daraus. So hilft es dabei, abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen und Cellulite zu reduzieren. Und das Beste daran: Es handelt sich um einen Inhaltsstoff, den Sie vermutlich andernfalls einfach über den Biomüll entsorgt hätten. Nachhaltiger geht es kaum!

Quelle: Claneo, Bilder: Depositphotos/MilanMarkovic, klenova, svehlik, Text: red